In der Berliner Zeitung las ich das Folgende: Ein Mensch ohne Gehirnchip könnte in Zukunft Nachteile haben, meint der Wiener Biotechnologe Markus Schmidt. In dem internationalen Forschungsprojekt „Future Body“ beschäftigen sich neben Schmidt verschiedene Wissenschaftler mit den Auswirkungen der Neurotechnologie auf die Gesellschaft. Im Interview erzählt Schmidt, warum wir Menschen immer weiter mit der Technologie verschmelzen werden und wo die Chancen und Risiken der Neurotechnologie liegen.Soweit das Zitat.

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Vorteile der menschlichen Technik

Wir alle wissen, dass die moderne Technik manchem Menschen schon geholfen hat, zum Beispiel den Gehörlosen, welche durch ein Implantat wieder hören konnten. Auch hilft den Nichtscharfsichtigen eine gute Brille oder Kontaktlinsen. Wir könnten uns alle darüber sehr freuen, wenn da nicht der Größenwahn einiger Forscher und Erfinder wäre, die es besser machen wollen als ihr Schöpfer im Himmel. Sie reden so, als wollten sie durch ihre eigene Evolution ihren Schöpfer übertreffen. Oh, was kommt da auf unsere Nachfahren zu?

Gefahren dieser Technologie

Der Wissenschaftler Markus Schmidt äußerte sich laut Berliner Zeitung folgendermaßen: „Übersetzt heißt es: menschliche Verbesserung. Es gibt in unserer Gesellschaft einen generellen Trend zur Optimierung – das können wir klar erkennen. Im Moment geht es bei der Neurotechnologie zwar noch um Technologien für Kranke oder Menschen mit Behinderungen. Doch die Optimierung geht immer weiter und bald werden diese Technologien wohl auch gesunde Menschen nutzen.“
Soll das heißen, dass selbst das völlig gesunde Geschöpf Gottes dermaleinst durch Wissenschaftler optimiert werden soll? Wollen Wissenschaftler wirklich eines Tages „Gott spielen“? – Dieses Verhalten erinnert mich an Goethes Gedicht „Prometheus“. In diesem heißt es in der letzten Strophe: „Hier sitze ich, forme Menschen nach meinem Bilde, ein Geschlecht, das mir gleich sei, zu leiden, weinen, genießen und zu freuen sich, und dein nicht zu achten, wie ich.“
Wenn mein Handy dauernd klingelt, weil sich jemand meldet, der mich informieren will, mir etwas verkaufen will oder über Facebook mich erreichen möchte, dann kann ich es leise stellen oder notfalls fortlegen, so dass es für mich praktisch nicht mehr existiert. Mit Telefon und Hausklingel darf ich ähnlich verfahren. Auch dann wenn mir irgendwer auf dem Monitor etwas einblendet, das meine Konzentration beim Arbeiten mit dem PC stört, dann darf ich hoffen, dass es irgendwann wieder verschwindet. Doch wenn eine Konversations-Elektronik als Implantat in meinem Kopf herumbrummt oder flimmert, dann würde mir ein Nervenarzt nicht mehr helfen können, sondern nur der IT-Mann. Selbst wenn viele Ausschaltvorrichtungen an meinem Kopf installiert worden wären, würde ich diese Implantate nicht wollen.
Ich erkenne an, dass moderne Hörgeräte Erstaunliches leisten. Außerdem freue ich mich, dass durch Implantate Taubstummen geholfen werden konnte. Aber an einem gesunden Gehirn, das mit gesunden Sinnen verbunden ist, sollte keiner herumexperimentieren, um es zu verbessern. Was der Schöpfergott erschaffen hat, will ich mit Geduld gebrauchen. Das Vollkommene, welches das Unvollkommene dieser Erdentage übertreffen wird, dass erwartet der Gläubige im Jenseits. Kranke Menschen hat Christus geheilt, so dass sie wieder mit Freuden arbeiten konnten. Sie wurden aber dadurch keine Supermenschen. Für dieses Leben reicht es, möglichst lange gesund zu bleiben. Und diese Gesundheit sollte nicht verspielt werden.
Wer im Diesseits, das verbessern will, was Gott hier durch Evolution erschaffen hat, dem sollte der Ethikrat genau auf die Finger schauen!

27.07.21 Kk

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