Zeitkritische Gedichte: Zufriedenheit

Der Glühwurm

Was zählt ein einzig Menschenleben
der milliarden Einzelwesen?
So viele leben in der Not,
und die meisten sind schon tot!

Riesig ist der Menschen Zahl,
derer die gelebt und die noch leben!
Unbeschreiblich ihre Qual,
bei der sie aufgegeben.

In dem unendlich weiten All
Glüht ein jeder gleich dem Wurm,
bleibt ein unbedeutner Fall
– wie ein Glüh’n auf einem Turm!

Dennoch, wenn sie alle glühen,
zudem einander Freude schenken,
auch um Frieden sich bemühen,
dann kann der Herrgott alle lenken!

Und das All, es wird erhellt
von Billionen kleiner Würmchen
denen alles hier gefällt
auf des Schöpfers vielen Türmchen!

04.06.2018 Kk

Keiner mag ihn

Hugo ist ein grüner Frosch,
nicht sehr groß, doch immer forsch.
Der Storch hat ihn schon mal verschluckt
doch prompt auch wieder ausgespuckt.

Auch war er schon in Kätzchens Krallen,
auch diesem tat er nicht gefallen.
Er ist zu glitschig, ist zu klein,
paßt nicht in seine Krallen rein.

So wenig Sympathie macht bitter,
darum trank er auch so manchen Liter.
Als Folge fiel er in ein Loch.
Dort unten quakt er immer noch.

21.08.2006 Kk

Genügsamkeit

Lass los all Dein großes Vermögen,
das Du einstens erworben hast,
und ergreife das Leben,
das Du verloren hast!

Menschen sind wertvoller als unser Geld
und sie sind ewiger als diese Welt.
Diese vergeht, doch besteht
die Seele, wenn alles vergeht.

Komme auf Erden zur Ruh
und sei zufrieden mit dem, was Du
im Leben durch Gott erworben hast,
denn Du bist hier nur ein Gast.

02.08.2006 Kk

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