Liebe: Agape

Griechen verwendeten vier verschiedene Begriffe für „Liebe“

  1.  „AGAPE“ (αΥαπη) für die göttliche, reine und selbstlose Liebe,
  2. „Philia“ (ΦΙλΙα) für die kameradschaftliche Liebe unter Freunden und Verwandten,
  3. „Eros“ (Ερως )  für die erotische Liebe unter Liebespaaren und schließlich
  4. „Sex“ (Φυλο)  für den Zeugungsakt in der ehelichen Liebe.

Die Zehn Gebote

Im 20.Kapitel des zweiten Buches Mose sind uns die 10 Gebote überliefert worden.  Diese seien  hier noch einmal aufgelistet:
•1.Gebot: Ich bin dein Gott. Du sollst nicht andere Götter neben mir haben.
•2.Gebot:  Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen.
•3.Gebot:  Sechs Tage sollst du schaffen. Der siebte ist ein Ruhetag.
•4. Gebot:  Ehre Vater und Mutter, damit du lange lebest im Lande.
•5. Gebot:  Du sollst dich nicht vor anderen Götter niederwerfen.
•6. Du sollst nicht morden.
•7. Du sollst nicht Ehebrechen.
•8. Gebot: Du sollst nicht stehlen.
•9. Gebot: Du sollst kein falsches Zeugnis gegen deinen Nächsten aussagen.
•10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines nächsten Weib, Besitz und alles, was sein ist.

Die christliche Liebe

Man kann einzelne Gebote beachten und sie besonders herausstellen und mit vielen Kommentaren und erläuternden Zusatzgesetzen versehen. Doch das hilft wenig, wenn der Sinn der Gebotes nicht verstanden wird. In diesen Zusammenhang wird über Jesus in Mt 22,34-38 das Folgende berichtet: 34„Als aber die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. 35 Und einer von ihnen, ein Lehrer des Gesetzes, versuchte ihn und fragte: 36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? 37 Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5. Mose 6,5).38 Dies ist das höchste und erste Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18).Der oben erwähnte Lehrer des Gesetze will von Jesus erfahren, welche Anweisung  alle anderen Gebote übertrifft. Das Diagramm oben hat die 10 Gebote in einem Kreis angeordnet. Drei Menschen haben durch Sterne angedeutet, welches dieser Gebote sie für das wichtigste ansehen. Würde  man Passanten auf der Straße befragen, welches  von den Zehn Geboten sie für das  bedeutendste halten , dann ergäben sich wahrscheinlich ganz verschiedene  Antworten. Einer würde seinen Sterne hier, ein anderer dort positionieren. Doch alle Ergebnisse wären wohl falsch, weil in meiner obigen Auflistung  der Gebote  Jesu Formulierung des wichtigsten Gebotes überhaupt nicht vorkommt. Das erste Gebot  oben ist  zwar verwandt mit  Jesu  Hauptforderung  aber  mir  flößt es Furcht ein – das Wort „Liebe“ höre  ich dort nicht heraus.  Das vornehmste Gebot , das Jesus vorschlägt, sollte aber in dieser ersten Forderung  und  auch in allen  übrigen  präsent sein. Man kann es  aus allen anderen Geboten herauslesen, wenn man diese richtig  interpretiert. Das machte den Unterschied zwischen den Pharisäern und Jesus aus: Die Ersteren lehrten  die Gebote, aber nur Christus praktizierte sie richtig, weil er ihren Sinn verstand.  Wie ist das mit uns? Nehmen wir die Gebote, um sie anderen „um die Ohren zu schlagen“ oder sind wir bereit, sie so zu praktizieren, wie sie eigentlich gemeint sind. Der Herr Jesus helfe uns durch seinen guten Heiligen Geist zum richtigen Verständnis und zur rechten Praxis. Zum rechten Verständnis habe ich das Diagramm ergänzt:  Dabei sind nicht die blauen Sterne entscheidend, sondern die rote Sonne, welche das Wort  „Agape“ enthält, das die Griechen für die reine göttliche Liebe verwandten. So wie unsere kosmische Sonne alles Leben auf unserer Erde ermöglicht, so verleiht die Agape allen 10 Geboten Lebendigkeit und Kraft. Sie ist ein Geschenk Gottes, das unser geistliches Leben erst ermöglicht hat. Kk

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