Liebe zum Kind

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Furcht vor dem Winde

Das Kindfürchtet den Wind so sehr,
denn er zerstört seine Träume.
Er treibet die Blätter vor sich her
und entwurzelt die stärksten Bäume.

Den Wind, mein schreckhaftes Kind,
den fürchte doch nicht,
auch wenn er so geschwind
im Holze die morschen Zweige bricht.

Lass den Wilden nur immerzu heulen
mit schaurigen Stimmen der Eulen.
Mein Kind, er meint doch nicht Dich,
darum fürchte ihn nicht!

Dir streichelt er doch immerdar
Dein glattes, rotes Gesicht.
Auch kämmt er Dein lockiges Haar,
darum fürchte Dich nicht.

15.11.2005 Kk

Mein erster Sohn

Gott hatte mir verheißen meinen ersten Sohn
und schon nach einem Jahr
kann der Knabe schon.
Doch die Geburt war schwierig und auch das erste Jahr
und kostete viel Schmerzen,
was da bei uns geschah.
Zu nächtlich später Stunde hört ich, er sei krank,
vernahm die schlimme Kunde,
dass mein Sohn nicht trank.
Zu seinem kleinen Bettchen stieg ich dann hinab,
dort bat ich den um Gnade,
der ihm das Leben gab.
Sein Köpfchen hat gelegen in meiner hohlen Hand.
Ich sprach des Priesters Segen,
der in der Bibel stand.
Um meinen kleinen Finger legte er die Hand,
so dass im dunklen Zimmer
ich neue Hoffnung fand.
Danach fing der Gaumen erneut zu trinken an.
Heut ist es kaum zu glauben:
Er ist ein starker Mann!

Kk 26.12.2004

Wunschtraum

Als junger Mann trug ich im Arm
ein wunderschönes Töchterlein,
das ich im Kissen hielt so warm
im abendlichen Sonnenschein.

Es wurde mir geboren in Not
und mütterlichen Schmerz.
In all der Angst und Todesnot
drückt' ich's an mein Herz.

Unter vielen wurde sie die Beste,
lieb und klug und wunderschön.
Sie wurde auch im Glauben feste,
so dass sie konnt' um Gnade flehen.

Als ich sie bat um ihren Beistand,
da fühlte ich durch ihr Gebet,
dass ich zurück zum Glauben fand,
an das, was ich vom Herrn erfleht.

Oh, welch ein schönes Glaubenspfand,
wenn so die Tochter für den Vater flehte!
Das war das Beste, was ich je empfand,
als dadurch sich mein Herz bewegte!

23.12.07 Kk

Entsorgung

Die von Natur gegebene Ordnung
wird unseren Kindern nicht gewährt.
Das Baby findet mit dem Mund
nicht die Brust, die es nährt.
Mamas abgepumpte Milch wird
vom Service dann zum Hort gebracht,
und per Flasche darauf dem Knilch
in den Magen eingebracht.
Meistens schläft er seine Zeit
Im Korbe bei der Tagesmutter,
wenn das Essen ist so weit,
dann gibt die Fremde ihm das Futter.
Auch zum Wickeln steht bereit
die fremde Frau mit ihrem Puder.
Wenn der Kleine einmal schreit,
dann gibt's Musik vom Rapper-Luder.
Viele Kinder müssen teilen
ihr Lächeln mit der fremden Frau;
denn sie kann bei keinem weilen
und das eben merken sie genau.
Ihnen fehlt Geborgenheit
an der eigenen Mutter Brust.
Für den Körper reicht die Zeit,
doch Herz und Seele spüren Frust!
Vom Krippenplatz im Kinderhort
geht es dann zum Kindergarten
und danach dann weiter fort
zur Ganztagsschule vieler Arten.
Wir kennen das aus alten Zeiten
von Sparta, das einst unterging.
- Ach, würde Gottes Wort uns leiten
zur wahren Liebe zu dem Kind!

12.04.2007 Kk

Jedes Kind braucht Liebe

Die Liebeführt das blaue Band,
das Lebensmeer ist überwunden,
die Tiefen alle und der Strand.
Die Liebe schuf des Lebens Keim
aus nichts und Nacht und Grauen.
Die Liebe führt zum Vater heim
und läßt uns die Erlösung schauen.

