Frühling

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Frühlingschor

Der Wind streicht durch die Zweige
und hebt sie leis` empor,
als spiele er die Geige
in einem Abendchor.

Der Greif zieht seine Kreise
mit seinem Kampfgeschrei.
im Strauche ruft die Meise,
als sei’s ihr einerlei.

Die Lerche steigt zum Himmel
und schmettert dort ihr Lied.
Im Grase ist Gewimmel,
wie man es jetzt nur sieht.

Der Specht im dürren Holze
probiert sein Schlagzeug aus.
Der Hahn mit keckem Stolze
führt seine Henne aus.

Wer könnte da noch schweigen
und lange traurig sein?
Beginne er den Reigen
und stimme froh mit ein.

Kk Frühjahr 2002

Frohes Erwarten

Wenn Tannen bilden helle Spitzen
und Kraut durchdringet alle Ritzen,
dann hört man Vögel immer wieder
trillern ihre frohen Lieder.

Auf der Wiese blüht die Blume
zu ihres Schöpfers hohem Ruhme.
Die Bäume jetzt das Grüne tragen
und Schwalben über Weiher jagen.

Wunderbar des Frühlings Luft
durch des Flieders Morgenduft,
wo Regenwolken träge ziehen
über bunte Felder hin.

Jeder Tag gibt neues Hoffen
und lässt außerdem noch offen,
was noch alles werden will,
wenn wir halten einmal still.

05.05.2005

Neues Leben

Nebel steigt aus finsteren Gründen,
Lüfte verwehen gespennstische Pracht.
Durch Schleier sucht seinen Weg zu finde
ein Schritt, der verhallt in der Nacht!

Bald zerschlagen die quälenden Sorgen
vor deinen Füßen durch höhere Macht!
Hebt sich der Schleier, dämmert der Morgen,
nur heute ist finstere Nacht!

Wie die Sonne zum Leben ruft alles, was schlief
in kalter und finsterer Nacht,
so wird es auch jener, der am Kreuze einst rief:
"Es ist vollbracht!"

Kk 31.10.2011

Gewitter

Die Sonne unerträglich brennt,
als ob sie kein Erbarmen kennt.
Jedermann den Schatten sucht,
der Vielgeplagte flucht.

Doch von fern der Donner grollt
und eine schwarze Wolke rollt
schattenspendend über`s Land,
das jetzt Erlösung fand.

Die Luft, schwer und schwül,
ist nun frisch und kühl.
In die Felder, kahl und blass,
strömt das kalte Nass.

Kk 04.08.2006

Frühlingsnacht

Es bricht das Leben aus tausend Knospen
im grünen Frühlingskleide.
Die Blätter sind klein, ganz weich und nackt
als wie aus Taft und Seide.

Es ruft die Meise, dass jeder es weiß,
dass uns hat frei gemacht
aus Frost und Kälte, Schnee und Eis,
die warme Frühlingsnacht.

Die alte Natur im neuen Flitter
ist jetzt erneut erwacht.
Sie gefällt uns, weil ihr Schimmer
uns hat so oft gelacht.

Es ist wohl der herbe Winterswein,
der uns bescheiden gemacht,
uns hoffen lässt im Fröhlich sein,
in der warmen Frühlingsnacht.

Kk

Lob der Schöpfung

Wenn Tannen bilden helle Spitzen
und Kraut durchdringet alle Ritzen,
dann hört man Vögel immer wieder
trillern ihre frohen Lieder.

Auf der Wiese blüht die Blume
zu ihres Schöpfers hohem Ruhme.
Die Bäume jetzt das Grüne tragen
und Schwalben über Weiher jagen.

Wunderbar des Frühlings Luft
durch des Flieders Morgenduft,
wenn Regenwolken träge ziehen
über bunte Felder hin.

Jeder Tag gibt neues Hoffen
und lässt außerdem noch offen,
was alles jetzt noch werden will,
wenn wir nur halten einmal still.

Kk 05.05.2005

Morgenrot

Das Morgenrot am Himmel stand
mit leuchtenden warmen Farben.
Auf hohen, ruhenden Wolken fand
das Auge der Herrlichkeit Gaben.

Unter ihnen jagten kleine Gespenster,
ganz schwarz und ohne Rast.
Doch sie konnten nicht verdunkeln
das Fenster, das Gott hat gemacht.

Ebenso ist es im täglichen Leben,
wenn es verdunkelt Bethlehems Stern:
Was immer auch die Bosheit will weben:
Es ändert sich nichts an der Liebe des Herrn!

Kk 15.12.06