Ein Psalm des jüdischen Königs David: „8 Wie köstlich ist deine Liebe, Gott! Menschen bergen sich im Schatten deiner Flügel. 9 Sie laben sich am Reichtum deines Hauses; du tränkst sie mit dem Strom deiner Wonnen. 10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht. 11 Erhalte denen, die dich kennen, deine Liebe und deine Gerechtigkeit den Menschen mit redlichem Herzen! 12 Lass mich nicht kommen unter den Fuß der Stolzen; die Hand der Frevler soll mich nicht vertreiben. 13 Die Übeltäter sind dort gefallen, sie wurden niedergestoßen und stehen nie wieder auf.“(Psalm 36, 8-13)

Inhaltsverzeichnis

1. Gott als Quelle des Lebens

„10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht“. Der Psalm 36 ist ein Psalm Davids. Dieser war unter all den Königen der Juden der einzige, der mit ganzem Herzen seinem Schöpfer ehrte. Er war unter all den Herschern dieser Erde der einzige, von dem wir wissen, dass er sich von einem seiner Untergebenen seine eigene Sünde vorhalten ließ. Er nahm damit in Kauf, dass sein Ansehen im Volke der Juden auf den Tiefpunkt sank. Doch Jachwe schützte ihn und ließ ihn im Frieden einschlafen, als die letzte Stunde seines Lebens gekommen war. Für David verlosch niemals das wärmende Licht der Liebe Gottes. Wie ist das bei uns, wenn wir an unsere Sünden erinnert werden? Ignorieren oder leugnen wir, diese jemals begangen zu haben?

2. Erhalte Liebe und Gerechtigkeit den Redlichen

„11 Erhalte denen, die dich kennen, deine Liebe und deine Gerechtigkeit den Menschen mit redlichem Herzen!“

Was ist ein „redliches“ Herz? Wir würden heute von einem „aufrichtigen“ Herzen sprechen und meinen damit einen „fairen“ Umgang mit unserem Mitmenschen. Damit meine ich einen ehrlichen und aufrichtigen Umgang, bei dem nicht über andere hergezogen wird. Eine Bemerkung wie: „Hast du schon gehört, was der sich geleistet hat?“- gehört sich für einen Christen nicht. Hingegen wären eine Hilfestellung für den Betroffenen angebrachter. „Wie kann ich dir helfen“, könnte man diesen fragen – Sollte eine Geldforderung die Antwort sein, so wäre es angebracht, Bedingungen an die Verwendung dieses Geldes zu stellen. Der Umgang mit Geld muss geübt werden, vor allem bei Jugendlichen.

3. Die Übeltäter werden fallen

„12 Lass mich nicht kommen unter den Fuß der Stolzen; die Hand der Frevler soll mich nicht vertreiben.“

Stolze Menschen halten sich für „etwas Besseres“. Sie lassen uns das merken, indem sie uns erzählen, was sie und ihre Vorfahren alles geleisetet haben. Damit wollen sie klarstellen, dass sie aus einer Gesellschaft kommen, welche der unsrigen überlegen ist.
Mitunter sind Minderwertigkeitsgefühle der Betroffenen Grund für ihre Hochstapelei. Dazu ein Beispiel: Ich traf einmal einen Mann auf einem Burggelände, das als Hotel betrieben wurde. Dieser Mann hatte sich das Gestühl zurechtgestellt. Da er sehr selbstbewusst auftrat, hielt ich ihn für den Besitzer des Hotels und befolgte daher seinen Anweisungen. Doch der wirkliche Besitzer des Hotels hatte uns beobachtet und stand kurz darauf mit seiner gesamten Belegschaft vor uns beiden. – Der Hochstapler musste das Burggelände verlassen. Mir war das äußerst peinlich! Hier war der Hochstabler ein „Frevler“, aber auch der Hotelbesitzer war ein „Frevler“, weil er unangemessen laut und rüchsichtslos den armen Hochstabler von seinem Grundstück trieb. Mit dieser Demütigung wird er den Geltungsdrank des Hochstaplers höchstwahrscheinlich verstärkt haben. Geholfen wurde ihm nicht, meiner Meinung nach!

14.01.2026 Kk

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