Der Schöpfungsbericht der Bibel enthält in seinem Zentrum die Erzählung über Adam und Eva. Sie ist fast allen Menschen seit Urzeiten bekannt. Im ersten Buch Mose finden wir sie in den Kapiteln zwei und drei. Fundamentalisten verstehen ihren Inhalt wörtlich. Doch im fortgeschrittenen Alter und aufgrund eines gewissen Bildungsstand ist Homo Sapiens im Allgemeinen nur noch bereit, den Bericht über das erste Ehepaar als Mythos zu betrachten. Aber sind wir unter diesen Umständen überhaupt noch fähig, den Schöpfungsbericht der Bibel ernst zu nehmen?

Die Stärke der Frauen

Multitasking ist ein modernes Fachwort. Es ist zusammengesetzt aus den englischen Wörtern „multi“ und „tasking“, wobei der erste Wort-Teil mit dem deutschen Wort „viel“ und der Zweite mit „Aufgabenstellung“ zu übersetzen wäre. Frauen sind also befähigt, viele verschiedene Aufgaben gleichzeitig zu registrieren und zu entscheiden, welche von ihnen Priorität beansprucht. Einige weibliche Wesen vermögen sich auch fast gleichzeitig mit mehreren Personen zu unterhalten. Dabei sind sie, zumindest in ihren jüngeren Jahren, mit einen erstaunlich wachen Kurzzeitgedächtnis ausgerüstet.
In einer von Russland-Deutschen gegründeten Gesamtschulen unterrichtete ich für ein halbes Jahr. Gleich zu Beginn meiner Tätigkeit erhielt ich im Lehrfach Mathematik eine leistungsmäßig recht inhomogene Mittelstufenklasse. Sie wurde in sechs Gruppen zu je fünf Schülern unterteilt. In jeder Gruppe befanden sich Schüler von vergleichbarer Leistungsfähigkeit. Das Leistungsgefälle zwischen den einzelnen Gruppen war so erheblich, dass jeder Gruppe eine andere Aufgabe gestellt werden musste. Die Aufgaben wurden zum Beginn der Unterrichtsstunde an die einzelnen Lerngruppen verteilt, welche Letztere während der Stunde zu lösten versuchten. Die Gruppen wurden zu ganz verschiedenen Zeiten mit ihren Problemen fertig. Ihre Lösungen wurden dann vom unterrichtenden Lehrkörper korrigiert. Dieser stellte hernach neue Aufgaben. Die Aufgabenstellungen machte mir keine Mühe, jedoch die anschließende Korrektur fiel mir schwer, da ich mich sehr schnell auf immer neue Situationen einstellen musste. Der jungen Klassenlehrerin bereitete es jedoch keinerlei Schwierigkeiten, Aufgaben zu korrigieren und neue zu stellen.

Die Schwäche der Frauen

Wer gedanklich schnell umschalten kann, der ist leider auch leicht ablenkbar. Wir kennen den Spruch: “Wer nach allen Seiten hin offen ist, der ist nicht ganz dicht!“ Auf diese feminine Schwäche wird schon im Schöpfungsbericht hingewiesen. Gerade hatte Gott zu Adam gesagt: “Von allen Früchten im Garten darfst du essen, aber nicht vom Baum der Erkenntnis. Sonst musst du sterben.“ (1.Mose/Genesis 2,16/Gute Nachricht) Da zischte die Schlange Eva ins Ohr: “Nein, nein, ihr werdet bestimmt nicht sterben… Dann werdet ihr euer Leben selbst in die Hand nehmen können.“ (Genesis 3,4/Gute Nachricht)
Eva wollte die sog Selbstverwirklichung! Sie wollte nicht in der zweiten Reihe stehen, hinter ihrem Manne. Heute glauben viele Emanzen, sie bräuchten nicht mehr auf ihren Mann zu hören. Die Tiere seien sowieso schlauer als er. So dachte wohl auch Eva, als sie sich von der Schlange beraten ließ. In der Tat sind manche Männer nicht sehr schlau und auch nicht gläubig – arme Frauen!
Es gibt jedoch einen Trost: Gott spricht auch zu Frauen! Schade, dass Eva sich nicht an Gott gewandt hat! Sie schätzte offenbar die wunderbaren Pflanzen, Früchte und Tiere mehr als den abstrakten Gott. Von diesen falschen Prämissen lassen sich viele Frauen noch heute leiten. Gott sei Dank, tuen das nicht alle!

Hier gilt weder Mann noch Frau.

Zur Jüngerschaft Jesu gehörten Männer wie auch Frauen. Sie waren völlig gleichberechtigt in den Augen unseres Herrn. Doch die Aufgaben von Mann und Frau in den damaligen Gesellschaften waren streng voneinander getrennt. Männer ernährten die Familie, Frauen gebaren die Kinder und versorgten diese auch in den ersten Jahren ihres Lebens. Zeit für die persönliche Bildung gab es in den damaligen Gesellschaften lediglich für reiche Frauen, welche sich für den Dienst im heidnischen Tempel entschieden hatten. Im antiken Judentum hören wir von Frauen in vergleichbaren Positionen sehr wenig. Im Christlichen Zeitalter leben Letztere in Klöstern. Dort finden wir in der Regel nur adlige Damen, die es vorgezogen haben, Gott zu dienen, anstatt jedes Jahr erneut schwanger zu werden. Viele von ihnen wurden allerdings von ihrer Familie dazu bestimmt, ein Leben im Kloster zu führen.
Doch heutzutage gibt es Frauen, welche verheiratet waren, Kindern das Leben geschenkt haben, sich dann scheiden ließen, einen anderen Mann heirateten und dennoch von der Kanzel herab predigen. Der Herr und Schöpfer allen Lebens kann auch diesen Weibern ihren Ehebruch vergeben – doch solange die eigenen Kinder und die, welche ihr neuer Mann mit in die Ehe gebracht hat, noch nicht erwachsen sind, solange sollten diese Frauen in der Kirche Jesu Christi schweigen. Hinter die Kanzel gehören sie sicherlich nicht.
Ganz unpassend empfand ich den Einsatz einer jungen Pastorin, welche mit ihrem Baby im Arm hinter die Kanzel trat und lehrte.
11.11.2021 Kk

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