Alltagsgeschichten: Schaffe,schaffe, Häusle baue

Diese Einstellung findet man nicht nur bei den Schwaben, von denen dieser Spruch stammt. Diese Einstellung findet man weltweit. Dann kann sie doch nicht schlecht sein? Nein, das ist sie durchaus nicht. Wenn sie allerdings das Leben ausschließlich bestimmt, dann kann sie gefährlich werden: In Lukas 16,19 lesen wir die Geschichte vom reichen Mann und armen Lazarus. Der Reiche hatte sein Leben lang nichts geopfert, weder für Gott noch für die Armen. Er lebte ausschließlich in weltlichen Freuden.

Ich kenne einen Mann der nach dem Kriege enorme Gewinne erzielte und zwar durch eine geniale Idee. Es war die Zeit der Hausschlachtungen. Die Haus-und Gartenbesitzer fütterte ein ganzes Jahr lang ein Schwein mit Hilfe der Garten- und Küchenabfälle. Doch dann wurden die Schlachthöfe errichtet. Ein Händler kaufte dort ganze Schweine, ließ sie anschließend halbieren und verkaufte die Hälften an je zwei ehemaligen Selbstversorgern. Seine Gewinnspanne musste enorm gewesen sein. Während einer Zeit von etwa 15 Jahren baute er neben einer Villa in bester Lage, ein Mehrfamilienhaus und ein großes Lagerhaus. Er arbeitete fast Tag und Nacht. Sein Arzt riet ihn zur Mäßigung. Er würde bald sterben, falls er in dieser Weise weiterarbeiten würde, prophezeite er ihm. Der Händler schlug die Warnung in den Wind. Er starb alsbald. Gott sei ihm gnädig!

29.05.20 Kk

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