Gedichte der Hoffnung: Hoffen auf Gott

Etwas bleibt!

Alles geht,
doch die Sonne steht
am Himmel jeden Tag aufs neue
und zeiget ihres Schöpfers
unendwegte Treu!

Was noch steht
doch bald vergeht,
weil der Wind es trägt dahin,
und lässet uns zurück,
scheinbar ohne Sinn.

Doch einer bleibt
doch stets bei uns,
wenn alles andere geht
und die Welt nicht mehr besteht,
weil in Chaos dieser Zeit
alles untergeht!

20.12.2012 Kk

Trost im Alter

Wie groß ist doch der Schmerz,
durch des Alters eiserner Hand?
Es wird mir so bange ums Herz,
weil er mir die Kräfte entwand.
Schnell bist Du in des Lebens Mitten
und findest den Weg nicht zurück.
Krankheit und Tod kommen geschritten
und vernichten das irdische Glück.
Doch von ferne leuchtet ein Stern
aus Gottes gewaltiger Hand.
Wie wärst Du bei ihm doch so gern
geborgen in seinem Gewandt.
Es ist der Herr, Erlöser und Gott,
Dein Priester und Dein Prophet.
Er ist immer bei Dir in jeder Not
und er kommt nie zu spät.


31.12.2006 Kk

Nehmen und Geben

Für jede unserer Tränen
hieltst Du ein Lächeln uns bereit,
aus all dem tiefen Sehnen
führte Deine Herrlichkeit.
Was die Menschen uns geraubt,
gabst Du uns doppelt wieder,
weil wir an Dich geglaubt
bei den Gesängen unserer Lieder.
Du gabst uns Freude auch im Leid
und Hoffnung für das Leben.
Heute haben wir viel Zeit
und können manches weitergeben.

05.10.2005 Kk

Ewiges Morgenrot

Du mich berührt,
da hast Du mich geweiht
und mich stets geführt,
auch durch die böse Zeit.
Als man mich gemieden,
da hast du mich erwählt.
Als liebe Menschen schieden,
hab ich auf Dich gezählt.
Nie hast Du mich verlassen,
nie war ich ganz allein.
ich konnte stets erfassen
die Vaterhände Dein!

So gehe ich die Wege,
die Du mir hast gezeigt.
Wenn ich mich niederlege,
weiß ich, dass Du nicht weichst.
Wenn ich dann erschrecke
vor dem Schlafe oder Tod,
tröstet mich Dein Wecken
beim nächsten Morgenrot.
Du wirst mich einstmals rufen
aus finsterer Todesnacht
vor Deines Thrones Stufen,
wenn alles ist vollbracht.


16.12.2006 Kk

Geborgenheit

Mein Leben neigt sich bald zu ende,
daher brauch ich Deine Hände.
Ach Herr, streck‘ sie mir beide zu,
damit ich komme ganz zur Ruh.
Ich fühle mich doch so geborgen
in Deinen beiden festen Händen,
weil sie heute und auch morgen
das Schicksal günstig für mich wenden.
Auf allen meine Wegen,
wo immer ich auch morgen gehe,
da spür‘ ich, Heiland, Deinen Segen,
ob ich sitze oder stehe.
Solange ich noch werde leben
auf dieser wunderschönen Welt,
werde ich mich Dir ergeben:
Tu mit mir, was Dir gefällt!
Viel mehr als die Gunst der Frauen
ist mir Deine Liebe wert.
Dir will ich mich anvertrauen
zu führen Deines Geistes Schwert.

22.05.2005 Bad Essen

Erwartung eines Besseren

In dieser gottverdammten Welt
zählen Ehre, Ruhm und Geld.
Krieger zogen durch die Landen,
um zu stehlen, was fanden.

Um nicht durch Fleiß es zu erwerben,
noch von den Ahnen es zu erben.
Sie wollten stehlen und verderben
und notfalls dafür sterben.

So sah die Welt viel Leid
in Kriegen wie in Nöten
und es verging die schöne Zeit
durch Rauben und durch Töten.

Das war der Kick der alten Tage,
der durchaus auch noch heute zählt,
deshalb bleibt auch uns die Plage,
die künftig auch den Krieg erwählt.

Herr, wann kommt denn Deine Zeit
des Friedens und der Gerechtigkeit,
in der Dein Geist wird die bestreiten,
die sich durch dich nicht lassen leiten?

Mache, dass sie nicht mehr wagen,
ihre Bosheit unters Volk zu tragen.
Verweise sie an jenen Ort,
wo sie trifft ihr eigener Mord.

Verbanne sie aus Deinem Schoß
in die weiten Himmelsphären
und lass auf sie die Hölle los,
damit sie nicht total verderben.

