Smalltalk eines Single

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Im Johannesevangelium, Kapitel 4,17-30, lesen wir über ein Gespräch Christi mit einer Frau aus Samaria. (Bitte lesen!)
Die Geschichte ist fast 2000 Jahre alt und findet in einer uns fremden Kultur statt. Ist sie noch aktuell?
Ich meine: Heute, wo Großevangelisationen in Deutschland immer weniger erbringen, ist diese Geschichte hochaktuell!
Zunächst eine kurze Zusammenfassung des Gesprächsverlaufes: Christus ist allein mit der Frau an einem Brunnen, den der Erzvater Jakob zusammen mit seinen Söhnen gegraben hat. Provokativ fragt Jesus: "Gib mir zu trinken!" Ein Gespräch entwickelt sich. Jesus leitet das dieses vom buchstäblichen Wasser über zu dem geistigen Wasser. Die Frau hat aber keine Ahnung von jüdischer alegorischer Auslegung! Sie versteht alles buchstäblich und meint offenbar, der fremde Jude wolle ihr eine Quelle zeigen! Jedenfalls geht es ihr ausschließlich um die Erfüllung irdischer Bedürfnisse, hier ganz konkret um das Stillen des menschlichen Durstes.
Jesus beendet daher das Thema, welches eigentlich die geistige Quelle zum Inhalt haben sollte. Jetzt beginnt er mit dem moralischen Aspekt: "Hole Deinen Mann!" - Und nachdem sie vorgibt, keinem Manne anzugehören, sagt er: "Fünf Männer hast Du gehabt und der jetzt bei Dir wohnt, ist nicht Dein Mann!" Daraufhin glaubt sie, dass Jesus ein Prophet ist.
Erst jetzt kann der Herr mit der Frau über ein zentrales spirituelles Thema sprechen:DIE ANBETUNG!

Sameriterin am Jakobsbrunnen

Wie können wir diese Geschichte für uns als Muster für ein Glaubensgespräch nutzen?(Das Argument, dass wir Christus nicht nachahmen sollten, kann man mit Hilfe der Bibel schnell widerlegen.)
Beispiel: Ich treffe eine Frau, die durch schwere Schicksalschläge vom Glauben abgefallen ist. Sie hat Probleme mit einem ihrer Söhne. Ich sage Ihr, dass ich im Bibelgesprächskreis meine geistigen Geschwister zum Gebet für ihr Problem aufrufen werde. Wenn aber dann das Problem zu Ihrem Gunsten behoben sein sollte, dann möge sie doch bitte wieder an Gottes Liebe glauben und regelmäßig einen Gottesdienst besuchen. Kurz vor Weihnachten 2011 treffe ich sie wieder. Freudestrahlend berichtete Sie, dass das Problem gelöst sei. Sie würde wieder in die katholische Kirche gehen.
Warum habe ich nicht versucht, sie zu überreden, gleich in meine christliche Gemeinde zu kommen?
Nun,wenn es damals, zu Christi Zeiten, egal war, ob man in Jerusalem oder auf den Bergen Samarias anbetete, dann wird es doch wohl auch heute egal sein, ob man in der katholischen, evangelischen, baptistischen oder einer anderen christlichen Kirche anbetet?!
Allerdings: Die Anbetung geschehe im Geiste und in der Wahrheit! - Was heißt das?
Nun, der Mensch sollte von ganzem Herzen in Gott selbst sein Heil suchen. Wer nur den Gottesdienst besucht, weil er sich davon die Erfüllung irdischer Wünsche wie Gesundheit, Reichtum oder Eheglück verspricht, der wird auf Dauer enttäuscht werden. Solche irdischen Hoffnungen sind menschlich. Doch wenn sich alles Hoffen darauf beschränken sollte, dann blockieren diese Erwartungen den vollen Segen, den Gott einem Menschen zugedacht hat. Im eigentlich Sinne geht es um die Errettung der Seele. Wer Christus sagt, der sollte auch Christus meinen - auch im Gebet! Das aber ist nur ein Aspekt der : Anbetung im Geiste und in der Wahrheit! Über diesen letzten Satz werden in den Kirchen viele Predigten gehalten - und sie sind alle sehr spannend!

26.12.2011 Kk