Sommers Abschied

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Trotzdem

Der Wald erscheint im neuem Kleide
auf des Berges buntem Hang
und im Tal auf grüner Weide
verhallt der letzte Vogelsang.

Der Sommer ist jetzt ausgezogen
in des Südens Wunderland
und mit ihm sind fortgeflogen,
was man in Wald und Felde fand.

Man hört nicht mehr der Bienen Surren
in der Blumen Blütenpracht,
nur zwei Alte hier noch murren,
weil die Sonne nicht mehr lacht.

Der Schmetterling hat sich verkrochen,
die Wespe starb in kalter Nacht.
Die Zelte hat der Wind zerbrochen,
als er seine Rund gemacht.

Trotzdem lasst uns fröhlich sein
über unser kurzes Glück,
denn mit der Sonne warmen Schein
kehrt der Sommer bald zurück!

Kk 22.10.06

Dennoch

Die Blätter schaukeln vor sich hin,
bis sie der Sturm verweht.
Die Blumen welken dort am Stiel,
bis dieser einsam steht.

Dennoch spielt ein kleines Hörnchen
hier an diesem Baum.
Dennoch träumt ein kleines Kind
fröhlich seinen Traum.

Dennoch streckt das Grün der Tannen
zum Himmel sich empor.
Dennoch trägt ein kleiner Fink
sein Lied an unser Ohr.

Wenn auch alles noch so schlecht,
dass es uns verstört.
So hat das Leben doch sein Recht.
Es wird von Gott erhört.

Kk 27.09.2003

Sonnenaufgang

Der Abendwind die Felder streift,
dass leise wogt die junge Saat.
Das Licht des Tages langsam weicht
dem Dunkel, das aus Tälern steigt
wie aus einem Grab.

Die Totenstille prägt die Nacht,
da alle Vögel schweigen.
Auch Kälte hat sie mitgebracht,
als sie ihre Rund gemacht
und tanzte ihren Reigen!

Doch nach wenig dunklen Stunden
geht die gold'ne Sonne auf
und zieht von neuem ihre Runden,
wie wir es täglich vorgefunden,
nach gewohntem Lauf!

29.11.2013   Kk

Sommerabend

Es vermischt sich nun die Abendluft
mit der Blume süßen Duft.
Ins Baumgeäst ein Vogel fliegt,
um zu singen dort sein Lied.

Die Nacht legt still sich auf die Wälder.
Wiesen, Äcker und die Felder,
sie sinken ab ins tiefe Grün,
über das die Schwalben zieh`n.

Es ist alsbald so still geworden.
Vom Süden bis zum Norden
verliert sich nun das wilde Treiben
bis auf ein Rauschen in den Weiden.

21.07.07 Kk

Genieße die letzten Tage

Die bunten Blumen immer noch blühen.
Bäume zeigen noch immer ihr Grün.
Genieße es, bevor der Sturm
wird durch Täler ziehen.

Deine Augen leuchten noch immer
mit jugendlichem Schimmer.
Genieße es, bevor die Zeit
schließt sie für immer.

19.10.06 Kk

Zeitenwende

Wenn der Sturm durch  Bäume weht,
die Wolken durch den Himmel ziehen,
auf Feld und Wiesen Wasser steht
und Blätter auf den Wegen liegen,
dann ist des Sommers Pracht verweht
und seine Herrlichkeit, sie wird verfliegen!
Die Vielfalt der Natur, sie scheint vorbei.
Es droht uns jetzt des Winters Einerlei!

Doch bunt erscheint des Waldes Schöne
durch der Blätter wunderbare Tracht,
damit er uns nochmals verwöhne
in seiner  wundervollen Pracht
und uns  auch zu guter Letzt versöhne,
bevor er seinen Abschied macht!
In diese einstmals wundervolle Welt
hat Gott, der Schöpfer, uns gestellt!

Wir trauen diesem Schöpfer zu,
dass er ein Neues kann erschaffen
in langer Zeit oder einem Nu
durch seine Kraft und Geisteswaffen.
Dann hat die Erde endlich Ruh
von aller Müh und allem Schaffen!
Und alle Not hat jetzt ihr Ende
Am Anfang dieser Zeitenwende!

17.10.13 Kk

Wintertage

Finster ist die Welt geworden
in dieser kalten Zeit,
eisig weht der Wind aus Norden
über Felder weit.

Vögel suchen jetzt nach Futter
im Häuschen unterm Baum.
In der Küche träumt die Mutter
ihren Weihnachtstraum.

Auf dem Tisch , da brennen Kerzen
in bunten Gläsern hell.
Kinder mit der Katze scherzen
und streicheln ihr das Fell.

Doch die Jahre eilen schneller
als  jemals wir gedacht.
Lobt den Schöpfer, der die Helle
in die Dunkelheit gebracht!

07.12.2017 Kk

Lied der Freude

Solange noch die Sonne scheint,
solange heißt es, sie genießen.
Bevor der Himmel oben weint,
um uns mit Regen zu begrüßen!
Auch wenn er es hat gut gemeint,
so wird es uns doch recht verdrießen.
Nun, darum auf, ihr müden Glieder
und lasst erschallen eure Lieder!

Jetzt eilt hinaus in frohen Scharen,
so dass die Schöpfung euch erhört
und wird man euch deswegen fragen,
warum ihr hier die Ruhe stört,
dann sagt, ihr wünschet beizutragen
das, was der Bedrängte gerne hört:
„Der Herr hat uns den Sieg errungen,
als er den Bösen hat bezwungen!“

Nun freuet euch in  Nah und Fern,
allzeit die Lieder lasst erschallen,
denn der Erlöser hilft so gern.
Verehret ihn in Kirch und Hallen,
im Lande hier wie in der Fern.
Erlangt dadurch sein Wohlgefallen:
„Der Herr hat alle Last getragen
und ist zum Vater aufgefahren!“

10.10.2013 Kk