Wir alle sehnen uns nach Stille und Geborgenheit, besonders dann, wenn wir anstrengende Arbeitswochen hinter uns haben. Doch nicht immer gelingt es uns, in Ruhephasen einzutreten. Mitunter geht es uns wie einem Uhrwerk, das aufgezogen ist und dessen Zeiger immer im Kreise läuft. Auch unser Geist und unser Herz müssen lebenslang aktiv sein, doch nicht wie bei der Uhr. Beim Menschen dürfen sich aktive Zeiten mit Ruhephasen abwechseln. Nach einer anstrengenen Woche folge ein geruhsames WE und nach einem bewegten Tag eine stille Nacht.

Stille in Gott

Konnte Stille nicht ertragen,
mußte rasen, immer fragen,
von einem Fest zum andern
jagen, laufen oder wandern.

Doch bleib im Alter stets bei mir!
Auch ich will bleiben stets in Dir!
In deinem Schoße will ich ruhen
und absolut nun gar nichts tun!

Selbst wenn ich fleißig schaffe,
dabei die Kraft zusammen raffe,
so sei mir nahe in dieser Zeit
durch unendlichen Geborgenheit!

23.06.2008 Kk

Stille am Grabe

Die Sonne tief am Himmel stand,
als der Tag sich neigt,
und der weiße Nebel zeigt
sich am Waldesrand.

Jetzt hörte man das leise Weinen
bis ins Tal hinab,
dort am frischem Grab
wo die Lebensglocken schweigen!

Haben jene auch daran gedacht,
die dort am Grabe stehen,
wenn sie selber einmal gehen,
ob sie mit Gott ihr Testament gemacht?

21.11.11 Kk

In Gott geborgen

Alles was ich habe,
das habe ich von Dir.
Und alle meine Gaben,
die gabst Du mir!

Darum halte ich nicht fest
und will um gar nichts ringen,
weil Du in meinen Händen lässt,
was mir das Heil wird bringen.

So kann auch keine Not entstehen,
wenn man mir manches nimmt,
denn es wird mir mitgegeben,
was Du für mich bestimmt!

05.09.2010 Kk

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