Der Mensch erfährt sein Leben lang Einschränkungen, die sowohl seine physischen wie auch seine geistigen Kräfte betreffen. Aber auch seine Seele bekommt nicht immer, was sie sich wünscht. Einschränkungen erlebt der Mensch sehr früh, der gesunde Mensch und erst recht der behinderte. Letzterem werden sie besonders bewusst. Aber auch der gesunde Mensch erkennt, dass er nicht alles vermag. Einige Menschen sind mit dem zufrieden, was sie aufgrund ihrer natürlichen Fähigkeiten erreichen konnten. Andere versuchen, die Grenzen zu überschreiten, welche die Natur ihnen verordnet hat.

Die Faszination der Zauberei

Letztere versprechen sich mehr Macht und Einfluss durch Zaubersprüche und heidnische Riten. Man möchte geistige Kräfte erwerben, durch welche man Verhältnisse und Menschen manipulieren kann. Und diese gibt es ja auch offenbar.
In Mt 4,1-9 lesen wir von der Versuchung Jesu durch den Teufel. Besonders die Verse 8 und 9 sind sehr interessant. Der Teufel verspricht, ihm „alle Reiche dieser Welt“ zu übergeben, allerdings unter der Bedingung, dass Christus „ihn anbetet“. Der Herr widerspricht dem Gegenspieler Gottes nicht. Daher weiß ich persönlich nicht, ob der Satan wirklich die Macht besitzt, die Reiche dieser Welt zu übertragen, wem er will. Christus lässt sich auf keine Diskussion darüber ein. Ihm ist allein wichtig, was in 5. Mose 6,13 geschrieben steht: »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.«

Der andere Weg

Einem bekehrten Christen geht es nicht in erster Linie um Fähigkeiten und Geistes-Gaben. Er will Kranken und Bedrängten helfen, denn darum ging es auch seinem Herr und Erretter Jesus Christus, als er als Mensch in dieser Welt wirkte. Dieser Weg besteht in einer freiwilligen Unterordnung unter Gottes Gnade. Auch hier ereignen sich mitunter übernatürliche Erscheinungen in der Umgebung des Gläubigen wie Heilungen von Körper, Geist und Seele. Diese Wunder führen unter den Gläubigen keineswegs zum Hochmut, denn sie wissen, dass diese Kraft nicht von ihnen kommt sondern vom Heiligen Geist. Seine Anweisungen in der Heiligen Schrift des NT sollten sie daher auch befolgen – in allen Angelegenheiten. Fehltritte sind zu bereuen vor Gott und Menschen. Wenn Menschen uns dann nicht mehr ernst nehmen sollten, Gott hingegen nimmt uns wieder an!
Das gilt auch für kleine Delikte! In diesen bewähren sich Christen durch Gehorsam, denn wer im Geringen nicht treu ist, der ist es auch nicht im Großen. Doch wer in geringen Angelegenheiten Gehorsam gelernt hat, dem traut der Schöpfer auch Aufträge an, welche unter Menschen Aufsehen erregen könnten, denn er weiß: Gehorsam bewahrt den Menschen vor Hochmut.
27.12.2020 Kk

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