Zeitgemäße Auslegung

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Personenbezogene Auslegung

Wenn ein Besucher, der sich für Architektur interessiert, eine Kirche besucht, dann wird ihm das Gebäude mehr oder weniger gefallen oder gar nicht. Entsprechend reagieren Gottesdienstbesucher, die ihren Trost in einer Predigt  suchen. Auch die  geistliche Erbauung scheint individuell verschieden zu sein. Ein Besucher könnte sich nach dem Gottesdienst folgendermaßen äußern: "Der Vortrag des Pfarrers hat mir sehr gefallen!"- Ein anderer sagt jedoch: "Dieser Pastor bot mir absolut gar nichts!" Woran mag das liegen, dass Menschen auf so verschiedene Arten reagieren? Nun, jeder Mensch bringt eine eigene Biographie mit.  An einem Beispiel seien zwei Extremfälle angeführt: Ein Christ wurde soeben zum christlichen Glauben bekehrt, der andere habe seinem Leben schon vor fünfzig Jahren eine christliche Richtung verliehen. Letzterer hat mit der Zeit in seinem Leben eine Vielzahl von Wundern erfahren, welche der Ersteren noch vor sich hat. Was diesem in Tat, Wort und Gedanken noch Schwierigkeiten bereitet, das hat der Erfahrenere  schon weitgehend gemeistert. Außerdem haben Menschen verschiedene charakterliche Stärken und auch Schwächen, so dass ein- und dasselbe Lebensproblem für den Einzelnen sich verschieden gravierend erweist. Der eine benötigt eine wirksame Lösung für ein Problem, das der anderen gar nicht hat. Auch spielen Lebenserfahrungen,  Alter und Ausbildung eine Rolle. Daher existieren Kirchen, die von Jugendlichen bevorzugt aufgesucht werden und die sehr missionarisch wirken. In Universitätsstädten findet man sogar christliche Gemeinden für Gelehrte, die eine Brücke zwischen Glauben und Wissenschaft schlagen möchten.

  • In Missionskirchen geht es in erster Linie darum, den Zuhörern zu vermitteln, dass Jesus Christus der Erlöser der Welt ist. Mit Hilfe der menschlichen Logik allein ist das nicht zu leisten. Immerhin ist Christus am Kreuz gestorben und nur einigen Menschen ist er als der Auferstandene erschienen. Die Zuhörer des Missionars gehören in der Regel nicht dazu! Doch Gott, der Herr, selbst kommt den berufenen Missionaren zur Hilfe: Es geschehen während ihrer Veranstaltungen Zeichen und Wunder. Diese gestalten ihre Botschaft glaubhaft!
  • In den weiterführenden Gottesdiensten steht das Wunder der Körperheilung nicht unbedingt im Mittelpunkt. Letztendlich wird ja unser Körper vergehen. Die Heilung der Seele rückt nun in den Fokus der Verkündigung: Bekämpfen der Laster, die in Galater 5,16-21 beschrieben werden und Empfang der geistlichen Gaben, wie wir sie im 1. Korinther12,4-11 nachlesen können.
  • Leider gibt es in jeder christlichen Gemeinschaft auch sogenannte "Mitläufer". Sie hören das Wort Gottes , aber verstehen es einfach nicht oder wollen es nicht verstehen!  Jedenfalls praktizieren sie es nicht, wie man es an  ihrem Benehmen erkennen kann. Ihnen darf man getrost aus dem Wege gehen, nachdem man sie ermahnt hat. Für aufrichtige Christen gibt es genug zu tun an jenen , die für Hilfe dankbar sind.
  • 15.08.2017 Kk

Aktualisierung

Vor Jahren sprach ich mit einem Manne, der sich als Christ bezeichnete aber dennoch nicht die kirchlichen GD besuchte. Ich fragte ihn nach dem Grunde seines Fernbleibens. Er sagte mir daraufhin Folgendes:
"Was interessiert mich die Kultur von Schafhirten, die vor zweitausend Jahren gelebt haben?" Daraufhin kam mir der folgende Satz in den Sinn.

