Vögel

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Der Bussard

Heute, morgen, all die Tage
in dieser Sommerzeit
gibt es eine Mückenplage
bei uns hier weit und breit.
Wie lange noch wird das so gehen?

Bald erheben milde Lüfte
die Mücken hoch empor,
unsichtbar wie Morgendüfte
wirbeln sie im Morgenflor.
Doch bald erscheinen Schwalben dort!

Mensch, ist das doch ein Gedränge
oben unterm  Wolkenzelt
bei der großen Schwalbenmenge,
die dort ihr Festmahl hält.
Doch bald schon ist der Tanz vorbei!

Ein Bussard hat sich aufgemacht,
die Vögel zu vertreiben!
Kreisend lässt er sich ganz sacht
zu den Schwalben treiben.
Doch die sind jetzt ganz plötzlich fort!

Der Räuber bleibt nicht lang allein
im Schwalben-Jagdgebiet.
Ein Schwälbchen winzig klein
er im Anflug sieht!
Die Flügel hinten, Schnabel vorn!

Schnell dreht sich der starke Greif
und flieget äußerst klug,
die Flügel unten, Krallen steif.
Dann stoppt der Schwalbe Flug!
So geht es oftmals hin und her!

Bald wird’s dem Räuber doch zu dumm.
So kann er doch nicht jagen.
Deshalb  kehrt er einfach um,
von wo der Wind ihn hergetragen!
Und das ganze Schwalbenheer
 kehrt zurück und freut sich sehr!

19.02.14   Kk

Wie ein Zugvogel

Als ich über`s Land geflogen,
wie's die Schwalben pflegen,
hat es mich hinauf gezogen
über Wolken, Sturm und Regen.

Dort, wo die Sonne immer scheint
am Abend wie am Morgen
und der Himmel niemals weint
trotz vieler Not und Sorge.

So wie es ist in der Natur,
so ist es auch im Leben:
Steig hinauf zu Gottes Tor
und empfange dort den Segen.

Nur wer fest im Glauben steht,
den kann nichts verbittern.
Auch wenn die Welt in Stücke geht,
wird es ihn nicht erschüttern.

07.09.2006 Kk

Der letzte Spatz

Es saß auf einem Reise
ein kleiner frecher Spatz,
der zwitscherte recht leise
auf seinem hohen Platz.

"Wir waren einstmals viele
auf diesem kleinen Baum
und spielten viele Spiele,
so viel, das glaubt ihr kaum.

Wir lebten hier recht froh
in unseren schönen Wäldern
und waren ebenso
auch in den Weizenfeldern.

Der Landwirt hat vermißt
manch kleines gelbe Korn.
Ihr Menschen alle wißt:
Es traf uns jäh sein Zorn.

Dem Bauern war es Hilfe,
für uns das reinste Gift.
Sie lagen tot im Schilfe
bis nun es auch mich trifft."

Dann fiel er von dem Reise
in den feinen Sand
ganz heimlich , still und leise
und völlig unerkannt.

05.02.2007 Kk

Adler am Himmel

Ein Adler hoch am Himmel
sieht unter seinen Krallen
dort unten ferne wallen
viel menschliches Getümmel.

D'rum stößt im Sturz hernieder
der Greif hinab zu ihnen
und kehrte niemals wieder,
um am Himmel hoch zu fliegen.

Dort oben in dem Winde
da sollst du einsam kreisen,
damit die Kraft nicht schwinde,
die Gott gab allen Weisen.

Kk 09.12.2002

Die Schwalben

Hoch an Himmels Firmament
Seh‘ ich die Schwalben segeln.
Wer wie sie die Wolken kennt,
versteht dabei auch ihre Regeln.

Aufwärts wehen unsere Winde
zu dieser schönen Zeit,
so dass sich keine Mücke finde
am Boden weit und breit.

Stiegen sie doch mit dem Wind
in immer größ‘re Höhen,
dort wo jetzt die Schwalben sind,
die man kaum noch kann erspähen.

Auch reget sich hoch im Geäst.
der Meisen keines Heer,
um zu tanzen wie beim Fest
durch der Blätter Meer.

Lange währt das alles nicht,
dann weht der Bodenwind,
und mit des Blattes Leichtgewicht
spielt er wie ein Kind.

Fort sind aus dem Baumgeäst
die Vögel mit der Beute.
Aus ist auch das Schwalbenfest,
zumindest doch für heute.

Sonne, Wind und Regenguss
verändern alles hier,
so wie es sich stets ändern muss
auf dieser Erde hier!

05.09.2004 Kk

Nachahmung

Eine Drossel findet bald
einen Kleiber aus dem Wald.
Dieser läuft geschickt und munter
den Fichtenstamm herauf, herunter.

Rechtwinklig fliegt er auf den Stamm,
um dort zu landen wie er`s kann.
Die Drossel sieht sich dieses an
und versucht es selber dann!

Dem Anflug ist Erfolg beschieden,
doch der Landung nicht hienieden.
Da Fuß und Flügel ohne Halt,
ist Drossel vor den Baum geknallt!

Das versucht sie manches Mal
mit Fehlversuchen ohne Zahl.
Schließlich sieht der Vogel ein,
dass er es lieber ließe sein!

So ist es auch in unserem Leben:
Tue, was Dir Gott gegeben,
und halte Dich von Taten fern,
die Dir nicht geschenkt vom Herrn!

20.11.2007 Kk

Vögel

Ein Vogel kam geflogen
durch des Himmels Zelt,
er wollt gen Süden fliegen
in die warme Welt!

Die Reise ist so herrlich
in solch großer Höh,
doch nicht ungefährlich
 über Eis und Schnee!

Der Schöpfer hat gegeben
 das Organ, dem er vertraut.
Es sichert Ziel und Leben,
 wie ein Kompass eingebaut!

Doch ein großer Jet
sog  ihn ins Triebwerk ein.
Schreddert  ihn komplett
in Stücke winzig klein!


18.12.17  Kk