Im Frühjahr stimmen die Tiere ein wahres Konzert an. Die Pflanzen sorgen für die Kulisse. Die Bäume schlagen aus. Sie bilden hellgrüne, zarte Blätter, die zunächst klein und weich sind. Die Luft ist voller Gerüche. Auf den Feldwegen finden wir regen Betrieb. Käfer, Ameisen eilen vorbei und mitunter schlängelt sich eine Blindschleiche über den Waldweg. Auch der Morgennebel in den Tälern kann die frohmachende Stimmung nicht trüben. In den Büschen springen Meisen von Ast zu Ast und oben am Himmel schmettert eine Lerche ihr Lied.

Frühlingschor

Der Wind streicht durch die Zweige
und hebt sie leis` empor,
als spiele er die Geige
in einem Abendchor.

Der Greif zieht seine Kreise
mit seinem Kampfgeschrei.
im Strauche ruft die Meise,
als sei’s ihr einerlei.

Die Lerche steigt zum Himmel
und schmettert dort ihr Lied.
Im Grase ist Gewimmel,
wie man es jetzt nur sieht.

Der Specht im dürren Holze
probiert sein Schlagzeug aus.
Der Hahn mit keckem Stolze
führt seine Hennen aus.

Wer könnte da noch schweigen
und lange traurig sein?
Beginne er den Reigen
und stimme froh mit ein.

Kk Frühjahr 2002

Frühlingsnacht

Es bricht das Leben aus tausend Knospen
im grünen Frühlingskleide.
Die Blätter sind klein, ganz weich und nackt
als wie aus Taft und Seide.

Es ruft die Meise, dass jeder es weiß,
dass uns hat frei gemacht
aus Frost und Kälte, Schnee und Eis,
die warme Frühlingsnacht.

Die alte Natur im neuen Flitter
ist jetzt erneut erwacht.
Sie gefällt uns, weil ihr Schimmer
uns hat so oft gelacht.

Es ist wohl der herbe Winterswein,
der uns bescheiden gemacht,
uns hoffen lässt im Fröhlichsein,
in der warmen Frühlingsnacht.

Kk

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