Die zehn Gebote der Bibel kennen alle gläubige Juden, Christen und Moslime. Sie werden in Synagoge, Kirche und Moschee gelehrt. Doch wie diese erfolgreich zu erfüllen sind, das muss jeder Mensch persönlich lernen. Das ist nicht leicht, denn Gebote setzen uns Grenzen. Solche haben wir nicht gern. Wir möchten uns selbst entfalten und dabei nicht eingeschränkt werden. Was könnte uns dennoch dazu bewegen, unsere Aktivitäten freiwillig selbst zu kontrollieren?


Der Codex Hammurapi

Hammurapi war König von Babylon von 1792 bis 1750 vor Christi Geburt. Er stiftete die älteste vollständig erhaltene Rechtssammlung mit 282 Gesetzesparagrafen. (*) Sie ist bis heute im Pariser Louvre zu sehen. Die zehn Gebote des Mose bilden schon hier das Grundgerüst der Rechtvorstellung. Dabei will ich nicht behaupten, Mose habe den Codex gekannt und kopiert. Das konnte er sicherlich nicht. Jedoch wird mir klar, dass es schon vor Mose Menschen gab, welche unsere heutige jüdische-christliche Rechtsordnung verehrten und proklamierten. Einer war Hammurapi von Babylon.


Moses Zehn Gebote

Durch Offenbarung erhält Moses die zehn Gebote auf einem Berge der Halbinsel Sinai. Von der Stele des Hammurapi wird er nichts gewusst haben. Wir dürfen weiterhin glauben, dass Gott sie ihm offenbart hat. Doch der Codex Hammurapi stellt offensichtlich ebenfalls eine Offenbarung dar, welche in einem für damalige Verhältnisse mächtigen Reich für Ordnung und Frieden sorgte. Bis in unsere Tagen hinein erweisen sich die 10 Gebote als Grundgerüst einer stabilen Gesellschaftsordnung. Wer sie durchbricht, verursacht Unfriede und Chaos.


Menschliche Grenzen

Christus verschärft in seinen Predigten die Zehn Gebote, gerade für jene, welche glauben, durch Einhalten der Gebote in den Himmel zu kommen.
In Matthäus 15,19 sagt unser Herr: „Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. 20 Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen. Aber mit ungewaschenen Händen essen macht den Menschen nicht unrein.“
Allerdings reicht es nicht, dass wir strenge Gebote nur beachten. Die Erfüllung bereitet Schwierigkeiten, weil unsere Seele seit unserer Geburt geschwächt ist.
Daher sind die Gebote schon im Judentum verändert worden. Das 15.Kapitel des Matthäusevangelium verdeutlicht das. Die schwer einzuhaltenden Gebote werden durch leichtere ersetzt. Ein Fall wird uns oben präsentiert. „Du sollst nicht mit ungewaschenen Händen essen!“ Jedoch wird es Satan nicht stören, wenn wir nach diesem letztgenannten Gebot handeln werden. Wollen wir hingegen Böses mit Gutem vergelten, dann stoßen wir schnell an unsere Grenzen. Um solch ein Verhalten zu praktizieren, benötigen wir Gottes Hilfe.


Gott streitet für uns

Wir sollten ihm jedoch eine Chance geben, damit er in uns wirken kann. Dazu setzt er jedoch unsere freiwillige Übergabe an ihm voraus. Dabei macht er den Anfang. Der sieht bei jedem Menschen und jedem Volk oftmals völlig verschieden aus. Diese persönliche Bekehrung zum Schöpfergott durch Buße und Bekehrung ändert unsere Prioritäten. Waren es zuvor Karriere und Erfolg bei Partnerschaften, so ist es nun die Gottesverehrung, welche sich durch regelmäßige Besuche von Gottesdiensten auszeichnet. Dann wird Hilfsbereitschaft schrittweise den angeborenen Egoismus besiegen. Dabei gehen wir nicht leer aus. Der helfende Glaube beschert uns Heilsgewissheit und nimmt uns dadurch die Furcht vor Verlust.
Wir werden reichlich entschädigt. Dazu gehört allerdings der Glaube. Der fällt jedoch nicht so einfach vom Himmel. Er wird geschenkt durch die Predigt vom Worte Gottes. Wer mithin regelmäßig Gottes Wort hört in Kirchen oder im Fernsehen, der hat eine sichere Festung bezogen gegen Verführung und Untergang!

07.12.21 Kk
*Wikipedia

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