Unter ungläubigen Scheinchristen, welche nach der Konfirmation den GD nicht mehr besucht hatten,fand ich die Auffassung, dass man die Sexualität nicht ausschwitzen könne. Wenn ein Mensch nichts vom HG empfangen hat, weil er konsequent den GD ferngeblieben ist, dann mag das stimmen. Bevor unser Volk christianisiert wurde, pflegte unsere heidnische Gesellschaft den Brauch, die Kinder allbereits in der Pubertät zu verheiraten, so wie es in manchen Bevölkerungsgruppen der Dritten Welt heute noch üblich ist. Auf diese Weise konnten die Kinder für ihr kommendes Leben nichts Neues dazulernen. Auch die Erwachsenen besaßen keine Schulbildung, Neuerungen gab es daher nicht. Die Aufgaben, welche das tägliche Leben ihnen stellte, wurden so bewältig, wie es ihre Vorfahren seid Generationen getan hatten. Die Frauen kochten auf offenem Feuer vor der Hütte, die Männer jagten mit Blasrohr, Speer oder Pfeil und Bogen.

Das Christentum

Mit dem Christentum begann die Bildung unseres Volke. Sie nahm ihren Anfang in den Klöstern. Mönche wie auch Nonnen waren gebildete Leute. Auch schufen sie die ersten Bildungsstätten. Man bedenke, dass Nikolaus Kopernicus in der Klosterschule Maulbronne in Würthemberg seine naturwissenschftliche und mathematische Ausbildung erhielt, mit deren Hilfe er die astronomischen Beobachtungen auswerten konnte, welche der kaiserliche Hofastronom Tycho Brahe auf der Sternwarte des Prager Schlosses gemacht hatte. So konnte Kopernikus die alte Vorstellung über unsere Welt durch eine neue ersetzen, welche noch heute volle Gültigkeit besitzt. Ohne seine Erkenntnisse wäre die heutige Raumfahrt gar nicht möglich gewesen.
Auch die Reformatoren des frühen 16.Jahrhunderts erkannten den Wert der Bildung. An jeder Kirche wurde ein Schulraum angebaut, in dem der Pastor die Kinder der Gläubigen unterrichtete.(Im Detmolder Bauernhausmuseum lässt sich solch eine „Kirchenschule“ noch bewundern.) Es entstanden die sog Volksschulen, welche später durch Grunschulen und Hauptschulen ersetzt wurden. Realschulen und Gymnasiuen nahmen an Zahl zu, Universitäten wurden aus dem Boden gestampft. Heute gelten die Deutschen als eines der gebildetsten Völker dieser Welt.

Bildungsbereitschaft

Doch das beste Bildungssystem verliert seinen Wert, wenn die Schüler nicht lernen wollen. Letzteres geschied in der Regel in der Pubertät. In dieser Zeit kann es schon mal passieren, dass der hochbegabte Sohn eines promovierten Arztes zu Ostern mit fünf Fünfern nach Hause kommt. Es war dem Knaben einfach nicht gelungen, seine Kräfte, welche Gott ihm gegeben hat, in die richtigen Bahnen zu lenken. In der Regel werden diese Knaben aber durch ein gebildetes frommes Elternhaus wieder aufgefangen. So war das jedenfalls während meiner 40-jährigen aktiven Zeit als Lehrer.

07.05.2021 Kk

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