Frucht bringen

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Galaxy

Irrlichter

Der nächtliche Himmel ist voller Lichter: unzählige Galaxien und Sternsysteme. Aber auch der Mensch hat Lichter geschaffen: Straßenbeleuchtung und Scheinwerfer. Dabei wirken die menschlichen Lichter viel heller und größer als die Lichter des Himmels, weil sie näher vor unseren Augen leuchten. Lichter sind ein Symbol für Freude, Begeisterung, Einsicht und erfülltes Leben. Die Dunkelheit verbinden wir mit Melancholie, Schwarzsehen und Verzweiflung. Nun kommt es darauf an, durch welche Lichter wir die dunklen Lebensseiten verdrängen wollen. Da sind zunächst die irdischen Lichter der Menschen wie Ruhm, Reichtum und Erfolg. Es gibt aber auch ein himmlisches Licht, den Stern von Bethlehem, der zu unseren Erlöser führt und damit zu unserer Erlösung. Er macht uns selbst zu einem leuchtenden Licht, das auch andere erleuchten kann.

13.11.2011 Kk

Der direkte Weg

Einleitung

Wenn man eine Höhenburg erreichen will, dann muss man einen Berg ersteigen. In der Regel stehen dabei zwei Wege zur Verfügung, ein direkter, der steil und daher sehr anstrengend ist, und ein sog. Umweg, welcher sich durch den Wald schlängelt, und daher bequemer zu begehen ist. Der Erstere führt schnell zum Ziel. Man kommt diesem stetig näher. Der Letztere entfernt sich mitunter von demselben, dann nämlich, wenn seine Serpentinen die Zielrichtung nicht mehr einhalten können, ohne starke Steigungen in Kauf zu nehmen. Diese beiden Wege bieten sich dem Christen im übertragenem Sinne auch auf seinem Pilgerpfand ins Reich der Himmel an. Manche gehen auf direktem Weg zu Gott mit der Kraft, welche Jesus Christus ihnen durch den Heiligen Geist verleiht. Sie begehen dabei durchaus Fehler. Die Mönche und Nonnen kleiden sich besonders, damit jeder sehen kann, wie fromm sie sind. Außerdem verteufeln einige den Fortpflanzungstrieb, den Gott uns doch geschenkt hat, um irdischen Nachwuchs zu zeugen. In ihrer Absicht jedoch, Gott ihr ganze Kraft und ihre gesammte Zeit zur Verfügung zu stellen, zeigen sie, dass sie keine Umwege machen wollen.

Wie sollte es denn nun sein?

Ein konsequenter Christ, der den direkten Weg zum Herrn gewählt hat, verehrt keinen Menschen, auch keinen "Star" oder sog. "Heiligen", denn das erste Gebot heißt:
"Ich bin der Herr Dein Gott, Du wirst keine anderen Götter neben mir haben. Du wirst ihnen nicht dienen, noch sie anbeten..." (2.Mose 20,2)
Konsequente Christen beten nur den dreieinigen Gott an und nicht eines seiner Geschöpfe, wie schön und bewundernswert er dieses auch geschaffen haben mag! Dieses wäre nämlich Götzendienst. Der Apostel Paulus schreibt dazu im Römerbrief:
" 22 Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden 23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere.24 Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, sodass ihre Leiber durch sie selbst geschändet werden, 25 sie, die Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient haben statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen." (Römer 1,23-25 nach revidierter Luther von 1984)
Die natürliche Liebe zwischen Braut und Bräutigam dient in der Bibel zwar als Vorbild für die Liebe zwischen der gläubigen Brautgemeinde auf Erden und ihrem himmlischen Bräutigam Christus, jedoch losgelöst von Gottes Agape, wird die Beziehung zwischen Ehepartnern selten eine Liebesbeziehung auf Dauer werden.

Sollte man deshalb ledig bleiben?

Die Antwort steht in Matthäus 6,30-33. Dort heißt es:
"30 Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. 33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen."
Was fällt uns zu? Es ist das Essen, das Trinken, die angemessene Kleidung und natürlich auch der passende Ehepartner. Das Wort "alles" oder "alles andere", wie es in anderer Übersetzung heißt, schließt auch dieses mit ein.

Kk 1.April 2010

Nicht jede Frucht bringt Leben hervor!

Im 1.Korinther 15,35-38 steht:
"35 Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen? 36 Du Narr: Was du sähst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. 37 Und was du sähst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem. 38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, einem jeden Samen seinen eigenen Leib."
Wenn im Herbst die Bäume ihre Früchte abwerfen, dann hofft der Besitzer auf reiche Ernte. Aber nicht jede Frucht bringt einen neuen Baum hervor! Was für Bäume gilt, das gilt auch für andere Pflanzen. Wir kennen das Gleichnis unseres Herrn vom siebenfältigen Acker. Auch darin wird klar: Nicht alles bringt Frucht! Das meiste vergeht, ohne dass es seine Art erhalten kann. Bei Menschen und Tieren ist das nicht anders.
Nun ist dem Menschen ein geistiger Leib im Jenseits versprochen, der unvergänglich sein wird. Gesäht wird aber ein irdischer. Bei dieser Frucht ist aber auch nicht garantiert, dass sie ein ewiges Leben hervorbringen wird. Nicht jeder Samen bringt nämlich Leben hervor, das gilt im buchstäblichen wie auch im übertragenen geistlichen Sinne. Daher sagt der Apostel Paulus in Philipperbrief 2,12:
"Also, meine Lieben, - wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit - schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern."

15.12.2011 Kk

Reflektoren

Ein grelles rotes Licht traf meine Augen, als ich in meinem Wohnzimmer Gitarre spielte. Es kam vom Radrückstrahler aus der Garage. Sofort lief ich dorthin, im Glauben, ich habe das Rücklicht nicht ausgeschaltet. Doch das Licht war gar nicht angewesen. Die Sonnenstrahlen waren am Kellerfenster reflektiert worden, direkt auf den Rückstrahler. Von dort trafen sie in meine Augen.
Als ich an die vorige Stelle im Wohnzimmer zurückgekehrt war, leuchtete das Katzenauge nicht mehr. Die Sonne war inzwischen weitergewandert, so dass mich ihre Strahlen über die Reflektoren nicht mehr erreichen konnten. Anhand dieser Begebenheit wurde mir folgendes klar: "Das Sonnenlicht wird nur dann zu uns hin reflektiert, wenn

1. die spiegelnden Gegenstände richtig positioniert sind,
2. sie sauber sind, so dass sie überhaupt reflektieren können,
3. wir selber an der richtigen Stelle stehen!"

Im übertragenem Sinne heißt das: Jesu Liebesstrahlen können uns nur erreichen, wenn

1. wir in einer christlichen Gemeinschaft an der richtigen Stelle stehen,
2. die Gottesdienstgestalter ihren zugewiesenen Platz eingenommen haben,
3. diese ein sauberes Leben führen!

Dann kann uns der wärmende und erleuchtende Strahl der Gnade Gottes treffen.
Danach liegt es aber allein an uns, was wir daraus machen werden.

12.11.12 Kk