Verurteilung

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Römer 2,1-10

1 Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der du richtest. Denn worin du den andern richtest, verdammst du dich selbst, weil du ebendasselbe tust, was du richtest. 2 Wir wissen aber, dass Gottes Urteil recht ist über die, die solches tun. 3 Denkst du aber, o Mensch, der du die richtest, die solches tun, und tust auch dasselbe, dass du dem Urteil Gottes entrinnen wirst? 4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet? 5 Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, 6 der einem jeden geben wird nach seinen Werken: 7 ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben; 8 Ungnade und Zorn aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit; 9 Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die Böses tun, zuerst der Juden und ebenso der Griechen; 10 Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden allen denen, die Gutes tun, zuerst den Juden und ebenso den Griechen.
Der Text beginnt mit einer ziemlich gewagten Behauptung: „Wer den anderen richtet, der tut dasselbe, was er am Anderen tadelt.“

Ein vom Staat bestellter Richter

Ein Richter, der sein Amt berufsmäßig ausübt, könnte an dieser Stelle Einspruch erheben und empört antworten: „Ich habe viele Mörder verurteilt, habe aber selber noch keinen Menschen getötet!“ Um dieses Richten geht es auch gar nicht. Diesen Richtern ist ihr Amt von Gott verordnet worden, nach 1.Petrus 2,13 und etwa gleichlautenden Stellen des NT. Solch ein Richter steht über dem zu bearbeitenden Fall. Er paktiert weder mit der einen noch mit der anderen Streitpartei. Ansonsten würde er als „befangen“ abgelehnt. Ganz anders verhält es sich mit dem „Verurteilen“ in christlichen Gemeinden, welches der Römerbrief thematisiert. Hierbei wird auch keine Strafe per Urteilsspruch gefällt! Hier ist der Ankläger zugleich Richter und ist von daher als „befangen“ einzustufen. Er sieht den Streitfall durch seine subjektiv gefärbte Brille. Allein die Tatsache, dass er sich selbst zum Richter erhoben hat, offenbart einen gewissen Hochmut. Wie soll es denn nun sein, wenn jemand mich so sehr ärgert, dass ich es nicht mehr ertragen kann. Zunächst sollte man ihm sagen: “Du, Dein Verhalten stört mich!“ Wie es dann weitergehen sollte, beschreibt Matthäus 18, 15-20. Wer glaubt, das dort beschriebene Verfahren nicht durchstehen zu können, der mag den Fall auch an einen Seelsorger abgeben, der ihn dann vertraulich weiterbehandeln wird.
Wer aber seinem Unmut durch Streit oder Verleumdungen Raum verschafft, der fällt unter das Urteil, welches in den Versen des 2. Kapitels des Römerbriefes beschrieben wird. Aber warum behauptet der Apostel, der den Römerbrief schrieb, " ...worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst, weil du dasselbe tust, was du richtest… " Man mache es sich an einem Beispiel klar, was der Apostel wohl hat sagen wollen: In einer christlichen Gemeinde begehe jemand Ehebruch, was ja heutzutage in Deutschland durchaus keine Seltenheit mehr ist. Ein Gemeindemitglied, das auf diesen Ehebrecher mit dem Finger zeigt und ihn beschimpft oder ihn hinterrücks übel nachredet , der braucht durchaus kein Ehebrecher zu sein. Er sündigt damit nicht auf demselben Gebiet wie der Angeklagte. Aber er sündigt als Christ! - Denn als solcher hat er auch gegenüber dem Sünder die Pflicht der Nächstenliebe und der Mithilfe und sollte den Fall so abhandeln, wie es oben im Matthäusevangelium beschrieben ist, damit dem Sünder evtl. noch geholfen werden kann. Wenn damals ein Ehebrecher uneinsichtig war und mit seinen üblen Taten fortfuhr, dann verfügten die Apostel der Urkirche eine Ausweisung aus der christlichen Gemeinschaft. Alles konnte in ordnender Ruhe und ohne Streit geschehen. - Das letzte und härteste Mittel war die Übergabe in die Hände des Teufels. Darüber mag der Ungläubige lächeln, wer aber solches einmal erfahren hat, dem ist es sicherlich vergangen! Lies bitte dazu:
Korinther 5,5: „..soll dieser Mensch dem Satan übergeben werden zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn.“
In den großen Volkskirchen unserer Gesellschaftsordnung ist solch eine konsequente Bestrafung natürlich nicht durchführbar. Man bedenke jedoch, dass die Urgemeinden, in denen diese rigorosen Strafen vollzogen wurden, noch Gemeinschaften waren, in denen der Heilige Geist in Vollmacht wirken konnte.

