Die tausendmal Klugen

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Bibelbetrachtung: "Das Ende Jerusalems"(Lukas 21; 20-24)
Student S: An dieser Bibelstelle erkennen wir, dass Jesus wirklich ein Prophet war! 70 n.Chr. ist ja Jerusalem wirklich zerstört worden. Als Vespasian 69 n.Chr. die Belagerung aufhob, weil er zum römischen Cäsar gewählt wurde, haben sich die Christen an Jesu Worte erinnert und sind in die Gebirgsstadt Pella ausgewandert. Als sein Sohn Titus ein Jahr später Jerusalem zerstörte, waren sie nicht mehr in der Stadt.

Theologieprofessor T: Nein so war das nicht ganz. Der Bericht des Lukas ist nach 70n.Chr. entstanden.

S: Woher wissen Sie das?

T: Nun, dort ist doch von der Zerstörung des Tempels die Rede. Diese aber war erst nach 70.

S: Dann glauben sie also nicht, was die meisten Christen und die meisten Moslems von Jesus (Isa) sagen, dass er wirklich ein Prophet war.

T: Ja doch! Aber wir verstehen unter einem Propheten .... bla,bla,bla!

S: In den anderen Fakultäten habilitiert man sich mit einer besonderen wissenschaftliche Leistung, in der theologischen mit Unglauben? Ihr einziges Argument für ihre These ist ihre Überzeugung, dass Jesus nicht die Zerstörung Jerusalems habe voraussehen können. Das nennen wir "Unglauben".

T: Sie haben doch keine Ahnung von wissenschaftlichen Methoden. Wir vergleichen Texte in alten Abschriften. Dazu muss man zumindest Latein, Alt-Griechisch und Hebräisch beherrschen.

S: In der Zeit hätten sie besser armen Leuten helfen oder etwas anderes Gutes tun sollen wie z.B. August-Hermann-Franke, der ein Erziehungsheim und eine Schule für Jugendliche gründete. Durch solche Taten erhält man Gottes Geist, "der in alle Wahrheit leitet", wie die Heilige Schrift sagt. - Wissen Sie auch, warum Jesus nicht Schriftgelehrte und Pharisäer zu seine Jüngern berief, sondern Fischer und Zöllner?

T: Saulus von Tarsus, der spätere Paulus, war ein Pharisäer und auch ein Schriftgelehrter.

S: Aber Jesus mußte ihn zuvor von seinem hohen Ross herunterholen, bevor er ihn gebrauchen konnte. Bezeichnenderweise nannte sich Saulus danach "der Kleine", was ja "Paulus" ins Deutsche übersetzt bedeutet.

T: Matthäus, Markus und Johannes waren keine Jünger Jesu. Sie haben erst im zweiten Jahrhundert n.Chr. ihre Evangelien verfasst. Lukas lebte zwar unter den Aposteln, hat aber recherchiert und dabei viele verfälsche Darstellungen gesammelt. Daher entspricht vieles bei ihm auch nicht den Tatsachen.

S: Wollen Sie wahrhaftig behaupten, die Augenzeugen von Jesu Wirken wie z. B. Petrus, Judas.. usw. , mit denen Lukas Kontakt pflegte, hätten diesem "die Hucke voll gelogen", als er sich bei ihnen über Jesus erkundigte? - Und Sie wollen nach 2000 Jahren alles viel besser wissen ?!!!

T: Wir arbeiten eben wissenschaftlich exakt!

S: Und wie das aussieht, haben wir ja soeben erfahren. Danke Herr Professor!

Kk