Liebe: Gott kümmert sich auch um Kleinigkeiten, wenn wir Prioritäten setzen.

Es ist Samstagabend und trotz der abendlichen Dämmerung noch sehr heiß. Mein Kinder wollen mit Freunden in einem See baden und danach die Nacht in angenehmer Kühle am Fluss verbringen.  Im Morgengrauen kommen sie wieder zurück. Ich komme nun wieder nicht in den morgendlichen GD. Aber es gibt ja glücklicher Weise „Bibel.tv“ im Fernsehen. Es predigt am Morgen des 09.08.2020 der Bischof im Berliner Dom.

Eigentlich möchte ich ihn bis zum Glaubensbekenntnis zuhören, da ich die Predigt sehr erbaulich finde. Doch um Punkt 11 Uhr schließt der Bäckerladen, welcher frische Brötchen verkauft. Im meinem Kühlschrank liegen nur noch alte Graubrotschnitten. Die kann ich meinen Besuchern unmöglich anbieten.

Wem soll ich nun mehr Ehre erweisen? Meinem Gästen, die ich sehr schätze, oder Gott den Herrn, den ich zu achten und zu lieben gelernt habe? Sein Wort möchte ich in Gestalt der hervorragend durchdachten Predigt des Bischofs bis zum Ende hören. Die Entscheidung zwischen Glaubensgehorsam und Gastfreundschaft wird mir erspart, und zwar auf die folgende Weise:  Als der Bischof sein „Amen“ spricht, ist es etwa 10 Minuten vor 11 Uhr. Der Gottesmann steht auf, verlässt die Kanzel und öffnet die Tür nach unten. Als sie halb offen ist, schließt er sie wieder und kehrt zu seiner Kanzel zurück, als wolle er seine Predigt fortsetzen. Dabei winkt er mit seiner linken Hand ab ! – Ich verstehe dieses als Startzeichen, den Brötchenkauf zu tätigen. Etwa eine Minute vor 11 erwerbe ich im Bäckerladen wider Erwarten noch 6 wunderbare Brötchen. Oben dürft ihr sie bewundern. Hernach dachte ich an das Wort der Heiligen Schrift in Matthäus 6;31-34:

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. 33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. 34 Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat“. Das heißt nun nicht, dass wir die Hände in unseren Schoß legen könnten, weil der Herr alles für uns und unsere Lieben besorgen wird. Die Devise heißt stattdessen :Tue Dein Bestes, aber setze Prioritäten.

Kk

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