Die meisten Menschen wünschen sich ein selbstbestimmtes Leben. Doch sie merken alsbald, dass ihren Möglichkeiten Grenzen gesetzt sind. Sie benötigen daher in vielen Lebenslagen Hilfen in körperlicher wie auch in geistlich-seelischer Hinsicht. Hier ist unser christlicher Glaube gefragt. Im folgenden Bericht hat er Früchte getragen.Es ging um eine verlorene Geldbörse, in der sich außer Geld auch noch recht wichtige Dokumente befanden wie Personalausweis, Kreditkarten, Personalausweis, Zulassungsbescheinigung für ein Auto, Impfausweis usw.

Die verlorene Geldbörse

Sonntag, den 19.07.21, vernahm ich von meinem Sohn die fatale Botschaft, er habe beim Spaziergang seine Geldbörse verloren. Er brauche sofort etwas Geld. Mit ihr seien verloren gegangen: Der Personalausweis, der Führerschein, der Fahrzeugschein und sämtliche Karten für den Zahlungsverkehr. Die Giroklarte habe er allerdings sperren lassen. Doch für die verlorenen Karten müsse er Ersatz beschaffen. Das erfordere einen enormen Aufwand an Zeit und Geld. Am 20.07.21 konnte ich wegen Malerarbeiten in meinem Hause nicht zu ihm kommen. Doch am Dienstag-morgen setzte ich mich in Herford in den Zug, welchen ich schon vor 50 Jahren als Student von Herford nach Münster gewählt hatte und seit dieser Zeit – soweit ich mich erinnere – nicht mehr.

Mit neuem Zug auf alter Strecke

Vieles hatte sich seitdem geändert. Das merkte ich bald, als ich unterwegs einem älteren Herrn meine Hilfe anbot, sein Fahrrad aus dem Abteil auf den Bahnsteig herunterzuheben. „Nein, dass könne er allein“, gab er mir zur Antwort. Ich wollte jedoch zur Stelle sein, falls Hilfe nötig sein sollte. Als jedoch der Zug in Warendorf hielt, sah ich, wie sich nach dem Öffnen der Wagon-Tür eine kleine „Brücke“ über die gleichhohen Böden von Wagon und Bahnsteig schob. „Oh, wie peinlich, jetzt bloß weg hier!“, dachte ich.
In Warendorf stieg eine Kindergruppe mit vielen erwachsenen Begleitpersonen ins Abteil ein. Es waren unter ihnen auch einige behinderte Jungs. Diese freuten sich außerordentlich über die schöne Bahnfahrt. Diese hatte auch noch nach 50 Jahren ihre besonderen Reize beibehalten. Die Gleise führten immer noch dicht neben der zu ihr parallel verlaufenden Straße her. Die Lok stieß immer noch in regelmäßigen Abständen Hup-Laute aus, um Fußgänger und Treckerfahrer davon abzuhalten, die Gleise zu überqueren. In Telgte stiegen die Kinder aus. Ein Junge wollte sich mit Abklatschen von mir verabschieden. Den Wunsch erfüllte ich ihm gern. Dann kam der Hauptbahnhof der Stadt Münster, Buslinie 12 und dann Linie 1, welche mich direkt zur Augenklinik brachten, dort wo mein Sohn schon auf mich wartete.

Der Spaziergang

Am 21.07.21 gegen 13.00 Uhr traf ich meinen Sohn David vor der Augenklinik auf der Domagkstraße 15. Wir unternahmen einen gemeinsamen Spaziergang durch die wunderbare neugeschaffenen Anlagen rund um das alte Schloss. Während wir uns langsam fortbewegten, schaute David immer wieder auf die grünen Randstreifen der Wanderwege. Als ich ihn nach den Grund des Verhaltens fragte, sagte er mir: „Hier habe ich schon gestern nach meinem Portemonnaie gesucht.“. Ich konnte mich kaum ungestört mit ihm unterhalten. Er war fast immer abgelenkt.
Als wir an einem uralten Friedhof vorbeikamen, der kurz hinter der Gräfte liegt, wurde mir das zu viel. Ich schlug ein gemeinsames Gebet vor, das etwa folgende Passage enthielt:„Lieber Heiland, Jesus Christus, mache bitte, dass jemand Davids Portemonnaie findet und es zum Fundbüro bringt. AMEN!“

Die Nachricht vom Fundbüro

Mein Sohn wirkte von da ab völlig verändert. Von der Geldbörse war gar nicht mehr die Rede. Wir kauften noch beim Discounter ein und aßen anschließend in aller Ruhe je eine Eisschale mit Obst leer. Hernach ging es zurück zur Augenklinik. Dort angekommen, baten wir den himmlischen Vater im Namen Jesu Christi um die Heilung der Augen meines lieben Sohnes David Daniel Krömker. Dann verabschiedete ich mich von meinem Sohn und eilte von der Domagkstraße durch die Stadt zum Bahnhof. Das dauerte fast eine Stunde. Meinen Zug nach Herford erreichte ich gerade noch pünktlich. Um 16,16 Uhr saß ich im Abteil, pünktlich um 16.17 Uhr fuhr der Zug in Richtung Bielefeld los. Kurz zuvor, um 16.12 Uhr, hat mein Handy geklingelt. Als ich im Abteil Platz genommen hatte, schaute ich nach und las die folgende Botschaft, welche mein Sohn mir kurz zuvor geschickt hatte.
„Guten Tag Herr K., Ihr Portemonnaie liegt mir als Fundsache vor. Bitte melden Sie sich morgen bis 16.00 Uhr unter 02512754431 (Herr HETKAMP), damit wir einen Abholtermin vereinbaren können. Freundliche Grüße, POLIZEI MÜNSTER, Friesenring 43, 48147 Münster.“
Dieses schreibe ich nicht, um anzugeben! Viele meiner Gebete wurden nicht so erhört, wie ich es wollte. Mitunter hielt mein himmlischer Vater eine Lösung bereit, die besser war als jene, welche ich ihm vorgeschlagen hatte. Das merkte ich aber erst später. – Dennoch dürfen wir ihm gegenüber konkrete persönliche Wünsche äußern, so wie es ja auch kleine Kinder gegenüber ihren Eltern praktizieren. Die Kinder wissen, dass sie gehört werden, auch dann, wenn Papa nicht so reagiert, wie sie es sich gewünscht haben. Ganz ähnlich ist es beim himmlischen Vater. Keine Bitte ist vergeblich! Wird sie erfüllt, dann dürfen wir uns vom Herzen freuen. – Das Danken sollten wir jedoch bitte nicht vergessen und dazu gehören NICHT NUR WORTE!

21.07.2021 Kk

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