Agape

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Die Griechen verwendeten vier Verschiedene Begriffe für unser Wort  "LIEBE" :

  1.  "AGAPE" (αΥαπη) für die göttliche, reine und selbstlose Liebe,
  2. "Philia" (ΦΙλΙα) für die kameradschaftliche Liebe unter Freunden und Verwandten,
  3. "Eros" (Ερως )  für die erotische Liebe unter Liebespaaren und schließlich
  4. "Sex" (Φυλο)  für den Zeugungsakt in der ehelichen Liebe.

Für die außereheliche sexuelle Beziehung verwenden Christen, Juden wie auch Moslime das Wort "UNZUCHT"! Ungläubige nennen sie oftmals "freie Liebe". Doch wenn man die Menschen, welche diese Art der 'Liebe' praktizieren,  über längere Zeit  beobachtet, dann gewinnt man den Eindruck, dass diese Menschen gar nicht so frei sind, wie sie selbst meinen. Diese Liebe scheint nicht befreiend zu wirken.


Leider haben sich im letzten Jahrhundert  viele Bibelübersetzer  von  der oben beschriebenen Differenzierung  distanziert. Als erstes Beispiel sei die französische Übersetzung von Louis Segond von 1910 angeführt. Dort findet man in sämtlichen paulinischen Briefen, die aus der griechischen Septuaginta ins Französische übersetzt wurden,  das Wort "charité", welches die korrekte  französische  Übersetzung für das  griechische Wort "Agape" bezeichnet. Römerbrief, die Korintherbriefe, Galater , Epheser, Kolosser, 1.Thessaloniker sowie auch das Matthäusevangelium benutzen es ausschließlich, wenn es sich um "christliche Nächstenliebe" handelt, denn in ihr wird ja immer der  geistliche Aspekt  der Liebe angesprochen. -  Ganz entschieden geändert hat sich die Übersetzungspraxis  in der "Nouvelle édition révisée 1997", der sog. "La Bible en francais courant". In ihr steht an allen oben genannten Stellen das Wort  "amour", das unserem Wort "Liebe" entspricht.
Als zweites Beispiel sei die englische Übersetzung  angeführt. Die alte "Oxford - Bibel" von 1904 übersetzt  den  im 1.Koritherbrief verwendeten Begriff  "Agape" als  "Charity", welches dieselbe Bedeutung hat wie das französischen  "charité ". Die moderne "The Revised English Bible" von 2005 verwendet dort aber das Wort "love", das wiederum dem französischen Ausdruck  "amour" entspricht. Man beobachtet also im Englischen denselben Trend wie im Französischen. Dieser Trend geht hin zur Vereinfachung der Begriffe.
In den deutschen Übersetzungen verlief die Entwicklung völlig anders.  Die Deutschen gerieten erst spät unter griechisch - römischen Einfluss, denn ihr Land war im Gegensatz zu Gallien und Britannien nie römische Provinz gewesen. Als Luther nach 1520 begann, die erste deutsche Bibelübersetzung zu schaffen, konnte er daher bei den meisten seiner Volksgenossen kein differenziertes Denken bezüglich des Wortes "Liebe" voraussetzen. Mit vier verschiedenen Bezeichnungen für das eine Wort, das der gemeine Mann in der Regel nur aus  Wortverbindungen wie "muine leuven Kinner" kannte, wussten die meisten nichts anzufangen. Es gab allerdings noch ein weiteres Wort, das mit "leuve" verwandt war: die "Minne". Aber dieses Wort war nur den Rittern des Mittelalters geläufig gewesen. Also schaute Luther den Leuten "aufs Maul" und schuf das Wort "Liebe", das offenbar von "leuve" abgeleitet wurde.Auf diese Weise enthalten alle deutschen Übersetzungen seither nur das Wort "Liebe", wenn es sich um die positive Hinwendung zum Mitmenschen handelt. Differenziert wird dadurch, dass man diesem Wort verschiedene Eigenschaften zuschreibt: geistige Liebe, geschwisterliche Liebe, kameradschaftliche Liebe, erotische Liebe,... Wie dem auch immer gewesen sein mag, ich schlage ganz einfach vor: Habt einander lieb!


