Liebe: Das Gebet

Zu einem Pastor kam während der Corona-Krise ein Mann, der von ihm wissen wollte, wie man bete. Der Pastor empfahl ihm das „Vater-Unser“. Dieses Gebet lehrte auch Jesus seinen Jüngern, nachdem diese ihrem Herrn dieselbe Bitte vortragen hatten, wie der Mann dem Pastor.

Lukas 11,1: „1. Und es begab sich, dass er an einem Ort war und betete. Als er aufgehört hatte, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte. 2 Er aber sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: 1.Vater! Dein Name werde geheiligt. 2. Dein Reich komme. 3. Gib uns unser täglich Brot Tag für Tag. 4 und vergib uns unsre Sünden; denn auch wir vergeben jedem, der an uns schuldig wird. 5.Und führe uns nicht in Versuchung.

Jesus ist der Lehrer, die Jünger seine Schüler. Sie wollen von ihm lernen. Sie werden Zeugen seines Gebetes. Das Gebet ihres Meisters und Lehrers wollen sie nun auch lernen. Offenbar vermuten sie, dass die Vollmacht ihres Meisters, die sich in seinen Predigten und Heilungen zeigt, etwas mit seinem Beten zu tun haben müsse. Doch monotones Herunterplappern des Vater-Unser hilft nicht. Jeder sollte bewusst beten.

  1. Gott ist unser Vater: Nicht unsere leiblichen Eltern, noch die Gerichte des Staates sind unsere letzte Instanz. Den staatlichen Gesetzen haben wir untertan zu sein, solange sie christlichen Geboten nicht widersprechen. Diese Unterordnung fällt uns in Europa leicht, weil es christlich geprägt ist.
  2. Dein Reich komme: Das wollen momentan viele Menschen in Deutschland nach Umweltverschmutzung und Corona-Krise. Ja gewiss, wir leben nicht im Paradies aber wir sehnen uns nach einer Welt der Gerechtigkeit und Liebe.
  3. Das tägliche Brot: „Jo, gibs denn dös aah! Kaa Leberkaas u kaa Mas Bier?“ So könnte ein urwüchsiger Bayer auf diese Bitte reagieren. – Doch, aber  ist das alles nötig? Eigentlich reicht das Grundnahrungsmittel. Als Geträng wäre klares, reines Wasser auch genug. Mancher Afrikaner würde sich über Grundnahrungsmittel und reines Wasser sehr freuem, wenn er es denn hätte.
  4. Sündenvergebung: Oft höre ich die Bemerkung: „Ich habe doch keinen umgebracht!“ Doch könnte man im Straßenverkehr nicht einen anderen Autofahrer geschnitten haben, ohne darauf geachtet zu haben. Was ist, wenn dieser anschließend eine Hang hinuntergefahren ist und anschließend gestorben ist? Aber sie glauben fest daran, keine groben Sünden begangen zu haben und die kleinen würde Gott ihnen schon verzeihen. Den regelmäßigen Besuch des GD benötige ,man nicht. Doch durch das gehörte Wort der Predigt kommt erst die Sündenerkenntnis: Wer das Wort Gottes meidet, erkennt seine Sünden nicht und kann daher auch nicht ehrlich beten: „Vergib mir meine Schuld.“ –  Und er kann in der Regel auch dem nicht vergeben, der an ihm schuldig geworden ist. Daher erleben wir so viel Hass, Streit und Krieg!
  5. Und führe uns nicht in Versuchung: Viele Menschen beklagen sich mit Recht darüber , dass Kinder durch Erwachsene  verführt werden. Doch sie betrachten die Schuldigen mit Hochmut , als hätte ihnen solches auf keinen Fall passieren können. Ich behaupte: „Wenn der Teufel darf und will, dann kann er jeden Menschen zu Allem verleiten – wenn Gott es zulässt!“ Nur unseren Herr Jesus konnte er nicht verführen, weil der völlig unter der Leitung des Heiligen Geistes stand. Daher konnte ihn Satan nicht zur Sünde verleiten, weder in der Wüste noch später während seiner dreijährigen Wirkungszeit. Gott  durfte Christus in die Versuchung führen, da er wußte, dass Christus sie bestehen würde. Uns will der himmlisch Vaterer nicht in Versuchung führen, weil wir in allen mögliche Versuchungen nicht schuldlos bleiben würden – das würde selbst dem Papst nicht gelingen!  (01.06.20 Kk)

 

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