Der Tempel des Geistes

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Unzucht in der Welt

Apg 15,20:  ...sondern ihnen schreibe, dass sie sich enthalten sollen von Befleckung durch Götzen und von Unchristlichen Gemeindezucht und vom Erstickten und vom Blut.
1.Kor.7,2: Aber um  Unzucht  zu vermeiden, soll jeder seine eigene Frau haben und jede Frau ihren eigenen Mann. 
2.Kor. 12, 21: Ich fürchte, wenn ich abermals komme, wird mein Gott mich demütigen bei euch, und ich muss Leid tragen über viele, die zuvor gesündigt und nicht Buße getan haben für die Unreinheit und Unzucht  und Ausschweifung, die sie getrieben haben.
Gal 5,19: Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, ...
Epheser 5,3: Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört, ...
Judas 7: So sind auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die gleicherweise wie sie Unzucht getrieben haben und anderem Fleisch (Sodomie) nachgegangen sind, zum Beispiel gesetzt und erleiden des ewigen Feuers Pein.
Offb 9,21: ... und sie bekehrten sich auch nicht von ihren Morden, ihrer Zauberei, ihrer Unzucht und ihrer Dieberei.

Was die Bibel unter Unzucht versteht, das richtet sich nicht nach Sitte und Gesetz der Gesellschaft, in welcher der Christ lebt. - Zwar war es in der vorchristlichen Zeit in Israel durchaus üblich, dass ein Mann mehrere Frauen besaß, falls er diese Frauen und ihre Kinder ernähren konnte, die er mit ihr gezeugt hatte. Unter Christen gilt jedoch, dass ein Mann zur gleichen Zeit nur eine Frau haben sollte. Er ist allerdings frei, wenn die Frau ihn verlässt, ihm nicht verzeihen will und daher nicht zurückkommen möchte. Wer ihm die Heiraten mit einer anderen Frau verbieten will, der besitzt ein gebrandmarktes Gewissen (1.Timotheus 4,3). Der christliche Mann sollte jedoch nichts unversucht lassen, um seine ehemalige Frau zurückzuholen. Will sie jedoch im Ehebruch verharren, so darf der Mann eine andere Frau freien oder er kann ledig bleiben. Der Verpflichtung gegenüber seiner Frau ist er enthoben.

1.Timotheus 4,3:" Der Geist aber sagt deutlich, dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und Lehren von Dämonen anhängen, 2 verleitet durch Heuchelei der Lügenredner, die ein Brandmal in ihrem Gewissen haben. 3 Sie gebieten, nicht zu heiraten und Speisen zu meiden, die Gott geschaffen hat, dass sie mit Danksagung empfangen werden von den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkannt haben.- Hiermit ist nicht ein freiwilliges Zölibat gemeint, doch sollte man sich gut überlegen, ob man solch ein Zölibat für die Priesterschaft fordern sollte.

Wodurch entsteht Unzucht?

Unzucht entsteht im "Herzen", wobei mit Herz nicht die Blutpumpe gemeint ist, sondern die Seele. Dort entstehen Gefühle, welche unrein sind, wie etwa die Lust, eine fremde Frau zu besitzen. Solch eine "Freiheit" gönnen sich viele in der  "modernen"  Gesellschaft. Sogar eifrige Kirchgänger sind unter ihnen, ansonsten wäre nicht erklärbar , warum so viele Ehen selbst in Kirchen und Freikirchen scheitern.

Wie kann das geschehen?

Da ist zum einen der Wunsch nach Abwechslung. Der entsteht nicht in den ersten Jahren einer Ehe, jedoch vielleicht später, wenn die Kinder aus dem Hause sind. Dann denkt so manch einer: "Ich möchte noch einmal Alles von Neuem erleben, mit einer anderen, womöglich jüngeren Frau!" Zumal, wenn die eigene Frau krank geworden ist und nicht mehr zu ehemaligen Gewohnheiten zurückkehren möchte. -  In diese Situation können nicht nur Ehemänner geraten, sondern auch Ehefrauen. Auf dem Hintergrund oben genannter Wünsche entsteht Streit um nichtige Probleme, die man früher noch gemeinsamen gelöst hat, jetzt aber zum Anlass nimmt, sich von seinem Partner zu trennen. 1.Kor 6,18 "Flieht die Hurerei! Alle Sündne, die der Mensch tut, sind außerhalb seines Leibes; wer aber Hurerei treibt, der Sündigt am eigenen Leibe." 1.Korinther 6, 20 benutzt die Lutherbibel von 2017 den Begriff "Tempel des Heiligen Geistes". Paulus, auf den dieser Brief zurückgeht, meint damit den irdischen Leib eines Menschen. Die Verse 12 - 20 lassen keine Zweifel darüber, dass er hiermit die einzelne Person des Christen meint. Weder der Tempel in Jerusalem noch die Gemeinde Christi , welche er gelegentlich mit "Leib Christi" bezeichnet, sind hier angesprochen.
1. Korinther 6,16-20 "16 Oder wisst ihr nicht: Wer sich an die Hure hängt, der ist ein Leib mit ihr? Denn die Schrift sagt: »Die zwei werden ein Fleisch sein« (1. Mose 2,24). 17 Wer aber dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm. 18 Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, sind außerhalb seines Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. 19 Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