Im 20.Kapitel des zweiten Buches Mose sind uns die 10 Gebote überliefert worden.  sie seien sie  hier noch einmal aufgelistet:
•1.Gebot: Ich bin dein Gott. Du sollst nicht andere Götter neben mir haben.
•2.Gebot:  Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen.
•3.Gebot:  Sechs Tage sollst du schaffen. Der siebte ist ein Ruhetag.
•4. Gebot:  Ehre Vater und Mutter, damit du lange lebest im Lande.
•5. Gebot:  Du sollst dich nicht vor anderen Götter niederwerfen.
•6. Du sollst nicht morden.
•7. Du sollst nicht Ehebrechen.
•8. Gebot: Du sollst nicht stehlen.
•9. Gebot: Du sollst kein falsches Zeugnis gegen deinen Nächsten aussagen.
•10. Gebot: Du sollst nicht begehren deines nächsten Weib, Besitz und alles, was sein ist.

• Man kann einzelne Gebote beachten und sie besonders herausstellen und mit vielen Kommentaren und erläuternden Zusatzgesetzen versehen. Doch das hilft wenig, wenn der Sinn der Gebotes nicht verstanden wird. In diesen Zusammenhang wird über Jesus in Mt 22,34-38 das Folgende berichtet: 34„Als aber die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. 35 Und einer von ihnen, ein Lehrer des Gesetzes, versuchte ihn und fragte: 36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? 37 Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5. Mose 6,5).38 Dies ist das höchste und erste Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18).Der oben erwähnte Lehrer des Gesetze will von Jesus erfahren, welche Anweisung  alle anderen Gebote übertrifft. Das Diagramm hat die 10 Gebote in einem Kreis angeordnet. Drei Menschen haben durch Sterne angedeutet, welches dieser Gebote sie für das wichtigste ansehen. Würde  man Passanten auf der Straße befragen, welches  von den Zehn Geboten sie für das  bedeutendste halten , dann ergäben sich wahrscheinlich ganz verschiedene  Antworten. Einer würde seinen Sterne hier, ein anderer dort positionieren. Doch alle Ergebnisse wären wohl falsch, weil in meiner obigen Auflistung  der Gebote  Jesu Formulierung des wichtigsten Gebotes überhaupt nicht vorkommt. Das erste Gebot  oben ist  zwar verwandt mit  Jesu  Hauptforderung  aber  mir  flößt es Furcht ein – das Wort „Liebe“ höre  ich dort nicht heraus.  Das vornehmste Gebot , das Jesus vorschlägt, sollte aber in dieser ersten Forderung  und  auch in allen  übrigen  präsent sein. Man kann es  aus allen anderen Geboten herauslesen, wenn man diese richtig  interpretiert.
•Das machte den Unterschied zwischen den Pharisäern und Jesus aus: Die Ersteren lehrten  die Gebote, aber nur Christus praktizierte sie richtig, weil er ihren Sinn verstand.  Wie ist das mit uns? Nehmen wir die Gebote, um sie anderen „um die Ohren zu schlagen“ oder sind wir bereit, sie so zu praktizieren, wie sie eigentlich gemeint sind. Der Herr Jesus helfe uns durch seinen guten Heiligen Geist zum richtigen Verständnis und zur rechten Praxis.
•Zum rechten Verständnis habe ich das Diagramm ergänzt:  Dabei sind nicht die blauen Sterne entscheidend, sondern die rote Sonne, welche das Wort  „Agape“ enthält, das die Griechen für die reine göttliche Liebe verwandten. So wie unsere kosmische Sonne alles Leben auf unserer Erde ermöglicht, so verleiht die Agape allen 10 Geboten Lebendigkeit und Kraft. Sie ist ein Geschenk Gottes, das unser geistliches Leben erst ermöglicht hat.

Liebe im Kreis der Gebote