Das Beitragsbild zeigt einen Bach kurz nach seiner Entstehung.Dieser wird durch Zuflüsse breiter werden. Sein Wasser wird Mühlen oder sogar Turbinen antreiben. Schließlich mündet es im Meer. Dort verdunstet es und fällt als Regen wieder aufs Land und bildet dort wieder Bäche. Dieser Wasserkreislauf kann als Bild für den Kreislauf des menschlichen Lebens angesehen werden – auch wenn dieses nicht verdunstet und Babies nicht vom Himmel fallen – lol!

Ein einsamer Mann

Ein Mann verlor im hohen Alter sein Eheweib, mit dem er über 50 Jahre lang verheiratet war. Keines seiner Kinder wollte zu ihm ziehen. Alle lebten in eigenen Familien mit eigenen Häusern. Im seinem großen Hause lebte der alte Mann nun allein. In dieser Situation unterbreitete ein Nachbar ihm etwa folgenden Vorschlag: „Ich möchte dein Haus samt Garten kaufen. Du darfst jedoch in deinem Hause weiterhin wohnen bleiben.“ Dafür bot ihm der Nachbar einen günstigen Kaufpreis an. Als ich den Mann fragte, was er mit dem Gelde anfangen wolle, da sprach er von einer Weltreise. Eine Neuvermählung hielt er ebenfalls für möglich. Der Herr war über 80 Jahre alt und kränklich. Mit seinem bleichen und fahlen Gesicht schaute er mich an. Die Wangen waren eingefallen, die Schultern von körperlicher Arbeit verzogen, die Hände bleich, voller Altersflecken und blauen Adern. Er tat mir in meiner Seele leid. – Bevor ich mich vom ihm verabschiedete, beteten wir noch miteinander.

Eine einsame Frau

Da gab es ein kinderloses Ehepaar, von dem die Frau nach dem Tode ihres Mannes allein geblieben war. Sie verkaufte ihr Haus, das sie zusammen mit ihrer Schwester von ihrem Vater geerbt hatte, ohne zuvor eine Verzichtserklärung von ihrer Schwester eingeholt zu haben. Die Familie, welche sie pflegen wollte, trat nicht in Erscheinung. Die arme alte Frau sah man in ihren letzten Tagen noch in ihrer Haustür sitzen. Dort saß sie völlig allein gelassen. Doch schließlich verließ sie ihr Haus unter Zuhilfenahme eines Rollators, um das Geld von der Bank zu holen, welches sie für Haus und Grundstück erhalten hatte. Leider verstarb sie kurze Zeit darauf.

Kommentar der Bibel

Ein Psalm. Von Asaf. Verse 1- 19: „Tatsächlich, Gott ist Israel gut, denen, die reinen Herzens sind. 2 Ich aber – fast wären meine Füße ausgeglitten, beinahe hätten gewankt meine Schritte. 3 Denn ich beneidete die Übermütigen, als ich das Wohlergehen der Gottlosen sah. 4 Denn keine Qualen ⟨haben sie bei⟩ ihrem Tod, und wohlgenährt ist ihr Leib. 5 In der Mühsal der Menschheit sind sie nicht, und sie werden nicht wie die ⟨anderen⟩ Menschen geplagt. 6 Deshalb umgibt sie Hochmut wie ein Halsgeschmeide, Gewalttat umhüllt sie wie ein Gewand. 7 Es tritt aus dem Fett heraus ihr Auge; sie fahren daher in den Einbildungen des Herzens. 8 Sie höhnen und reden in Bosheit Bedrückendes, von oben herab reden sie. 9 Sie setzen in den Himmel ihren Mund, und ihre Zunge ergeht sich auf der Erde. 10 Deshalb wendet sich hierher sein Volk, denn Wasser in Fülle wird bei ihnen geschlürft. 11 Ja, sie sprechen: Wie sollte Gott es wissen? Gibt es ein Wissen beim Höchsten? 12 Siehe, dies sind Gottlose und, immer sorglos, erwerben sie sich Vermögen. 13 Umsonst habe ich mein Herz reingehalten und in Unschuld gewaschen meine Hände; 14, doch ich wurde geplagt den ganzen Tag, meine Züchtigung ist jeden Morgen da. 15 Wenn ich gesagt hätte: Ich will ebenso reden, siehe, so hätte ich treulos gehandelt an dem Geschlecht deiner Söhne. 16 Da dachte ich nach, um dies zu begreifen. Eine Mühe war es in meinen Augen, bis ich hineinging in das Heiligtum Gottes. 17 Bedenken will ich ⟨dort⟩ ihr Ende. 18 In der Tat: Auf schlüpfrige ⟨Wege⟩ stellst du sie, du lässt sie in Täuschungen fallen. 19 Wie sind sie so plötzlich zum Entsetzen geworden! Sie haben ein Ende gefunden, sind umgekommen in Schrecken.“ (Elberfelder Übersetzung)

Wie lässt sich ein schreckliches Lebensende vermeiden?

Staat und Kirche ermöglichen uns, einen würdigen Lebensabschluss zu finden. In Deutschland sind ihre Altenheime optimal geführt. Wir haben es nicht nötig, unsere Häuser irgendeinem Grundstückshai zu opfern, welcher uns Pflege verspricht, die er gar nicht leisten kann.
Fast jeder von uns möchte selbstbestimmend leben, auch im hohen Alter. In der Regel wird das jedoch nicht möglich sein. Wenn unsere Kräfte nachlassen, dann werden wir die Instandhaltung von Haus und Hof nicht mehr gewährleisten können. Es kann sogar sein, dass wir eines Tages nicht mehr in der Lage sein werden, unsere eigene Körperpflege durchzuführen. Sollten unsere Kinder nicht gewillt sein oder nicht in der Lage sein, uns zu pflegen, so dürfen wir die Pflege der Altenheime in Anspruch nehmen. Am liebsten würden wir von unseren leiblichen Kindern im hohen Alter betreut werden. Doch das ist nicht immer möglich. Dennoch kann ein liebevolles Verhältnis zw Jung und Alt bestehen, in dem jede Generation auf die andere Rücksicht nimmt und sie nicht vergisst. Der christliche Glaube vermittelt uns dazu Kraft und Weisheit.

03.06.2021 Kk

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