Das Christentum

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Inhaltsverzeichnis:

  1. Einzigartigkeit

  2. Zeitgemäßes Christentum

  3. Gefahren für das Christentum

  4. Positive Wirkungen des Christentums

  5. Gemeinsamkeiten der Weltreligionen

  6. Quellen

Einzigartigkeit:

Worin besteht nun die Einzigartigkeit des Christentums gegenüber anderen Religionen ?
Antwort: Ein Mensch, Jesus Christus, ist der Erlöser von Verfehlungen und ihren Folgen. Durch ihn erhält der Mensch Zugang zur Vollkommenheit und zum ewigen Leben in Gottes Nähe.
Der Christ braucht zunächst nur an diese Tatsache zu glauben. Durch diesen Glauben und die Taufe erhält er den Heiligen Geist, der sein Leben verändert. Die Führung durch den guten Geist Gottes setzt allerdings immer das Einverständnis des Trägers voraus. Gott zwingt niemand eine Entscheidung auf.
Der Christ kann zwar ohne den Geist Gottes Leistungen hervorbringen aber keine Leistung, durch die er seine Erlösung bewirken könnte. Den Glauben und den Geist erhält er als Geschenk.
Moralische Forderungen werden zwar erhoben, aber ihre Erfüllung werden nicht dem Menschen als eigene Leistung zugerechnet, sondern dem Heiligen Geist als dessen Früchte (1.Korinther 13).
Der Heilige Geist versucht den Menschen durch ständiges Bekennen seiner Verfehlungen vor Gott und durch das Erbeten der Vergebung dazu zu bringen, diesen Geist bei sich zu bewahren, damit dieser ihn vor Sünden schützen kann und ihm die Kraft geben kann, durch Geistesgaben (1.Korintherbrief 12) andere Menschen näher zu Gott zu bringen. Der Mensch braucht zu dieser Führung nur "Ja" zu sagen. Das ist nach der Bibel keine Leistung des Menschen. In Philipper 2;13 heißt es nämlich: "Denn Gott ist es, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen."
Diese ausschließliche Vermittlerstellung eines göttlichen Menschen ist anderen Religionen völlig fremd. Wenn auch Hinduismus und Buddhismus Inkarnationen von Göttern kennen, so treten diese aber keinesfalls als Sühner von Sünden auf, indem sie stellvertretend für diese leiden. Jeder muß sein eigenes Heil bewirken, entweder durch gute Taten oder durch meditative Leistungen.
In anderen Religionen ist es ähnlich: Der Jude hat seine Gesetze zu erfüllen. Der Moslem hat die fünf Säulen zu beachten. Immer wird an das Selbst der Gläubigen appelliert und von ihm das Erreichen des Heils erwartet.
Hinter dem Christentum auf der einen Seite und den anderen Religionen auf der anderen stehen zwei ganz verschiedene Menschenbilder: Im Christentum ist der Mensch durch seine Sünde völlig unfähig, seine Errettung auch nur ansatzweise zu bewirken - in allen anderen Religionen hält man ihn noch für so gut, dass er selbst durch gute Taten zum eigenen Heil mitwirken kann.
Aufgrund diese Unterschiede kann es keinen Synkretismus zwischen Christentum und irgendeiner anderen Religion geben. Jesu Worte bestätigen das:" Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater , denn durch mich." (Johannesevangelium 14, Vers 6 )
In dieser Weise ist das Christentum einzigartig.

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Zeitgemäßes Christentum:

