Einige biblischen Begriffe sind in der deutschen Umgangssprache fast gänzlich verschwunden. Hierzu gehört der Begriff „Habsucht“. Stattdessen hören wir in der Umgangssprache Jugendlicher vielleicht einmal den Begriff „Geld Gail“. Die Älteren sprechen von „Gewinnspanne“ oder „Aktiengewinn“. Auch ist die Rede von Oligarchen, Millionären oder Milliardären, welche riesige Villen besitzen und obendrein noch in luxuriösen Autos, Schiffe und Privatflugzeuge unterwegs sind. Nach all dem sollte ein Gläubiger nicht streben, rät uns die Heilige Schrift im AT wie auch im NT. Warum rät sie uns dieses?


Habgier im privaten Bereich

Die Familie: In den Familien kann sich leicht Streit erheben, weil sich manches Mitglied vernachlässigt fühlt. Babys werden in der Regel nicht vernachlässigt, weil der Schöpfer des Lebens ihnen eine so eindringliche Stimme verliehen hat, welche jedes Elternteil in Alarmbereitschaft versetzt. Eltern hingegen werden schon des Öfteren vernachlässigt. Wenn diese nicht vermögend sind, dann muss oftmals der Staat eingreifen, um die Nachkommen zur Unterstützung ihrer Eltern zu verpflichten. Diese Pflicht kann zur Qual werden, insbesondere dann, wenn die Eltern ihr ganzes Vermögen durch Habgier und Wohlleben durchgebracht haben.
Die Ehen: Heute zerbrechen in Deutschland mehr Ehen als je zuvor! Hat das auch etwas mit „Habsucht“ zu tun? Nun, früher warb der Mann um die Frau. Die umworbene Frau entschied daraufhin, ob sie sich diesem Manne unterordnen könne und wolle. In der Ehe hatte er das letzte Wort. Eine Frau konnte in der langen Werbephase des Mannes die Entscheidung finden, ob sie sich diesem Manne unterordnen wolle und ihm die Treue halten und ihre Liebe ihm schenken könne. Umgekehrt konnte der Mann prüfen, ob er dieser Frau treu sein könne. Die Ehe galt auf Lebenszeit. Dadurch wurden die Kinder, welche aus ihr hervorgegangen waren, optimal geschützt. Durch das Durchbrechen dieser Ordnung, welche sich Jahrhunderte lang bewährt hatte, gerieten viele Ehen in Gefahr und manches Kind auf die „schiefe Bahn“. Die göttliche Ordnung wurde aufgehoben durch die „Machtgier“ des sogenannten „schwachen“ Geschlechtes. Dabei will ich die Männer nicht in Schutz nehmen. Immerhin hatten sie zwei Weltkriege verloren und außerdem hatten sich einige Männer im Zweiten Weltkrieg barbarisch verhalten. Immerhin haben uns die deutschen Frauen in der Weltöffentlichkeit wieder salonfähig gemacht. Doch das kann uns nicht hinwegtrösten über das Unheil, welches in Deutschland durch die Flut zerstörter Ehen über uns hereingebrochen ist.
Die Bevölkerung der BRD: Nach dem Zweiten Weltkriege lasen die Bürger Deutschlands in der Bibel: “Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, ist sie von Gott angeordnet.“ (Römer 13,1) Also wurde in den Kirchen und in den Häusern gläubiger Christen für die Obrigkeit (Regierung) gebetet, so wie es der Apostel Paulus dem Timotheus und seiner christlichen Gemeinschaft im Brief „1 Timotheus 2, 1-2“ schon geraten hatte. Durch diese Gebete wurde den Regierenden geholfen. Sie entwickelten mit Gottes Hilfe, aus dem Ruinenfeld eine blühende Nation.


Habgier in der Politik

Viele Staatenverbände möchten ihr Herrschaftsgebiet ausdehnen. Sie rechtfertigen dieses Streben mit der Behauptung, sie seien freiheitlich und demokratisch, während die Konkurrenz brutal, diktatorisch und korrupt sei. Dabei liegt dieser Propaganda oftmals lediglich der Wunsch nach Erwerb von Bodenschätzen oder Schätzen des Meeres zugrunde, die man dem verhetzten Gegner entreißen möchte. Bald werden die Reiche dieser Welt sogar nach den Sternen greifen. Da muss vielleicht eines Tages entschieden werden, wem der Mond gehören sollte und welchen Erdenstaaten welche Planeten zugeteilt werden müssten. Um Letzteres wird womöglich der „Krieg der Sterne“ entbrennen. Doch alle Raketen können nur dann die Atmosphäre der Erde verlassen, wenn sie u.a. mit flüssigem Sauerstoff angetrieben werden. Nach jedem Start steht für Millionen von Erdenbewohnern weniger Sauerstoff zum Atmen zur Verfügung. Außerdem heißt es doch in der Bibel: „Machet euch die Erde untertan!“ (1. Mose 1,28) und nicht: „Macht euch den Himmel untertan!“ Über den außerirdischen Bereich bemerkt die Bibel: „Wenn du auch in die Höhe führest, wie ein Adler und machtest dein Nest zwischen den Sternen, dennoch will ich dich von dort herunterstürzen, spricht der HERR.“ (Obadja 1,4 – Das war damals ein Fluch gegen die Nabatäer, welche erhöht in einer „Felsenstadt“ wohnten.)


