Wer lange im Ausland gelebt hat, der sehnt sich nach Jahren oftmals zurück in die Heimat, wo seine Wiege stand. Doch wenn er alt geworden ist, dann verspürt er eine Sehnsucht nach einer besseren Welt, ganz gleich wo er sich auf dieser Erde befindet: Sehnsucht nach der irdischen Heimat, Sehnsucht nach der himmlischen Heimat …

Sehnsucht nach der irdischen Heimat

In der Fremde, in der Ferne,
treibt es mich zurück zu Dir.
Sehe Deiner Türme Schwere
im Traume wachen über mir.

Fern der Heimat und der Lieben
erlebe ich den kalten Wind,
der mich hat vorangetrieben
wie ein vaterloses Kind.

Bald erspäh‘ ich deine Mauern,
die der Häuser Meer umgibt.
Mich erfasst ein leises Schauern,
ob mein Liebstes mir noch blieb!

Sehnsucht nach der himmlischen Heimat

Wo Missgunst nicht mehr trägt
das Netz, das die Hoffnung fängt.
Wo böser Leumund nicht mehr gräbt
den Sumpf, der das Glück ertränkt.
Dort will ich sein und ewig bleiben!

Wo man Moral und Religion
nicht gebraucht zum Schaden.
Wo das Zepter und der Thron
uns alle in der Liebe tragen,
will ich sein und ewig bleiben!

Wo man den hohen Lobpreis
unserem Gotte singt,
der für das erlittene Leid
uns den Trost jetzt bringt,
dort will ich sein und ewig bleiben!

Da möchte ich hin und ewig bleiben
nach der bösen Zeit.
Nichts soll mich von dort vertreiben
aus der Ewigkeit.
Doch müssen wir noch hier verweilen.

5.12.2007 Kk

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