Christentum in der Zeit seiner Entstehung: Christus war ein Jude, der in der Zeit des späten Judentums gelebt und gewirkt hat. Er übernahm die Tradition seiner Zeit, soweit er diese als gerecht ansah und brach mit ihren Auswüchsen.Doch traditionelle Äußerlichkeiten übernahm er: Kleidung, Feste, Sprache, Umgang und Sitten, und zwar soweit, wie es die Kommunikation mit den Menschen seiner Zeit erforderte. Darin sollte er den heutigen Christen ein Vorbild sein.
Christentum in nichtjüdischen Kulturen: Ein junger Missionar erzählte in einer deutschen christlichen Gemeinde folgende Geschichte: Er versuchte einem afrikanischem Stamm das NT nahe zubringen. Dabei bekam er Schwierigkeiten mit dem Wort Jesu: "Ich stehe vor der Herzenstür und klopfe an, ..." Später erfuhr er, dass nur Diebe anklopfen, Besucher rufen in etwa 100 m Entfernung. Nach Überarbeitung der Schriftstelle, war der Stamm bereit, das christliche Evangelium anzunehmen. So haben wir immer die frohe Botschaft der Sprache und der Kultur der Völker anzupassen. Gott hat das schon vor uns getan.
Der ostgotische Missionar Wulfila beschrieb in seiner Bibelübersetzung, den Heliand, Jesus Christus als Herzog, der tapfer vor seinen Mannen her zog. Wulfila meinte offenbar, dass er nur so seine Stammesgenossen für den neuen Glauben begeistern könnte. Erst später lernten diese, dass mitunter Gewaltlosigkeit und Nachsicht schneller zum Ziel führen als Gewaltanwendung. Sie legten Blutrache und Unversöhnlichkeit ab, empfingen Vergebung ihrer eigenen Verfehlungen und gestanden diese auch ihren Feinden zu. Dadurch wurden sie Träger einer höheren Kultur.
Schon früh lernten Christen, sich fremden Kulturen anzupassen, ohne die Kernsubstanz ihres Glaubens aufzugeben. So wurde Christus in der griechisch-römischen Kultur nicht als jüdischer Messias gepredigt, sondern als "Sohn Gottes" - eine typisch griechische Vorstellung.
Auch heute sollten wir Christus zeitgemäß lehren, ohne den Kern der christlichen Lehre aufzugeben. Dazu muß der Heilige Geist die strengen Formen christlicher Orthodoxie aufbrechen und die lebendige, immer zeitgemäße christliche Botschaft in ein angemessenes, attraktives Gewand kleiden.
Der Glaube in der mythologische Zeit: Als die ersten Bücher des AT geschrieben wurden, gab es noch keine Naturwissenschaft wie im heutigen Sinne. Die Völker erklärten die Schöpfung in sog. Mythen. Die Germanen glaubten z. B., die Welt sei aus Eis entstanden, andere wähnten, sie sei aus dem Körper eines urtümlichen Ungeheuers hervorgegangen.
Auch die Boten des jüdischen Schöpfergottes Jahwe predigten in Mythen, denn das war die Sprache ihrer Zeit. Daher kann man die Schöpfungsberichte der Bibel im AT nicht einfach als "Lüge" abtun. Sie berichteten hingegen das Wesentliche und das Richtige in einer damals verständlichen und zeitgemäßen Art und Weise.
Die Weltanschauung zur Zeit Jesu: Zur Zeit Jesu beruhten die astronomischen Erkenntnisse auf den Ansichten der griechischen Naturforscher. Aristarch von Samos hat die Erde zwar als Kugel angesehen, welche der Sonne untergeordnet sei, hatte sich aber mit seiner Meinung nicht durchsetzen können. Stattdessen herrschte die Meinung, die Erde sei eine Scheibe und stehe im Mittelpunkt des Universums. In seinem "Almagest" hat 140 n. Chr. Claudius Ptolomäus diese Weltsicht niedergeschrieben. Das war die Zeit, in der das NT entstand. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Bibel diese Weltanschauung zugrunde liegt.
Unzeitgemäßes Christentum: Heute wird in vielen Gemeinden Christentum unzeitgemäß gepredigt und praktiziert. Z. B. in folgenden Punkten:
a) "Seid fruchtbar und mehret Euch" steht im AT. Viele Prediger scheinen sich noch heute an dieses Wort zu halten, was man an der Anzahl ihrer Kinder erkennen kann. Sie verkennen aber, dass dieses Wort den Menschen zu einer Zeit galt, als die Erde noch weitgehend menschenleer war.
b) Der Zehnte des Nettoeinkommens für die Gemeinde: Der Zehnte wurde dem Volk Israel verordnet, als dieses noch einen Priesterstaat bildete, der wie jeder andere Staat auch, nur von steuerähnlichen Einnahmen existieren konnte. Wenn die Pharisäer zur Zeit Jesu noch die Praxis des Zehnten beibehielten, so war das ihre Privatangelegenheit - Jesu Lob haben sie dafür keinesfalls erhalten.

