Vor etwa 35 Jahren traf ich ihn um Mitternacht auf der Herforder Straße in Löhne-Gohfeld, als ich von einem seelsorgerlichen Gespräch heimfahren wollte.
Zerlumpt war er und heruntergekommen, als er seinen Daumen in die Luft hielt. Er stieg ein und ich begrüßte ihn mit den Worten: „Jesus lebt!“ Mit denselben Worten grüßte er zurück! Doch ich merkte bald, dass da ein „verlorener Sohn“ neben mir saß!

Der Rocker

Er hatte zusammen mit seinem Freund eine Rockband gegründet. Als letzterer gestorben war, ging es auch mit Horst abwärts! Er nahm Rauschgift, bekam einen Waschzwang und wurde Alkoholiker. Nun wollte er bei einer Bekannten in Herford übernachten, die früher einmal ein Fan von ihm gewesen war. Da ersichtlich wurde, dass daraus nichts werden würde, schlug ich ihm vor, sich am nächsten Morgen um 6 Uhr auf einer Bank einzufinden, die auf dem Alten Markt in der Innenstadt stand. Dort fand ich ihn am anderen Morgen und überredete ihn, mit mir zu seinen Eltern nach Bottrop zu fahren. Als wir auf der A2 in Richtung Ruhrgebiet unterwegs waren, gestand der Horst mir ein, dass er seit mehreren Nächten nicht geschlafen habe.

Der erholsame Schlaf

Ich betete: „Herr gib dem Horst Schlaf!“ Kurz darauf hörte ich ihn
neben mir leise schnarchen. Nun war mir aber der Weg zu seinem Elternhaus völlig unbekannt. Bevor ich die erste Abfahrt nach Bottrop passierte, betete ich daher: „Herr, zeige mir bitte den Weg zur Wohnung seiner Eltern!“

Der richtige Weg

Auf keinen Fall wollte ich den Jungen wecken!-Vielmals bog ich rechts ab, mehrmals links. Schließlich hielt ich auf einem Parkplatz unterhalb eines Hügels an. Der Herr sagte zu mir: „Dort oben auf dem Hügel wohnen seine Eltern!“ Da mich in diesem Moment der Glaube verließ, fuhr ich nicht die Straße zum Hügel hinauf, sondern stellte den Motor ab. Daraufhin wurde Horst wach und sagte: „Woher weißt Du, dass dort oben meine Eltern wohnen.“ Ich antwortete: „Ich weiß es nicht, aber der Herr Jesus Christus weiß es und der hat es mir gezeigt!“ Der Junge glaubte es mir.

Die Geburtstagsfeier

Im Wochenendhaus auf dem Hügel, in der Nähe der elterlichen Wohnung feierte seine Mutter zusammen mit ihrem Mann und den nächsten Verwandten ihren Geburtstag. Die Freude der Mutter war sehr groß, als sie ihren Sohn sah. Von dem Wunder der Wegweisung erzählten wir den Verwandten jedoch nichts. Dass ich selber auch schwieg, habe ich allerdings später bereut.

Wer glaubt schon der Wahrheit?

Einem Bekannten, dem ich die Geschichte nach Jahren erzählte, erklärte mich zum Lügner und ging mir seitdem aus dem Wege. Nun ja, auch Paulus und die anderen Apostel wurden damals von Juden, Römern und Griechen für verrückt erklärt. Einige
Menschen halten den Ersteren auch heute noch für einen Epileptiker, den man nicht ernst nehmen sollte. Wer aber nach Jesu Worten handelt, erlebt den Auferstandenen zu allen Zeiten. Ihr jungen Leute, strebt nicht in erster Linie nach Ansehen, Geld und Karriere. Ihr werdet schnell alt, schneller als ihr denkt, dann verlieren all diese Dinge immer mehr an Bedeutung. Sie verblassen und bleiben zurück!!!
Doch was ihr mit dem auferstandenen Christus erlebt habt, bleibt und gibt euch bis ins hohe Alter die Gewissheit, dass ihr im Leben wie auch im Tode in Gottes Hand seid. 02.05.2012 Kk

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