Nach diesen bitteren Worten bringt das Kapitel von Römer 2 ab Vers 7 eine frohmachende Botschaft: Unvergängliches Leben, Ehre und Herrlichkeit für Gutes tun in Geduld! Wer dieses einmal ausprobiert hat, der weiß, dass diese Versprechungen keine leeren Worte darstellen. Das ewige Leben haben wir natürlich noch nicht, aber Ehre und Herrlichkeit werden uns schon jetzt geschenkt. Ansonsten könnten wir trotz der vielen Widerstände nicht geduldig weitermachen und dabei noch fröhlich bleiben.

16.06.12 Kk

Romans 2,1-10

1 You, therefore, have no excuse, you who pass judgment on someone else, for at whatever point you judge the other, you are condemning yourself, because you who pass judgment do the same things. 2 Now we know that God's judgment against those who do such things is based on truth. 3 So when you, a mere man, pass judgment on them and yet do the same things, do you think you will escape God's judgment? 4 Or do you show contempt for the riches of his kindness, tolerance and patience, not realising that God's kindness leads you towards repentance? 5 But because of your stubbornness and your unrepentant heart, you are storing up wrath against yourself for the day of God's wrath, when his righteous judgment will be revealed. 6 God will give to each person according to what he has done. 7 To those who by persistence in doing good seek glory, honour and immortality, he will give eternal life. 8 But for those who are self-seeking and who reject the truth and follow evil, there will be wrath and anger. 9 There will be trouble and distress for every human being who does evil: first for the Jew, then for the Gentile; 10 but glory, honour and peace for everyone who does good: first for the Jew, then for the Gentile. The text begins with a rather bold statement: "You, who pass judgment on someone else, for at whatever point you judge the other, you are condemning yourself, because you who pass judgment do the same things. "

Judging Others

A professional judge would raise opposition at this point, if he reads this, and he would reply: "I have condemned many murderers, but I never have killed a person by myself!"
But this judging is not the issue. These professional judges have been gotten into office by God, according to 1. Peter 2, 13 and according to other similar parts of the NT. Such a judge has to be neutral. He favors no side of the dispute, neither the one nor the other. Otherwise he will be rejected as an unsuitable judge. Quite different is the case with the condemning of others in Christian communities. In this case the accusing part is both, judge and plaintiff in one person. He is not objective!
What will to be done, if a person is in such a trouble that she isn't able to bear it any longer? At first, you should tell the person: "Your behavior bothers me!" If she is not willing to alter their behavior then you should act after Matthew 18, 15-20. If there is a person who may believe that this described method can’t work with him, that person can give up the case to a pastor, who then may solve the problem in a trustful manner. But who gives his displeasure space by dispute or defamation that person falls under the judgment, which is described in the verses of the 2nd Chapter of Romans.
But why maintains the author of the Roman letter. "… who pass judgment on someone else, for at whatever point you judge the other, you are condemning yourself, because you who pass judgment do the same things. " ? An example in this case should be given: In a Christian community a person commits adultery. If a member of the Church points with his fingers to this adulterer calling him names or foul him from behind, he would commit sin even if he is not an adulterer by himself. He isn't committing sin in the same field as the defendant. But he is committing sin as a Christian!
Because, as such, he has also compared the duty of charity and assistance to the sinner and he should treat the case as it is described in Matthew's gospel, so that the sinner can possibly be helped.

