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Im modernen Sprachgebrauch gibt es einen globalen Begriff für menschlich Zuneigung. Er nennt sich „Liebe“. Im Altgriechischen gab es für das, was wir heute „Liebe“ nennen, vier verschiedene Begriffe: Agape, Philia, Eros und Sex. Offenbar differenzierten unsere antiken Hochkulturen mitmenschliche Beziehungen viel stärker als es unsere gegenwärtigen Gesellschaften es zu tun pflegen. Wir werfen heute alle positiven Beziehungen in einen Topf und nennen sie einfach „Liebe“. Doch mitunter lohnt es sich, die mitmenschlichen Gefühle zu differenzieren, um Missverständnissen vorzubeugen.

Inhaltsverzeichnis

Griechen verwendeten vier verschiedene Begriffe für „Liebe“

  1.  „AGAPE“ (αΥαπη) für die göttliche, reine und selbstlose Liebe,
  2. „Philia“ (ΦΙλΙα) für die kameradschaftliche Liebe unter Freunden und Verwandten,
  3. „Eros“ (Ερως )  für die erotische Liebe unter Liebespaaren und schließlich
  4. „Sex“ (Φυλο)  für den Zeugungsakt in der ehelichen Liebe.

Die „Zehn Gebote“

Im 20.Kapitel des zweiten Buches Mose sind uns die 10 Gebote überliefert worden.  Diese seien  hier noch einmal aufgelistet:
•1.Gebot: Ich bin dein Gott. Du sollst nicht andere Götter neben mir haben.
•2.Gebot:  Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen.
•3.Gebot:  Sechs Tage sollst du schaffen. Der siebte ist ein Ruhetag.
•4. Gebot:  Ehre Vater und Mutter, damit du lange lebest im Lande.
•5. Gebot:  Du sollst dich nicht vor anderen Götter niederwerfen.
•6. Du sollst nicht morden.
•7. Du sollst nicht Ehebrechen.
•8. Gebot: Du sollst nicht stehlen.
•9. Gebot: Du sollst kein falsches Zeugnis gegen deinen Nächsten aussagen.
•10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines nächsten Weib, Besitz und alles, was sein ist.

Die christliche Liebe

Man kann einzelne Gebote beachten und sie besonders herausstellen und mit vielen Kommentaren und erläuternden Zusatzgesetzen versehen. Doch das hilft wenig, wenn der Sinn der Gebotes nicht verstanden wird. In diesen Zusammenhang wird über Jesus in Mt 22,34-38 das Folgende berichtet: 34„Als aber die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. 35 Und einer von ihnen, ein Lehrer des Gesetzes, versuchte ihn und fragte: 36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? 37 Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5. Mose 6,5).38 Dies ist das höchste und erste Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18).Der oben erwähnte Lehrer des Gesetze will von Jesus erfahren, welche Anweisung alle anderen Gebote übertrifft.
Würden wir die Frage des Pharisäers heute Menschen vorlegen und diese bitten, durch einen Stern das Gebot zu kennzeichnen, welches sie für das wichtighste halten, dann würde der eine seinen Sterne hier, ein anderer diesen dort positionieren. Doch alle Ergebnisse würden den Kern der Gebote nicht treffen, weil in der obigen Auflistung der 10 Gebote Jesu Formulierung des wichtigsten Gebotes überhaupt nicht vorkommt. Das erste Gebot oben ist zwar verwandt mit Jesu Hauptforderung aber mir flößt es z. B. Furcht ein – das Wort „Liebe“ wird dort keineswegs interpretiert. Das vornehmste Gebot , das Jesus vorschlägt, sollte aber in dieser ersten Forderung und auch in allen übrigen präsent sein. Man kann es aus allen anderen Geboten herauslesen, wenn man diese richtig interpretiert. Das machte den Unterschied zwischen den Pharisäern und Jesus aus: Die Ersteren lehrten die Gebote, aber nur Christus praktizierte sie richtig, weil er ihren Sinn verstand.
Wie ist das mit uns? Nehmen wir die Gebote, um sie anderen „um die Ohren zu schlagen“ oder sind wir bereit, sie so zu praktizieren, wie sie eigentlich gemeint sind. Der Herr Jesus helfe uns durch seinen guten Heiligen Geist zum richtigen Verständnis und zur rechten Praxis. „Agape“ ist das Wort, welches die Griechen für die reine göttliche Liebe verwandten. So wie unsere kosmische Sonne alles Leben auf unserer Erde ermöglicht, so verleiht die Agape allen 10 Geboten Lebendigkeit und Kraft. Sie ist ein Geschenk Gottes, das unser geistliches Leben erst ermöglicht hat.- Überarbeitet am 18.02.23 Kk

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