Liebe: Hänge nicht an Deinem Besitz

Die Reichen

In der Bibel lesen wir im Lukas-Evangeliums 18,18-27: „18 Und es fragte ihn ein Oberer und sprach: Guter Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? 19 Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. 20 Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!« 21 Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von Jugend auf. 22 Als Jesus das hörte, sprach er zu ihm: Es fehlt dir noch eines. Verkaufe alles, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach! 23 Als er das hörte, wurde er traurig; denn er war sehr reich.“ Diese Verse werden allzuoft zu radikal ausgelegt. Man folgert aus diesen Worten Jesu, alle Reichen sollten ihr Hab und Gut verkaufen, um den Erlös der Kirche zu geben, die es dann an die Bedürftigen verteilen sollte.

Reich und reich, das ist nicht gleich

Bevor wir pauschalisierend behaupten, diese Aufforderung gelte für alle Vermögenden, lasst uns diesen Jüngling etwas näher betrachte. Er beginnt seine Anfrage mit den Worten: „Guter Meister , was muss ICH tuen, damit Ich das ewige Leben ererbe … das habe ich alles gehalten von Jugend auf an?“ Was Christus antwortet, das gilt zunächst nur für diesen Jüngling. Christus erkennt, dass dieser junge Mann an seinem Reichtum hängt. Diesen liebt er mehr als seinen eigenen Schöpfer. Daher trennt dieser Reichtum ihn vom Höchsten. Gott aber will an erster Stelle stehen. Daher empfiehlt Christus dem Jüngling, sich von all seinen Besitz zu trennen. – Manche Christen hingegen benutzen ihren Besitz, um ihren Mitmenschen zu helfen. So z.B. Fabrikanten, welche vielen Angestellten und Arbeitern Lohn und damit Brot für sie selber und für ihre Familien geben. Ihnen dient ihr Vermögen als Mittel zum guten Zweck! Sie selber leben oftmals recht bescheiden und lassen sich nicht auf Grund ihres Besitzes zu egoistischer Raffgier, zu Betrug und Korruption verführen. Ihr Besitz dient dem Wohlergehen aller.Solche Reichen hätte unser Herr niemals aufgefordert, ihren Besitz zu verkaufen, um den Erlös den Armen zu geben. Doch dieser Jüngling ließ offenbar die Armen nicht an seinem Reichtum teilhaben. Ihm geriet sein Besitz zur Sünde, weil er ihn über alles liebte, sogar mehr als das “ Ewige Leben“.

07.09.2020 Kk

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