Jemand wollte den Bach mit Hilfe der rechte Brücke überqueren, welche aus dünnen Baumstämmen besteht. Er scheint eingebrochen zu sein. Die Brücke links hingegen hätte ihn getragen, da sie aus einem tragfähigen Baumstamm gebildet wird. Das Leben ist wie ein Wasserstrom, den wir überqueren müssen. Der Christ mag es sich dabei leicht machen, indem er meint, Firmung und Konfirmation würden für ein gesegnetes Leben ausreichen. Dann wäre sein Vertrauen vergleichbar mit dem eines Menschen, der den obigen Bach mit Hilfe der rechten Brücke überqueren wollte. Was sind nun die tragfähigen Säulen des Lebens und die sicheren Brücken, die uns hinübertragen zum ewigen Leben, welches die Bibel uns in Aussicht stellt?

Falsche Sicherheit

Eine junge Frau heiratete einen jungen Mann, was durchaus nicht ungewöhnlich erscheint. Das besondere war allerdings, dass der junge Mann zwar als Baby getauft und als Jüngling konfirmiert worden war, aber hernach sah er Kirchen nur von außen und blieb den Gottesdiensten (GD) fern. Er bezahlte jedoch die Kirchensteuer und glaubte offenbar, es reiche, um errettet zu werden und in den Himmel zu kommen, wenn er sterben würde. Auch seine Frau glaubte offenbar, das könne wohl reichen für dieses und das zukünftige Leben. Ansonsten hätte sie sich ja nicht durch die Ehe einander anvertraut. Sie blieben beide dem GD fern. Der Urlaub über das WE war ihnen wichtiger als der Segen, welchen sie durch die Teilnahme am GD empfangen würden. Dabei kann jeder im Urlaubsort den GD besuchen, es sei denn, er fährt in ein nicht christliches Land. Unter aktiven Christen nennt man solche Gemeindemitglieder „Karteileichen“.
Einige Menschen, sind offenbar der Meinung, Kindertaufe und Konfirmation verbunden mit der sich anschließende Bereitschaft, Kirchensteuern zu zahlen, reiche vollständig für ihr Seelenheil aus. Die Heilige Schrift bezeugt uns allerdings unzweideutig, worin das wahre Heil besteht: Hebräer 10, 25: „Deshalb ist es wichtig, unsere Zusammenkünfte nicht zu versäumen, wie es sich schon einige angewöhnt haben. Wir müssen uns doch gegenseitig ermutigen, und dieses umso mehr, je näher ihr den Tag heranrücken seht, an dem der Herr kommt.“ (Neue evangelische Übersetzung) Viele Ausleger sehen in diesem herannahenden „Tag“ mit recht „Christi Wiederkunft“ und sprechen von der Naherwartung der ersten Christen. Daraus sollten wir jedoch nicht schließen, dass wir noch viel Zeit hätten mit unserer Umkehr zum aktiven Glauben. Wenn wir sterben, dann ist dieser Tag für uns präsent. Da wir nicht wissen, wann wir diese Erde verlassen werden, sollten wir dieselbe Naherwartung hegen wie die Mitglieder der Urgemeinde.

Die Organisation Gottes

Doch der junge Familienvater war mit nur einer Frau nicht zufrieden, obwohl dem Ehepaar schon ein gemeinsames Kind vom Herrn geschenkt worden war. Er nahm sich eine zweite Frau. Seine Frau blieb mit ihrem Kinde allein zuhause, obwohl sie die Woche über Home-Office praktizieren musste. Am WE holte der Mann das Kind ab. Doch oftmals geschah das erst am Nachmittag. Telefonischen Kontakt hatten die Ehepartner nicht mehr miteinander. Außerdem sagt der Mann beim letzten Zusammentreffen nicht, wann er beim nächsten Male am Sonntag kommen werde, um seinen Nachwuchs zu holen.
Nun wollte die Mutter wieder in den GD, dem sie in den letzten Jahren vernachlässigt hatte. Der GD sollte um 11 Uhr beginnen. Doch da gab es ein Problem. Der Vater kam oftmals erst am Sonntag-Nachmittag, um sein Kind zu holen. Doch die Mutter betete, dass dieses Mal der Vater ihres Kindes vor 10.45 Uhr erscheinen würde. Dieses geschah auch, sodass die Mutter der Kleinen um 11 Uhr in der Kirchenbank sitzen konnte.
Kleine Wunder dieser Art lassen den Glauben praktizierender Christen immerwieder lebendig werden. Gläubige registrieren, dass Gott selbst ihr Leben organisiert. Das oben beschriebnene Wunder ist nur eines von vielen. Alle wundersamen Ereignisse im Leben der Gläubigen, beweisen ihnen, dass ihr Schöpfer lebt und sie liebt. Dafür verzichten sie gerne auf die kurze Lust der sexuellen Liebe, welche sie beim Ehebruch erleben. Ihr Schöpfer hält etwas weit Besseres für sie bereit.

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Gott verzeiht

Der Herr verzeiht jede Sünde, vorausgesetzt der Sünder ist bereit, seinen gottlosen Lebensstil zu ändern. Doch das wollen viele nicht, weil sie den Weg des praktizierten Glaubens für langweilig halten. Dabei ist dieser sehr spannend. Der Gläubige erfährt viel schönere Erfahrungen als der sog Weltmensch. Er erfährt Heilungen bei sich und anderen und diese beziehen sich nicht nur auf den Körper. Auch die Seele wird heil, weil Gottes Geist in sie einzieht. Durch Bekehrung und nachträglich praktizierten Glauben wird diese Gabe Gottes immer wieder erneuert. Die Seele erfährt dadurch schon jetzt die Kraft, welche ihr Schöpfer dem Gläubigen zugedacht hat. – Und die reicht über den natürlichen Tod unseres Leibes hinaus. Solltest Du, der du diese Zeilen liest, ungläubig sein, dann kehre um. Wenn Du die Handlungen Deines Lebens bereust, dann vergibt dir Gott alle deine Sünden, so wie er es bei mir getan hat.

03.08.2021 Kk

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