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Gefahren für das Christentum:

Gefahr von Außen:
Die Christengemeinde ist vergleichbar einem Boot, das auf dem Völkermeer schwimmt. Bei einem Boot besteht immer die Gefahr, das Wasser von Außen ins Boot eindringt. So auch beim geistigen Kirchenschiff: die Untugenden der sog "Karteileichen" dringen ein: Hochmut, Rücksichtlosigkeit, Betrug und Unzucht suchen Einlaß in der Kirche. Zum Teil entstehen sie auch in der Kirchengemeinde selbst.
Das aufmerksame Hören der Wortes Gottes und sein Befolgung mit Hilfe des geschenkten Geistes Gottes kann uns davor bewahren. Die Buße nach ungewollten Verfehlungen reinigt uns wieder. Das Wort Gottes reinigt und heiligt, wenn es ernst genommen wird.
Allianz zwischen Thron und Altar:
Bis zum dritten nachchristlichen Jahrhundert waren Christentum und Staatsgewalt im Römerreich getrennt. Die weltliche Macht lag in den Händen Roms, das noch heidnisch war. Doch Christen begannen als Soldaten im römischen Heer zu dienen und im Jahre 312 besiegte eine christliche Elitetruppe unter dem römischen Imperator Konstantin den heidnischen Mitkaiser Maxentius. Kurze Zeit später wurde das Christentum sogar Staatsreligion und verfolgte die Menschen anderen Glaubens. Eine entscheidende Anpassung an weltliche Machtstrukturen unternahm die Kirche im 3.Jahrhundert, als sie die Säuglingstaufe einführte. So wie ein Neugeborener durch seine Geburt automatisch Staatsbürger wird, so wird er jetzt durch die Taufe automatisch Mitglied der Kirche. Die Kirche wurde dadurch politisch sehr mächtig, da solche 'Christen' der Kirche in der Regel auch dann erhalten bleiben, wenn sie den regelmäßigen Gottesdiensten fernbleiben.
Seit damals hat der christliche Glaube eine verhängnisvolle Allianz mit der Staatsgewalt geschlossen. Man spricht vom Bund zwischen Thron und Altar. Der christliche Einfluss hat den Staaten zwar geholfen, humaner zu werden, der staatliche Schutz der Kirche hat diese aber zu Macht und Ansehen verholfen - und da beides korrumpiert - auch zu Mißständen und unglaublichen Verbrechen verleitet.
Die Würdenträger Kirche wurde ihrem Begründer Jesus von Nazareth immer unähnlicher. Christi Macht bestand in seinem gewaltigen Worten und seinen übernatürlichen Kräften. Beides ging der Kirche immer mehr verloren, je reicher und mächtiger sie wurde.
Im 10.Jahrhundert belehnte der deutsche König und spätere Kaiser Otto I. die Bischöfe mit Fürstentümern, in denen diese unumschränkte Herrscher waren. Die Bischöfe von Trier, Köln und Mainz wählten zwischen 1336 und 1555 zusammen mit vier weltlichen Fürsten den deutschen Kaiser. Einige Kaiser (z.B. Heinrich IV.) übergaben diese geistigen Lehen Gefolgsleuten, die mit dem Schwert besser umgehen konnten als mit der Bibel. Wölfe schlichen sich in das Schafsfell der Diener Christi. Der religiöse Niedergang der Kirche schritt unaufhaltsam fort, bis die Reformation begann, ihn zu stoppen.
Das Sammeln von Schätzen:
Die Kirche hat bis ins frühe Mittelalter um 1200 einen starken Glauben verbreitet. Das veranlasste reiche Bauern und Adlige, die um ihr Seelenheil bangten, Klöster mit Ländereien und Wäldern zu beschenken. Aus vielen Äbten wurden reiche Landesherren. Die Bischöfen in den Ländern des christlichen Abendlandes bauten prächtige Kirchen und Dome, in denen sie unvorstellbare Kunstschätze schufen.Durch die Pippinsche Schenkung im 8.Jahrhundert waren die Päpste in Rom selbst Landesherren geworden. Seitdem lebten sie auch wie diese.1506 plante Julius II. einen Neubau der Peterskirche und schrieb dafür einen Ablass aus. Leo X erneuerte ihn und Ablassprediger trieben das nötige Geld ein. Dieses führte in Deutschland zur Reformation.Die Gotteshäuser, welche in einer Zeit gebaut wurden, in der die Mehrheit der Bevölkerung in Armut lebte, verschlangen Unsummen von Geld. Der Unterhalt dieser Repräsentationsbauten kostet heute noch den Kirchen und den Staaten Milliarden. Dabei wären Zweckbauten als Versammlungshäuser sinnvoller gewesen. Sie fehlten damals wie heute in den Missionsgebieten.
Im Übrigen geht es in erster Linie immer um den Menschen. Die Heilige Schrift belehrt uns nämlich, dass die Gläubigen den wahren Tempel Gottes bilden. (Matth.26;61- Jesus als Tempel; 1.Kor.3;16+17 - die Gläubigen als Tempel - 2.Kor.6
Der Zehnte:
Kleine christliche Gemeinden, die nicht wie die großen Kirchen Steuern einziehen können und nur auf die Almosen ihrer Mitglieder angewesen sind, zitieren gern aus dem AT Fluch und Segen des Zehnten, wobei sie in der Regel den Zehnten des Netto - oder gar des Bruttogehaltes meinen. Solange dieser Zehnte vom Geber freiwillig und geheim abgeliefert wird, ist es ja in Ordnung. Irritationen treten dort auf, wo von den Verantwortlichen der Gemeinde mit Hilfe der Autorität der Schrift versucht wird, den Zehnten einzutreiben. Dabei geht man dann ganz historisch unkritisch vor. Man verschweigt, dass der Zehnte im damaligen Judentum die einzige Abgabe an den Priesterstaat war. Die Leviten brachten mit Hilfe dieser Einnahmen die von Gott geforderten Tieropfer dar. Ebenso war der Zehnte im christlichen Mittelalter die Steuer an den Landesherrn, der dafür u.a. Kirchen und Prediger finanzierte. Da wir heute etwa die Hälfte unseres Einkommens für direkte und indirekte Steuern aufwenden müssen, sollten Prediger den heutigen Christen etwas zeitgemäßer begegnen und nicht mehr den Zehnten der monatlichen Einkünften verlangen. Schließlich schlachten wir ja auch keine Schafe mehr.