Wenn sie dann bereit,
zu beugen ihren Willen,
dann komme auch für sie die Zeit,
die Sehnsucht, Herr, nach Dir zu stillen.
23.12.2004 Kk

Komme bald

In die Sphären der Vergänglichkeit
bist du hinabgestiegen
Und hast Dich dort für unsere Schuld
völlig aufgerieben!
Weil Du deine Schöpfung, Herr,
herzlich konntest lieben,
ist auch Deines Namens Ehr‘
für alle Zeit geblieben.
Niemand ist Dir ewig gleich,
keiner kann Dich je erreichen.
Daher richte auf Dein Reich
Der Freuden ohnegleichen!
17.04.2013 Kk

Richtige Wahl

Wie hab ich ich oft gelitten
unter bitteren Spott,
wie hab ich oft gestritten
in Verzweiflung und in Not.

Nun ist mir gleich, welch Urteil
fällen, die auf Dich nicht zählen.
Der Herr ist allein mein Teil,
das ich werd erwählen.

Im Glück wie auch in Not
begleitet er mich hier.
Im Leben wie im Tod
ist der Herr bei mir.

24.11.2007 Kk

Seliges Sterben

Sie fluchten und sie rangen
um Kräfte, die gegangen
aus ihrem sterbend Leib.

Sie boten ihr Vermögen
für Hilfen, die verzögen
das Ende ihrer Zeit.

Doch die im Herrn gestorben,
die fühlten sich geborgen
in Jesu Ewigkeit.

11.11.2006 Kk

Angst

Ein schriller schrei aus dunkler Nacht,
davon ich bin erschreckt erwacht
am kühlen, nassen Morgen.

Ich wusste nicht, woher er kam,
ich sah noch nicht das Unglück nahen
in schweren , bangen Sorgen.

Doch mit des Tages Morgenrot
kam auch das Leid, des Todes Not,
kam auch des Tages Morden.

Bis dass die Hoffnung mich berührt
und in den Frühling mich geführt
bis an des Lebens Morgen.

2006 Kk

Kehre zurück

Nun träum‘ ich doch so gerne
von Deiner großen Macht,
die mir aus weiter Ferne
Heil und Glück gebracht.

Komm auf Deinen Wegen
zurück zu meinem Haus,
dräng` durch Deinen Segen
das Pech aus ihm hinaus.

Damit sie wieder lacht
die frohe Kinderschar
und es dann so macht,
wie es damals war.

20.08.2005 Kk

Vertrauen

Ich warte hier auf meine Weise,
sei es frühe oder spät
und trete an die Reise,
die bald nach Hause geht.

Und wenn ich einmal gehe,
so gehe ich zu Dir
In Deinem Dienst ich stehe
d’rum halt auch zu mir.

So lege Deine Hände
auf mein müdes Haupt,
dass sich das Schicksal wende
zu dem , was ich geglaubt.

27.04.00 Kk


Bitte um Führung

Herr komm, ich brauche Dich!
Nimm meine beiden Hände
und führe mich
über die Zeitenwende
bis zum Lebensende
verlass mich nicht!

Öffne mir das Ohr
in der letzten Stunde.
Dem Engelchor
aus der heiligen Runde
für die frohe Stunde
dem stehe vor!

In die neue Welt
leite mich hinein
als Deinen Sohn.
Im hellen Glorienschein
lass mich bei Dir sein
vor Deinem Thron.

22.10.2009 Kk

Lebensziele

Hoch am Himmel sah ich fliegen
ein kleines Vögelein.
Sah hernach im Gras es liegen
und grub es in die Erde ein!

Ja, so ist’s mit hohen Zielen:
Sie fliegen schnell vorbei.
Doch, wenn sie in Scherben liegen,
erschallt der Klageschrei!

Darum schmiede keine Pläne,
die so hoch wie Vögel sind.
Frage Gott, dass er sie wähle
für Dich, denn Du bist sein Kind!
Kk

Siehe nach vorne

Alle Frechen in unserem Lande,
die schamlos jede Sünde tuen,
geben an mit jeder Schande
und können ohne sie nicht ruhen!

Doch wenn sie alt geworden sind,
rächet sich ihr Sünder-leben.
Sie sind dann wie ein hilflos Kind,
können anderen gar nichts geben!

darum fang schon frühe an,
mit Gott das Böse zu bestreiten.
Dann kannst Du auch wie ein Mann
die anderen tapfer zu ihm leiten!
Kk 15.01.2012

Neues Ziel

Wenn ich auch das Ziel nicht sehe,
so halte mich doch deine Hand.
Wenn ich dunkle Wege gehe,
so sei doch Du mir zugewandt.


Du wirst mich zum Lichte führen,
in die Freude, zu der Kraft,
wenn Deine Hand wird mich berühren,
die immer neues Leben schafft.


Du wirst mich zum Ziele leiten!
Das diente dann zu aller Wohl!
Und beim Erstreben mich begleiten
wider aller Menschenhohn!


Dann wirst Du ein Neues geben,
wenn das alte ist erreicht.
Das höchste sei das ewige Leben
von Dir, der niemals von uns weicht!

26.12.1006 Kk

Kommentar verfassen