Feindesliebe

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Mein ist die Rache!

Ist nun Sünde eine Tat oder eine Verhaltensweise? Wir neigen dazu, die Verhaltensweisen an einer einzelnen Tat festzumachen. Auch unter dem Plural Sünde verstehen wir allzu oft eine Reihe von Fehlgriffen. Auch das AT leistet diesem Verständnis Vorschub, indem es die einzelnen Fehltritte beschreibt!
Christus lehrt jedoch anders!
Sein Grundprinzip ist die Nächstenliebe und die Liebe zu Gott, der sich im Nächsten zeigt. Und da fängt das Problem bei uns an. Unsere Freunde zu lieben, das fällt uns nicht schwer - aber wie ist es mit denen, die uns prellen, nötigen, betrügen und belügen oder bestehlen?
Gott mutet uns zu, diese Menschen zu ertragen und ihm allein die Rache zu überlassen. – Das aber fällt uns in der Regel sehr schwer. Die Bibel lehrt uns, dass dieses uns nur gelingen kann, wenn wir den Heiligen Geist empfangen haben. Aber ist das nicht vermessen, zu glauben, wir könnten Gottes Geist beherbergen?
Keineswegs, wir verspüren ihn im GD bei der Auslegung der Bibel. Dadurch erhalten wir eine andere Gesinnung als die, welche uns die Arbeitswelt im Allgemeinen vermittelt. Sünde ist keine Tat, sondern eine Gesinnung. Sie beschreibt unsere Gottesferne, eigentlich den „Sund“ zwischen dem Herrn und uns.
Wer ihn nicht beseitigt, verliert sich in Bedeutungslosigkeiten. Das Leben besteht dann ausschließlich aus Bauen, Sporttreiben, Geld verdienen, Anschaffen und verkaufen. Schließlich enden wir vielleicht sogar in Süchten, die unser ganzes Leben völlig ausfüllen. Anstelle des Herrn verehren wir viele Götter, die letztenendes nicht helfen können. Der dreieinige Gott aber will uns helfen.
Auch Dir will er begegnen. Er will bei Dir ankommen!

19.12.2011 Kk

Einer für tausend!

Dieser Tage las man in der Presse: “Schon in den kommenden Tagen soll der 2006 in den Gazastreifen verschleppte israelische Soldat Gilad Schalit freikommen, im Gegenzug für die Entlassung von etwa 1000 palästinensische Häftlinge.“ Hat es so etwas schon einmal gegeben, dass man einen einzigen Gefangenen gegen tausend getauscht hat? Ich kenne keinen solchen Fall aus der modernen Geschichte.

Vor etwa dreieinhalb tausend Jahren war es der Aramäer Josef, von dem die Bibel in 1.Mose 37,26 berichtet: „Da sprach Juda zu seinen Brüdern: Was hilft's uns, dass wir unsern Bruder töten und sein Blut verbergen? 27 Kommt, lasst uns ihn den Ismaelitern verkaufen, damit sich unsere Hände nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch und Blut. Und sie gehorchten ihm. 28 Als aber die midianitischen Kaufleute vorüberkamen, zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn um zwanzig Silberstücke den Ismaelitern; die brachten ihn nach Ägypten.“
Ja, auch Israels Stammväter konnten brutal sein. Doch Joseph war ihnen hernach doch gnädig und rettete sie vor dem Hungertod. Der eine, den Gott segnete, rettete hernach die Vielen.

Jesus Christus wurde von seinen jüdischen Brüdern an die Römer „verkauften“. Gott der Vater aber brachte ihn zu Ehren. Er ist auferstanden und wird das Lösegeld für Viele sein, die an ihn glauben!

Wie können wir diesen Herrn ehren?

In Jesaja 13 lesen wir: 10 Denn die Sterne am Himmel und sein Orion scheinen nicht hell, die Sonne geht finster auf, und der Mond gibt keinen Schein 11 Ich will den Erdkreis heimsuchen um seiner Bosheit willen und die Gottlosen um ihrer Missetat willen und will dem Hochmut der Stolzen ein Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen demütigen,12 dass ein Mann kostbarer sein soll als feinstes Gold und ein Mensch wertvoller als Goldstücke aus Ophir. 13 Darum will ich den Himmel bewegen, und die Erde soll beben und von ihrer Stätte weichen durch den Grimm des HERRN Zebaoth, am Tage seines Zorns.
Hört ihr Reichen, die ihr um des Gewinnes willen vielen Arbeitern die Existenzgrundlage entzieht: Vor Gott ist ein einziger Mann bzw. eine einzige Frau wertvoller als jeder materielle Gewinn.

21.10.2011 Kk