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Positive Wirkungen des Christentums:

Bekehrung der Germanen:
Die germanischen Stämme wurden erst dann zu Kulturträgern, als sie das Christentum annahmen. Das geschah bei den Goten um 400 nach Chr. und bei den Franken gegen 500 n, Chr. Die einzigartige "Karriere" dieses letzten Stammes, der alle anderen Germanen unterwarf, führte zu den Kaiserreichen des christlichen Abendlandes.
Die Besiedlung Amerikas:
Bei der Besiedlung der englischen Kolonien in Nordamerika spielten die protestantischen Christen eine entscheidende Rolle. Auch hier wurde die reformatorische Freiheit in zwei Richtungen genutzt: Auf der einen Seite religiöse Ergebenheit - auf der anderen Kriminalität. Doch nicht die Gesetzlosen des wilden Westens haben die USA groß werden lassen, sondern der Glaube der christlichen Pioniere. Er wurde belohnt mit Innovation auf allen Gebieten. Hier fuhr das erste Auto, hier flog das erste Flugzeug. Glühbirne, Telefon, Computer, sie alle kamen von hier. Den Rest steuerte das christliche Westeuropa bei.
Die Japaner imitierten, leider übernahmen sie nicht unseren Glauben, der sie zu mehr Selbständigkeit hätte befähigen können.
China und Indien gehen heute prinzipiell denselben Weg, den Japan vor Jahrzehnten einschlug. Sie kopieren die Erfindungen des Westens. Während die Japaner noch mit Kameras in den deutschen Fabriken umhereilten, um moderne Maschinen zwecks Nachbau abzulichten, bedienen sich die Chinesen heutzutage der Internetspionage, um dasselbe Ziel zu erreichen.
Vielleicht schenkt Gott allen drei Völkern - Japan,Indien und China - eines Tages die Einsicht, dass das Christentum als Ursache des Wohlstandes einen höheren Wert besitzt als der industrielle Fortschritt, den es bewirkt hat. Das Evangelium hat eben nicht nur positive Auswirkungen auf das momentane irdische Leben. - Es bewirkt auch das Ewige Leben in Gottes unbeschreiblicher Herrlichkeit.