All unser Schaffen,unser Tun,
all unser Woll'n und Denken,
all unser Wachen oder Ruh'n
kann nur die Liebe richtig lenken.
Nur sie verleiht dem Leben Sinn,
nur sie schafft Glück und Lust aus Scherben,
verwandelt Trauer in Gewinn.
Wo keine Liebe ist, ist Sterben.

Drum sorget, dass der Liebe Glück
der Nachwelt bleibt erhalten.
Gebt es den Kindern Stück für Stück.
Die Herzen aufgetan, ihr Alten!
Sonst kann die Jugend nicht gedeih'n:
Das Morgen zeitigt falsche Triebe.
Drum fort mit allem falschen Schein!
Die Kinder brauchen un're Liebe.

Artur Groh

Das Wesentliche

Vor mir sah ich die Fassade
aus Metall und Edelstein
im wunderschönem Bade
aus Fliesen hell und rein.
Sah auch in teuren Wagen
wohlgekleidet Menschen fahren
im märchenhafter Weise
aus teurem Samt und bunter Seide.
Doch unter all dem Wohlstandsplunder
vermisste ich die Wunder:
Kinderliebe und eheliche Treue,
sah keinen Weg zur Reue.
Allen Kindern sah ich schwinden
ihr erträumtes Glück.
Sie konnten einfach nicht verwinden
der Eltern Missgeschick.
Ach, was hilft denn diesem Kinde
der Luxus dieser Welt,
wenn es nicht im Heim kann finden,
was seinem Herz gefällt?
Dort sucht es ja der Eltern Liebe
in trauter Einigkeit?
Dort wünscht es, dass sie bliebe
im Haus für lange Zeit?
Eltern, was ihr wirklich braucht,
ist nicht Schnaps und Sahne.
Verbrennet lieber die Reklame,
bis der Schornstein raucht.
Opfert doch nicht Zeit und Geld
für Luxus und Karriere.
Es vergeht die schöne Welt
und mit ihr Ruhm und Ehre.
Doch kindliche Geborgenheit
wandert durch die Zeiten
und mit ihr wird in Ewigkeit
Eure Liebe sie begleiten!

01.02.2004 Kk

Zufriedene Kinder

Den Großen wollt` ich gerne fragen,
warum er den Mantel will nicht tragen?
Doch darauf hört` ich ihn nur sagen:
"Der Alte wird es nie erfahren!"

Vom Jüngsten wollte ich gern wissen,
wieso er hat ins Hemd geschissen.
Doch er hat sich losgerissen
und mich dann mit Dreck beschmissen!

Doch dann kam mir die Idee :
Jetzt baust Du einen Mann aus Schnee!
Dann ging es zum gefrornen See
mit Stock und Stein und Bein, Juchhe!

Abends konnt' der Mantel locken,
auch der Kleine war ganz trocken!
Ich war sprachlos, von den Socken,
und konnte froh am Fenster hocken!

16.01.08 Kk

Die menschliche Liebe

Es ist die menschliche Liebe
ein flatterndes Blatt im Wind
und alle ihre Triebe
wie weiße Wolken sind.

Sie fliegen vorüber bei Tage,
verblassen am Abend schon,
sind Grund zu Lust und Plage,
und haben auch ihren Lohn?

Du möchtest sie halten so gerne,
bedauerst ihr Ende schon,
verlierst sie jedoch in der Ferne,
doch welches ist ihr Lohn?

Der Lohn sind Deine Kinder!
Darum treibe sie nicht ab!
Sonst fährst Du einst als Sünder
einsam in Dein Grab.

Kk 31.07.74

Wunschtraum

Ich sehe in einem Traume
ein niedliches Kindelein.
Als ich es so bestaune,
ob es meins soll sein,
da lächelt es so freundlich,
als auf dem Arm ich`s trug
und lallte, ach, so friedlich
in einem Atemzug.
Ich dachte hocherfreut:
"In Deinem alten Tagen
erlebst Du auch noch heut,
was andere früher tragen!"

Kk 30.03.2006