Beim Übergang in die kalte Jahreszeit werden viele Menschen Schwermütig. Das ist durchaus verständlich: Die Sonne steht sehr tief am Himmel. Es will gar nicht so recht hell werden. Auch haben sich die meisten Tiere in andere Regionen zurückgezogen. Die Kraniche zogen gen Süden, ebenso die Schwalben. Die Singvögel lassen ihre Stimmen nicht mehr hören. In den Hütten der Leute wird es kalt, wenn Herbstürme das Dach ihrer Häuser zugesetzt oder Wasser die Keller überschwemmt haben.

Trotzdem

Der Wald erscheint im neuem Kleide
auf des Berges buntem Hang
und im Tal auf grüner Weide
verhallt der letzte Vogelsang.

Der Sommer ist jetzt ausgezogen
in des Südens Wunderland
und mit ihm sind fortgeflogen,
was man in Wald und Felde fand.

Man hört nicht mehr der Bienen Surren
in der Blumen Blütenpracht,
nur zwei Alte hier noch murren,
weil die Sonne nicht mehr lacht.

Der Schmetterling hat sich verkrochen,
die Wespe starb in kalter Nacht.
Die Zelte hat der Wind zerbrochen,
als er seine Rund gemacht.

Trotzdem lasst uns fröhlich sein
über unser kurzes Glück,
denn mit der Sonne warmen Schein
kehrt der Sommer bald zurück!

Sonnenaufgang

Wäre ich im Schloss geboren
in dem Reichtum dieser Welt,
dann hättest Du mich nicht erkoren.
Ich hätte Dich auch nicht erwählt.

Durch der Seele vieler Wunden
sowie die Tränen in der Nacht
habe ich Herr Dich erst gefunden.
Mit Dir hab alles ich geschafft.

31.07.2006 Kk

Enttäuschung führt zum Glauben

Nicht alles ist so gekommen,
wie ich es mir hab‘ erträumt!
Manches ist mir auch zerronnen,
bevor es mich erfreut!

Doch niemals ging mir das verloren,
was ich mit Dir erlebt,
als ich wurde neu geboren,
nach Bess’rem habe ich gestrebt!

Nun will ich dienen meinem Herrn
und jenes tun, was ihm gefällt;
denn ich verrichte liebend gern,
was er für mich hat auserwählt!

13.01.2012 Kk

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