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Gemeinsamkeiten der Weltreligionen:

Alle großen Religionen unterscheiden sich in ihren moralischen Forderungen eigentlich kaum. Sie alle fordern:
Wahrhaftigkeit:
Der Hinduismus lehrt Ein Mann, der Unwahres redet, andere verklagt oder beleidigt oder unsinnig schwatzt, wird von einem wilden Tier oder Vogel geboren." (*) Der Buddhismus lehrt: "Dieses ist der vierfache rechte Wandel in Worten: Man meidet die Lüge....So spricht man bewusst keine Lüge, sei es um eines anderen willen, sei es um irgend eines nichtigen Vorteiles willen. Man meidet die üble Nachrede." (**) Das Judentum nennt seinen Gott den "Wahrhaftigen". Islam und Christentum fühlen sich denselben Gott verpflichtet.
Gerechtigkeit:
Alle Weltreligionen wollen den Menschen gerecht machen. Im Hinduismus können nur die Gerechten zu Göttern aufsteigen. Im Buddhismus kommt nur der Vollkommene ins Nirwana. Juden, Christen und Moslems dienen Gott, dem Gerechten. Sie wollen werden wie er.
Liebe:
Das vornehmste Gebot der Juden ist: "Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst." Dieses haben die Christen übernommen. Die Moslems haben dem nie widersprochen.
Enthaltsamkeit:
Buddhismus und Christentum lehren sexuelle Enthaltsamkeit als eine Möglichkeit, Gott näher zu kommen. Doch während im Christentum auch das Fasten empfohlen wird, hat sich Buddha diesem Weg verschlossen, nachdem er sich fast zu Tode gefastet hätte.
Judentum und Islam erlauben die Verbindung eines Mannes mit mehreren Frauen. Doch hat sich die Einehe im Judentum durchgesetzt, auch im Islam wird sie mit wenigen Ausnahmen praktiziert, ebenso im Hinduismus und Buddhismus. Damit haben wir "de facto" in der Einehe eine Gemeinsamkeit, die von Anfang an im Christentum verankert war.
Der Glaube an überirdische Wesen:
In allen Religionen gibt es Götter, also auch insbesondere in den fünf Weltreligionen. Ihnen werden übernatürliche Fähigkeiten zugeschrieben. Während Hinduismus und Buddhismus mehrer Götter kennen, denen gewisse Lebensbereiche des Menschen zugeordnet werden, gibt es im Judentum, Christentum und Islam nur einen Gott, an den sich der Gläubige in allen Lebenslagen wenden sollte. Allerdings gibt es Engel, die als Gottesboten, ohne eigene Kompetenz dem Allmächtigen dienen. Sie werden aber nicht verehrt. Anders ist es mit den Heiligen im römisch katholischen Glauben. Hier befindet sich eine echte Parallele zum Polytheismus.
In den Polytheismen gibt es gute wie böse Götter. Einigen wird die Fähigkeit zum Heilen und Erneuern zugeschrieben, anderen die zur Zerstörung und Vernichtung. Es gibt sozusagen gute wie böse Götter.
In den drei monotheistischen Religionen ist der eine und einzige Gott gut (Gott kommt von englischen "good"). Für das Böse ist sein Gegenspieler, der Teufel, verantwortlich. Dieser wird nicht als Gott verehrt, wenn wir einmal von der Protestreligion des "Satanismus" absehen.

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Quellen: www.bibleserver.de