Die biblische Apokalypse wird in der Offenbarung im achten Kapitel beschrieben.Einer meiner ehemaligen Religionslehrer bezeichnete diese Offenbarung etwas abschätzig als „Visionen eines alten Mannes“. Er hatte damit nicht ganz Unrecht, denn der Verfasser war der jüngste Zeitzeuge Jesu, welcher im hohen Alter von den damals noch heidnischen Römern auf die Mittelmeerinsel Patmos verband worden war. Er hieß Johannes. Von Patmos aus sandte er Briefe an die kleinen, unter Verfolgung leidenden Gemeinden Kleinasiens.

Die Offenbarung des Johannes

Ganz wenige Pastoren wagen es, die Offenbarung dieses Johannes auszulegen. Wenn sie es tun, beschränken sie sich im Allgemeinen auf die sieben Sendschreiben an die damals noch existierenden christlichen Gemeinden, welche in der heutigen Türkei lagen. Die Kapitel, die den Sendschreiben folgen, nennen wir Apokalypse. Ihnen gehen Pastoren, Bischöfe und auch Kardinäle zumeist aus dem Wege, wenn sie ihre Predigten für den Sonntagmorgen vorbereiten. Die sogenannten Bibelforscher allerdings waren vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg von der Apokalypse geradezu begeistert. Sie glaubten, ihr den Termin für die Wiederkunft unseres Herrn entnehmen zu können. 1975 war ihr letztes Datum, an dem ihrer Voraussicht nach Christus als Herrscher und Richter der Welt erscheinen würde. – Vorsicht ist also geboten, wenn man sich mit der Offenbarung des Johannes befasst. Es gibt jedoch Institutionen, die sich seit „eh und je“ mit Begeisterung für sie interessieren. Das ist einmal die Filmindustrie und zum anderen die Dichtung. Sie erzeugen beide mit Vorliebe apokalyptische Zehnarien. Aber auch Naturforscher finden in der Apokalypse Ereignisse, die ihnen bekannt sein dürften unter den Namen: Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Einschläge von Kometen. Man denke nur an die Einschläge, welche in grauer Vorzeit die Erdoberfläche trafen. Könnten sie uns in Zukunft erneut Schwierigkeiten bereiten? Schließlich flog vor gar nicht so langer Zeit ein Komet sehr nahe an unserer Erde vorbei.

Vergangenheit wird Zukunft

Offenbarung 9,1 – 21: Die ersten vier Engel haben durch Posaunen die Startzeichen für die ersten vier Naturkatastrophen gegeben. Was dann folgen wird, das beschreit ein Adler am Himmel: „13 Ich blickte auf und bemerkte einen Adler, der hoch oben am Himmel flog und laut schrie: »Wehe! Wehe euch Menschen auf der Erde! Bald werden die drei anderen Engel ihre Posaune blasen. Wehe euch! Dann wird Furchtbares geschehen!“
Ein ganz schlimmes Ereignis kündigt Johannes in der folgenden Vision an. Im Vers 21 heißt es:„Ja, die Menschen kehrten nicht um. Sie hörten nicht auf, einander umzubringen, Zauberei zu treiben, sexuell unmoralisch zu leben und einander zu bestehlen.“ Offenbar werden sich die meisten Menschen nicht ändern – trotz Naturkatastrophen und Epidemien. Jedoch werden sie erfahren, dass jede Abweichung von der Moral der 10 Gebote, von der sie reuelos nicht lassen wollen, ihnen schaden wird.

Die Frau und der Drache

Das 12. Kapitel der Offenbarung mutet uns modernen Menschen allerhand zu. Die Frau mit dem Kinde könnte ich noch als Maria deuten, welche Jesus unter ihrem Herzen trug. Aber der Drache als Teufel? Nun, Flugsaurier, die hier als Drachen bezeichnet werden, hat es offenbar gegeben. Sie müssen in der Volkseele als bedrohliche Feinde tiefe Spuren hinterlassen haben. Entsprechendes gilt für die Schlangen. So ist es zu erklären, warum diese Tiere zu Symbolen für das Böse wurden. Hier ist mit dem Drachen der Teufel gemeint. Im Buch Hiob fungiert er noch als Ankläger gegen den frommen Hiob. Jetzt wird er des Himmels verwiesen. Das Buch „Hiob“ wie auch der „Prolog im Himmel“, so wie ihn Johann Wolfgang von Goethe in seinem Buch über „DR. Faust“ erdichtet hat, werden nun nicht mehr aktuell sein.

Schlussworte

Wer zum ersten Male die Bibel lesen möchte, der sollte sie nicht von hinten nach vorne lesen. Ein mir Bekannter, der das offenbar versucht hatte, gestand mir, er wäre beim Lesen der Bibel fast verrückt geworden. Daher wolle er vom christlichen Glauben gar nichts mehr wissen.
Aber auch die Begegnung mit den ersten Kapiteln der Heiligen Schrift kam für einen modernen Menschen als schockierend erlebt werden. In der Schule wird ihm womöglich noch immer gelehrt werden, der Mensch habe sich ganz zufällig durch Mutation und Auslese aus dem Tiereich herausentwickelt. Die ersten Kapitel der Bibel handeln jedoch von Adam und Eva, welche der Schöpfergott geschaffen hat – wie auch immer. Wegen all dieser Schwierigkeiten hatte mir ein Freund vor etwa 30 Jahren prophezeihen wollen, dass es im dritten Jahrtausend n.Chr.n. keine Christen mehr geben könne. Mittlerweile ist er widerlegt worden.

17.02.2021 Kk

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