Wer mit nichts zufrieden ist, der stirbt eher

Immer nur Autofahren im Luxusauto macht mit der Zeit korpulent und auf Dauer sogar krank. Das Radfahren und Wandern ist zwar unbequemer aber dafür wesentlich gesünder. Das ausgiebige Essen exzellenter und wohlschmeckender Speisen erfreut Körper und Seele, aber es macht den Geist träge. Außerdem belastet Fettleibigkeit Herz und Kreislauf. Mitunter hilft den Übergewichtigen eine Magenverkleinerung. – Der ausschweifende Lebensstiel bei Sauf- und Fressgelagen ist sehr ungesund. Der Glaube bewahrt den Menschen vor jener Lebensweise, weil er an Gott und seiner Erlösungstat eine dermaßen große Freude empfindet, dass er gern auf die oben erwähnten Gelage verzichtet. Außerdem wird er durch sog „Geistesgaben“ beschenkt, die alle natürlichen Begabungen in den Schatten stellen. Lesen Sie bitte einmal 1.Korinther 12,13 und 14!


Habgier ist Götzendienst

Das Wort „Habgier“ setzt sich aus den Wörtern „haben“ und „Gier“ zusammen. Habgierig ist demnach ein Mensch, der unbedingt etwas haben will. Wir alle benötigen grundlegende Voraussetzungen, um leben zu können. Ohne Wasser, Nahrung und Wärme könnten wir es nicht! Diese Voraussetzungen verdanken wir allerdings dem Schöpfer des Lebens. Der hat sie uns gegeben, der könnte sie uns auch wieder nehmen. Das Letztere vergessen wir leider all zu oft. Bei der Habgier nimmt der begehrte Gegenstand in unserem Herzen den Platz ein, der eigentlich dem Schöpfer Himmels und der Erde gebührt! Der Gegenspieler Gottes redet uns mitunter ein, wir könnten dieses alles haben, ohne dem Schöpfer aller Dinge die Ehre der Anbetung zu erweisen. Das aber ist ein Irrtum!
Die Bibel zeigt uns am Beispiel der Hiobsgeschichte, wie der Teufel den Menschen einschätzt. Dort sagt er nämlich zum Schöpfer allen Lebens: „Nimm ihm alles und er wird Dir absagen!“ Doch Hiob antwortet: „Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der HERR hat’s gegeben, der HERR hat’s genommen; der Name des HERRN sei gelobt! – In diesem allen sündigte Hiob nicht und tat nichts Törichtes wider Gott.“ (Hiob 1,21-22) In Hiob hatte der Teufel sich offenbar getäuscht!


Das Ruhen in Gott

Die biblische Geschichte über Hiob zeigt uns, wie wir von Arbeit und Erwerb zur Ruhe kommen können: Gott lässt zu, dass Hiobs gesamter Besitz über Nacht verlorengeht. Selbst seine Gesundheit verlässt ihn. Zunächst klagt er und macht Gott Vorwürfe. Doch hernach zeigt der Schöpfer ihm, das er der ist, welcher Himmel und Erde schuf. Hiob erkennt, dass der Mensch den Schöpfer des Himmels und der Erde nicht zur Rechenschaft ziehen kann. Auch wir sollten das nicht tun. Der Schöpfer des Himmels und der Erde weiß, was nötig ist. Wir wissen das oftmals nicht. Nehmen wir jedoch unser Schicksal an, so werden wir einen gnädigen Gott finden. So habe ich mein Leben bisher mit Gottes Hilfe versucht auszurichten und jeder gläubige Christ ebenfalls. Der Glaube ruht auf ein Vertrauen, das vom Schöpfer des Lebens nie enttäuscht wird – auch dann nicht, wenn wir uns vorübergehend verlassen fühlen sollten. Zum Lesen empfehle ich:
Jesaja 57,17/ Hesekiel 22,27/ Ps119,36/ Hiob 1-42 – Markus 7,22/ Lukas 12, 15/ Römer 1,29/ Epheser 4,19/ Epheser 5,3-5/ Kolosser 3,5 und 1.Titus 6,10.

08.07.22 Kk

Kommentar verfassen

Scroll to Top