Liebe: Wohin mit den Alten

Methode im Mittelalter

Aus den Analen des Mittelalters ist uns die folgende Geschichte durch eine gläubige Gräfin überliefert worden: Sie hörte, wie drei Männer miteinander stritten. Als sie versuchte zu vermitteln, erfuhrt sie, dass zwei Söhne ihren alten Vater im Wald erschlagen wollten. Er sei ein unnötiger Fresser, so berichteten sie ihr. Da die Gräfin Mitleid mit dem Vater verspürte, gabt sie ihr gesamtes Geld, das sie bei sich trug, den beiden Söhnen und bat diese, ihren Erzeuger zu verschonen. – Dennoch hört sie kurze Zeit später einen dumpfen Schlag aus dem Wald an ihr Ohr dringen. Geld regierte wohl auch damals schon die Welt!

Ärztliche Sterbehilfe heute

Anfang 2020 wurde Sterbehilfe in Deutschland legalisiert. Hinter diesem Gesetz stand eine scheinbar gute Absicht. Man wollte offenbar bei dem herrschenden Pflegenotstand einigen Alten die letzten schweren Tage ersparen. Doch wer sollte diese Sterbehilfe durchführen?  Ärzte fühlen sich in der Regel an den Eid des Hippokrates gebunden, der allerdings 1948 in Genf modifiziert aber nicht abgeschafft wurde. Dieser Eid verpflichtet die Mediziner, das Leben des Patienten zu erhalten, anstatt es zu beenden. Sterben ist mit Hilfe der Ärzte kaum durchsetzbar. (25.07.2020 Kk)

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