Gehorsam und Opfer

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Im 5.Kapitel des Jakobusbriefes lesen wir: "1 Und nun, ihr Reichen: Weint und heult über das Elend, das über euch kommen wird! 2 Euer Reichtum ist verfault, eure Kleider sind von Motten zerfressen 3 Euer Gold und Silber ist verrostet und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis geben und wird euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt euch Schätze gesammelt in diesen letzten Tagen! 4 Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth. 5 Ihr habt geschlemmt auf Erden und gepraßt und eure Herzen gemästet am Schlachttag. 6 Ihr habt den Gerechten verurteilt und getötet, und er hat euch nicht widerstanden."
Nun könnte man sagen: "Schaut euch die Gottlosen an. Sie leben in Saus und Braus und sie lassen die Armen hungern!" Sicherlich hat es damals solche Vermögenden gegeben und sicherlich gibt es sie heute immer noch. Doch in unseren mitteleuropäischen Staaten finanzieren diese Reichen durch ihre hohen Steuern unter anderem auch die Bedürftigen. Soweit sie überzeugte Christen sind werden sie keine Steuer hinterziehen auch keine Kirchensteuer.
Aber wie ist es mit den kleineren Freikirchen?
Einige von ihnen wollen mit den großen Volkskirchen mithalten und legen ihr Augenmerk auf ihre Kirche, die sie zu einem repräsentativen Gebäude ausbauen wollen. Mitunter möchten sie auch in Übersee eine starke Mission entfalten, weil in Europa die meisten Menschen schon konfessionell gebunden sind. Das sind alles gute Absichten - aber sie kosten Geld. Da passiert es leicht, das Geschwister im Herrn einander nötigen, mehr zu geben. Es hat dann mitunter den Anschein, dass der Glaube an der Höhe des finanziellen Beitrags an die Gemeinde gemessen wird.
Doch, was sagte schon damals der Richter Samuel zum israelitischen König Saul? Wir lesen es im 1. Buch Samuel, Kapitel 15,20: "Samuel aber sprach: Meinst du, dass der HERR Gefallen habe am Brandopfer und Schlachtopfer gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser als Opfer und Aufmerken besser als das Fett von Widdern."
Weder ein prunkvolles Kirchengebäude noch ein hohes Gehalt der Kirchenfürsten und Missionare entfesselt den Heiligen Geist! Ein gehorsames, reines Herz allein kann ihn beherbergen.

Allerdings dort, wo diese heiligen Herzen missionieren und predigen, darf eine angemessene Unterstützung nicht fehlen.

25.11.2011 Kk