Auf Jahrmärkten verdienen sich sogenannte „Hellseher“ Geld mit der angeblichen Fähigkeit, die Zukunft eines Menschen vorauszusagen. Sie bemühen dazu die Sterne des Himmels. Im Mittelalter waren sie recht bekannt. Doch auch heute im aufgeklärten Zeitalter stößt man in Tageszeitungen auf sog „Horoskope“. Doch die Zukunft bleibt ihnen auch heute noch verschlossen. Begebenheiten der Vergangenheit allerdings können sie kennen, falls Zeitzeugen sie ihnen berichtet haben. Die Vergangenheit interessiert auch heute noch. Einige Mitbürger sind allerdings mit dem nicht zufrieden, was Zeitungen, Nachrichten aus Fernsehen und Internet ihnen vermitteln.

Neugierige

Es gibt jedoch auch Neugierige, welche Leute aus ihrem Bekanntenkreis durch W-Fragen nerven, wie z.B.: Wo bist du gewesen? Was hast du gemacht? Wie und durch wen hast du das erfahren? … usw. Durch die Weitergabe dieser sogenannten „Stillen Post“ kommt es mitunter zu horrenden Geschichten, deren Wahrheitsgehalt zu wünschen übriglässt. Ein Christ sollte sich daran nicht beteiligen. Es ist z.B. nicht sehr hilfreich, zu bemerken: “Beim letzten GD habe ich dich nicht in der Kirche gesehen.“ Oder: „Wo warst du letzten Sonntagmorgen.“ Solche Äußerungen können einen demütigenden Aspekt enthalten. Der Adressat verspürt keine Anteilnahme sondern allenfalls eine versteckte Rüge oder einen Hilferuf. Ist man das Opfer solcher Befragungen, dann ist es empfehlenswert nachzufassen: „Warum möchtest du dieses wissen?“ Ist die Antwort z.B. „Nur so!“ Dann war es die reine Neugierde, welche den „Kommissar ohne Ausweis“ zu dieser Recherche trieb. Solchen Menschen sollte ein Christ aus dem Wege gehen.

Geistesgabe damals

Joh 1,45-49: „Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose in dem Gesetz geschrieben und die Propheten, Jesus, den Sohn des Josef, von Nazareth. Und Nathanael sprach zu ihm: Aus Nazareth kann etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh! Jesus sah den Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem kein Trug ist! Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich. Nathanael antwortete und sprach: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels.“ – Das ist eine unglaubliche Geschichte für alle Außenstehende, denn in dieser Geschichte wird dem Herrn nichts über Nathanaels Aufenthalt unter dem Feigenbaum berichtet – auch nicht von Philippus.

Zwei Weiden aus einem Stamm

Geistesgaben heute

Mir ist ein gläubiger Mann bekannt, der mir das Folgende erzählte: In einem Traum sah er eine alte Frau in einer seelischen Not, die ihm sehr bedrohlich erschien. Dabei sah er eine Hausschelle an einer Eingangstür mit Namen und Hausnummer. Dazu erblickte er einen Straßennamen. Er suchte diese Wohnung auf und fand in ihr eine Frau vor, die unter einer großer seelischen Not litt. Durch Zuspruch und Gebet konnte er ihr helfen.- Also auch heute noch existiert die Fähigkeit, welche unser Herr dem Nathanael demonstrierte. Solche Geistesgaben dienen dazu, Menschen aus ihrer Not zu befreien und sie von der erlösenden Kraft des christlichen Evangeliums zu überzeugen.

18.08.2021 Kk

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