Ist die biblische Botschaft wirklich nicht mehr zeitgemäß?

Sie müsste es doch eigentlich sein. Schließlich beansprucht sie, die ultimative Heilsbotschaft für die Menschen jeder Epoche zu sein. Liegt es vielleicht an der Auslegung, dass die Menschen sich nicht mehr angesprochen fühlen?
In vielen Freikirchen versteht man die Auslegungen der Heiligen Schrift einfach nicht, wenn man nicht das AT, die Hebräische und Altgriechische Mythologie kennt. Man muss die Geschichte über Sodom kennen, diejenige über die Engel, welche zu Menschen wurden und sich mit den schönen Frauen der Erde einließen. Auch sollte man wissen, wo das alles steht. Es sind wirklich interessante Geschichten, von denen schon viele verfilmt wurden. Aber, was haben sie mit unserem modernen Leben zu tun?
Die Aktualisierung tut Not, damit wir Menschen erreichen, die heute Leben und mit den heutigen Problemen fertig werden müssen. Doch Evangelisationen sind heute in Deutschland nur schwer durchführbar. Die Leute sind entweder reich und glauben daher, die Hilfe Gottes nicht zu benötigen, oder sie sind gesunde junge Leute, die meinen ihr Leben selber in die Hand nehmen zu können.

Nur hier und da findet sich einmal ein Pastor, der gegen Unmäßigkeit seine Stimme erhebt. Aber selbst diese wagen es nicht, öffentlich gegen Unzucht und Untreue aufzutreten.
Schließlich werden ja alle Prediger mehr oder weniger durch die Zuhörer finanziert. Selbst die großen Staatskirchen können sich all zu viele Kirchenaustritte nicht leisten.

"Aber in den christlichen Gemeinden werden doch auch Ehen geschieden", könnte jemand einwerfen. Ja schon, dort aber werden die Ehepartner in Krisen begleitet und wenn beide zur Versöhnung bereit sind, dann finden sie auch wieder zusammen. Auf jeden Fall wird der, welcher in der Gemeinde bleibt, aufgefangen und fällt nicht den Drogen, der Prostitution oder der Perversion zum Opfer. Gegen Drogensucht gibt es zwar Therapien, doch die kosten den staatlichen Einrichtungen Millionen Euros und helfen oftmals nur vorübergehend. Wenn das gottlose Leben in den sekularisierten europäischen Staaten so weiter geht, da werden diese eines Tages allein auf Grund der Drogenabhängigkeit ihrer Bewohner finanziell ruiniert sein. Rauchverbote helfen ebensowenig wie Alkoholverbote. Wer nicht "nein " sagen kann, der verfällt diesen Süchten und schadet sich und der Gesellschaft.

Warum bereuen Menschen nicht ihre Verfehlungen? Oft liegt es daran, dass sie anderen die Schuld an ihrem eigenen schlimmen Schicksal geben. Diese Einstellung verhindert ihre Buße! Sie sagen sich: "Warum soll ich bußfertig sein? Die anderen sind doch Schuld an meiner Miesere!"

Wer in Sünde lebt, der ist verloren, auch wenn ihm vorübergehend Therapien helfen sollten. Einsicht in die eigene Schuld, bitte um Vergebung und um Hilfe vom Herrn der Schöpfung sind die einzigen Mittel, die bleibend helfen können.
Lasst uns gegenüber den Leuten, die außerhalb der christlichen Gemeinden stehen, in Liebe frei bekennen, dass die Sünde einen jeden Sünder einholen wird, dem nicht vergeben wurde! Nur die vergebende Gnade Gottes in Jesus Christus ermöglicht die Erneuerung, welche allein die Voraussetzung zum bleibenden Glück bildet!

05.07.2013 Kk