16.06.12 Kk

Romains 2,1-10

" 1 Qui que tu sois, homme, toi qui juges, tu es donc inexcusable. En effet, en jugeant les autres tu te condamnes toi-même, puisque toi qui juges tu agis comme eux. 2 Nous savons que le jugement de Dieu contre ceux qui agissent ainsi est conforme à la vérité. 3 Et penses-tu, toi qui juges les auteurs de tels actes et qui les fais aussi, que tu échapperas au jugement de Dieu? 4 Ou méprises-tu les richesses de sa bonté, de sa patience et de sa générosité en ne reconnaissant pas que la bonté de Dieu te pousse à changer d’attitude? 5 Par ton endurcissement et ton refus de te repentir, tu t'amasses un trésor de colère pour le jour où Dieu révélera sa colère et son juste jugement. 6 Il traitera chacun conformément à ses actes1 : 7 ceux qui, par leur persévérance à faire le bien, recherchent l'honneur, la gloire et l'incorruptibilité, il donnera la vie éternelle; 8 mais il réserve son indignation et sa colère à ceux qui, par esprit de révolte, rejettent la vérité et obéissent à l'injustice. 9 La détresse et l’angoisse atteindront tout être humain qui fait le mal, le Juif d’abord, mais aussi le non-Juif. 10 La gloire, l’honneur et la paix seront pour tout homme qui fait le bien, le Juif d’abord, mais aussi le non-Juif,.."

D’autre condamnent

Le texte commence par une déclaration plutôt audacieuse: « ...car, en jugeant les autre, tu te condamnes toi-même, puisque toi qui juges, tu fais les mêmes choses. » Si un juge professionnel lit ceci, qu’il soulèverait l'opposition à ce point et qu’il dise : « J'ai condamné de nombreux des meurtriers, mais je n'ai jamais tué une personne par moi-même! »
Mais ce jugement n'est pas la question. Ces juges professionnels ont été mis dans ses fonctions par Dieu, selon 1. Pierre 2, 13 et autres selon l'une des parties similaires de la NT. Un tel juge doit être neutre. Il a fait un pacte avec ni l'un ni l'autre partie au différend. Sinon, il est rejeté comme "mal à l'aise". Tout autre est le cas avec la "condamnation" dans les communautés chrétiennes, qui traite avec les Romains. Ici, aucune pénalité ne sera prise par le verdict! Ici, le demandeur est à la fois juge et est donc classé comme un "mal à l'aise". Il voit le différend à travers ses verres colorés subjectivement. Le fait même qu'il a lui-même élevé au rang de juge, révèle une certaine arrogance.
Comment est-il maintenant, quand quelqu'un me contrarie tellement que je ne peux pas supporter? Tout d'abord, vous devez lui dire: « Vous, votre comportement me dérange. » Comment devrait-il aller sur puis, décrit Matthieu 18, 15-20. Ceux, qui croient, qu'ils ne peuvent pas solve ce case par la méthode décrite, peuvent transférer l'affaire à un conseiller, qui se rendra ensuite à faire face à des fiducies. Mais celui qui donne l'espace de colère à querelles ou par de calomnie, celui tombera sous le jugement, qu'est décrite de la 2e Chapitre des Romains.
Mais pourquoi l'Apôtre affirme: « ...car, en jugeant les autre, tu te condamnes toi-même, puisque toi qui juges, tu fais les mêmes choses.» Un exemple permet de savoir ce que l'apôtre entend par ces termes: Un membre de la communauté, pointant vers un adultère avec son doigt et faisant de calomnie, ce Person ne doit pas été un adultère lui-même. Il peut-être ne pèche donc pas dans le même domaine que le défendeur. Mais il est un pécheur, parce qu'il fait des outrages ! Il serait nécessaire qu'il lui doive aider. Il doive traiter le cas comme il est décrit dans l'évangile de Matthieu, que le pécheur peut éventuellement être aidé.
Après ces paroles amères, le chapitre de Romains donne un message joyeux: Elle promet la vie immortelle, honneur et gloire, pour l’œuvre faisant en patience! Pour la vie éternelle, nous l'espérons, mais l'honneur et la gloire nous sont donnés déjà. Sinon nous ne puissions pas être heureux et être patient, malgré des résistances nombreuses.

16.06.12 Kk