In der Christengemeinde von Korinth herrschten zur Zeit des Paulus skandalöse Verhältnisse:
1. Korinther 5,1:  "Überhaupt hört man, dass Unzucht unter euch ist, und zwar eine solche Unzucht, wie es sie nicht einmal unter den Heiden gibt: dass einer die Frau seines Vaters hat." Wahrscheinlich handelte es sich bei dieser Frau nicht um die Mutter des Liebhabers, sondern um die zweite junge Frau des Vaters. Doch solche Verhältnisse sind alle Male für die Ausbreitung des Evangeliums  kontraproduktiv.
In diesem Zusammenhang erinnert der Apostel daran, dass der Gläubige ein Tempel des Heiligen Geistes sei, denn der Heilige Geist wirkt immer in und durch einen Menschen, im AT wie auch im NT: Darum, wie der Heilige Geist spricht (Psalm 95,7-11): »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, ... (Hebr 9,8) Damit macht der Heilige Geist deutlich, dass der Weg ins Heilige noch nicht offenbart sei, solange das erste Zelt Bestand habe...
(Hebr 10,15) Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist. Denn nachdem er gesagt hat: 16 »Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen«, spricht der Herr: »Ich will meine Gesetze in ihr Herz geben, und in ihren Sinn will ich sie schreiben, 17 und ihrer Sünden und ihrer Missetaten will ich nicht mehr gedenken. 18 Wo aber Vergebung der Sünden ist, da geschieht kein(Jer.31,33-34)..Gericht.
Der Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes Der Apostel Paulus macht den Hebräern (Judenchristen) klar, das sich die Zeit des Heiles seit Christi Auferstehung grundlegend geändert hat. Nicht der Jerusalemer Tempel, den er seiner Urform nach als Zelt bezeichnet, beherbergt von nun an den Heiligen Geist Gottes, sondern der bekehrte Mensch, welcher an das vollkommende Opfer Christi glaubt, welches  dieser dem Vater im Himmel dargebracht hat.
Der Heilige Geist kam auf diese Erde, um Wohnung in Menschen zu beziehen, nicht in einer Körperschaft, auch dann nicht, wenn man sie "Leib Christi " nennt.
Paulus schreibt im 1.Korinther 12,27 : " Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ein Glied." Der Leib Christi  ist keine Person, das einzelne Glied schon! Die Körperschaft, welche hier symbolisch Leib Christi genannt wird, wird vom Geist Gottes zwar beseelt, doch nur in und durch die einzelnen Gliedern dieser Körperschaft kann er wirken. In einer gewissen Gestalt kann er erscheinen, bevor er die Seele eines Menschen berührt, so geschehen bei der Taufe des Herrn Jesus Christus , als er einer Taube ähnelte, oder bei der Ausgießung des HG im Pfingstwunder, als er die Gestalt brennender Zungen annahm."
Mit dem  Wort "Tempel des Heiligen Geistes"  ist bei Paulus  nie der "Leib Christi" gemeint, sondern jedes einzelne Glied dieses Leibes. Wenn jedes einzelne Glied vom Heiligen Geist erfüllt sein wird, dann wird dadurch der Leib Christi  erbaut (Eph 4,12). Wenn man mit dem HG erfüllt ist, dann stellen sich jedoch auch Leiden ein, meint Paulus (Kol 1,24).
Durch die wiedergeborenen Christen lebt Christus selbst in der Körperschaft  weiter. Daher nennt Paulus diese christliche Gemeinschaft auch  Leib Christi. Jedes Glied dieser Körperschaft muss leiden , ähnlich wie Christus gelitten hat. Auch Paulus selbst rechnet sich zu diesen Leidenden: "Nun freue ich mich in den Leiden, die ich für euch leide, und erfülle durch mein Fleisch, was an den Leiden Christi noch fehlt, für seinen Leib, das ist die Gemeinde."(Kol 1,24) - Das Ganze ist wahrlich nicht leicht zu verstehen!
Der Leib Christi stellt mithin die Gesamtheit der Gemeindeglieder dar. Das einzelne Gemeindeglied wird als Glied der Gemeinde bezeichnet  oder als Tempel des Heiligen Geistes. Dieser ganz persönliche innere "Tempel" in der menschlichen Seele verliert den guten heiligen Geist sehr schnell in der weltlichen Betriebsamkeit. Das Versammeln der Gläubigen unter dem Worte Gottes während des GD dient daher dem Zwecke, den Geist Gottes über die Gemeinde, den Leib Christi, erneut " auszugießen", am wünschenswertesten so heftig wie es zu Pfingsten geschehen war, so dass jedes Glied der Gemeinde ein Tempel des Heiligen Geistes werden möge. Selbst wenn es den Gottesdienstgestaltern nicht gelingen sollte, so spektakuläre Ereignisse hervorzurufen  wie zum Pfingstfest, an dem die Kirche ihre Geburtsstunde feierte, so hat doch jeder GD  eine bewahrende Funktion,  wie die Vergangenheit bewiesen hat und wie es die Zukunft zeigen wird.Allein geht man ein!

Daher sollte man sich einer Kirchengemeinde anschließen und sie nicht nur besuchen, sondern sie auch angemessen mitfinanzieren. Aber die Forderung des Zehnten vom Brutto-Lohn als Gemeindebeitrag ist aus den Heiligen Schriften nicht ableitbar. Die Begründung, die Gemeinde sei der Tempel Gottes und deshalb gehöre der Zehnte jetzt in die Gemeindekasse, ist nicht stichhaltig, denn der Tempel Gottes sind wir und nicht die Gemeinde und keinesfalls das Kirchengebäude.

23.08.2017 Kk