Einer kam durch!

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Vor Jahren lief ein Nachkriegsfilm gleichen Namens, in dessen Hauptrolle ein deutscher Kriegsgefangener stand, dem es gelungen war, aus Sibirien in die Heimat zu fliehen. Doch diese Heldentat hat nur dem Geflohenen geholfen. Seine ehemaligen Kameraden in russischer Gefangenschaft konnten davon nicht profitieren. Anders ist die Tat Jesu Christi zu bewerten, dessen Opfer als unfehlbares Lamm Gottes allen Menschen zugutekommt. Aber wie soll das Geschehen? Um das klar zu machen, erlaube man mir einen Vergleich, der zunächst sehr unpassend erscheinen wird und daher einigen Christen wie ein Sakrileg vorkommen mag. Als solches ist er aber keineswegs gemeint. Nehmen wir einmal das Folgendes an: Ein Autohersteller habe seinen Ingenieuren einen ganz neuen Autotyp in Auftrag gestellt.Bei der heutigen Forderungen nach Elektroautos erscheint diese Annahme durchaus nicht abwegig. Wie bei allen Neuerungen so weise auch dieser Prototyp sogenannte "Kinderkrankheiten" auf oder konkreter gesagt: Diese neuen Autos laufen nicht richtig rund! Die Ingenieure raten daher dem Hersteller, die Produktion der Autos einzustellen. Doch der Unternehmer gibt nicht auf. Um seine Ingenieure zu überzeugen, dass seine Idee kein Missgriff war, begibt er sich selber an die Arbeit. Von der Konstruktion des Prototyps auf dem Reisbrett und auf dem PC bis zur manuellen Fertigung des gesamten Autos fertigt er diesen Prototyp selber. Er hat Erfolg! Das von ihm gefertigte Auto zeigt keine Mängel. Daraufhin lässt er untersuchen, wo sich die Fehlerquellen bei den anderen Autos befinden, die dem Autotyp anfangs den schlechten Ruf einbracht haben. Es gibt viele Fehler, sowohl in der Konstruktion als auch in der Produktion am Fließband. Doch die zuvor produzierten Autos werden nicht verschrottet. Man weiß ja, dass der neue Autotyp fahrtüchtig ist - wie das vom Unternehmer persönlich gefertigte Auto beweist. Die Arbeiter der Firma bekommen die Anweisung, alle gefertigten Autos auf Fehler zu überprüfen, um diese dann zu beheben. - So ähnlich ist es auch mit uns Menschen. Wir wurden hervorragend geplant, doch es entstanden Produktionsfehler, die der christliche Glaube reparieren kann. Gegenüber anderen Weltreligionen haben wir einen vollkommenen "Prototyp" , Jesus Christus, der nachweislich den Ansprüchen des göttlichen Unternehmers entsprochen hat. Gott hat das dadurch bezeugt, dass er Jesus Christus, seinen Sohn, aus dem Totenreich hat auferstehen lassen. Im 1.Johannesbrief 1,2 lesen wir: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit." - Leider sehen die Wenigsten ein, dass Sie der Sündenvergebung bedürfen und ihren Lebenswandel umstellen sollten. Auch dazu gibt es eine Entsprechung zum defekten Auto. Ist ein Gefährt nur mit wenigen, unbedeutenden Mängeln versehen, dann landet es oftmals nicht in der Werkstatt. Ein Wagen, der nicht mehr fahrbereit ist, hat eine größe Change, der Werkstatt übergeben zu werden. Ähnlich ist es bei den Menschen. Jenen kirchlichen Karteileichen, welchen das Leben noch leidlich gelingt, wird man gar nicht oder nur mit äußerster Mühe dazu bewegen können, einen Gottesdienst zu besuchen. Wer hingegen vor äußerst schweren Lebenssituationen steht, der ist eher bereit, diesen Schritt zu wagen. Bekennen wir dem Schöpfer unsere Fehler und Schwächen. Gott will sie "reparieren". Die Reparaturwerkstatt ist nach wie vor der christliche Gottesdienst!
Auf diesem Hintergrund verstehen wir leichter, warum die Erweckung zum echten christlichen Glauben in der Regel in armen und durch Kriege zerrütteten Ländern sich ereignet, in Wohlstandländern hingegen nur sporadisch.

08.04.2017 Kk